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- Foto: Facebook

BIEBERGEMÜND 1.000 Euro Finderlohn

LKW-Fahrerhaus "entreift" - Spedition sucht via Facebook nach Felgen

29.04.15 - Nach der wohlverdienten Nachtruhe im Fahrerhäuschen soll es am nächsten Morgen voller Energie und Elan auf die nächste Tour auf Deutschlands Autobahnen gehen. Mit diesen Gedanken wird auch ein Brummifahrer der "Maintaler" Spedition vor ein paar Tagen aufgewacht sein. Aus der Autobahn-Tour voller Elan wurde aber nichts, denn bisher unbekannte Reifendiebe haben das Fahrerhaus einer Mercedes Benz-Sattelzugmaschine komplett "entreift" - alle sechs "Alcoa Dura" Felgen waren verschwunden, der LKW stand nur noch auf Holzböcken.

Das ganze ist auf einem Parkplatz bei Biebergemünd in der Nähe der Firma Engelbert Strauss passiert. Die Spedition sucht nun Verzweifelt nach Zeugen, die etwas in der Nacht von letzten Samstag auf Sonntag mitbekommen haben könnten. Dazu folgender Facebook-Aufruf:

 

 


 
Finderlohn 1.000€!!! In der Nacht vom 25.04. auf 26.04.2015 wurde von einem unserer LKW der komplette Aluradsatz...Posted by Maintaler on Sonntag, 26. April 2015
1.000 Euro Finderlohn soll es für den entscheidenden Hinweis geben. "Sollte jemand etwas beobachtet haben, sollten auf einmal irgendwo sechs gebrauchte Aluräder herum liegen oder seit dem Wochenende oder den nächsten Tagen montiert sein oder sollten jemandem sechs Aluräder günstig angeboten werden, kontaktieren Sie uns bitte", heißt es in dem Aufruf. Der Beitrag wurde bisher über 14.000 Mal geteilt, hat 1.500 Kommentare und auch knapp 1.000 Daumen nach oben - die moderne Art von Täterfahndung.

"Das ist mir zum ersten Mal zu Ohren gekommen - da kann es sich nur um einen Ausnahmefall handeln", sagte Bernhard Bauer vom Polizeipräsidium Südosthessen auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS. Es sei jedoch sehr schwer, die Täter zu ermitteln: "Wenn sich die gestohlenen Felgen oder Reifen nicht irgendwie optisch hervorheben, ist es extrem schwer diese und die Täter ausfindig zu machen." Andernfalls können man besonders exklusives Diebesgut wie etwa besondere Alufelgen auf Sportwagen bei Weiterverkäufen ausfindig machen. "Natürlich erhöhen Zeugenaussagen erheblich die Ermittlungschancen."

Glaubt man den Kommentaren unter dem Foto der Spedition "Maintaler", hat es der Aufruf schon ins Allgäu, nach Zwickau und an den Niederrhein geschafft. Wir wünschen jedenfalls viel Glück, dass die 1.000 Euro Finderlohn ausgeschüttet werden und die Reifen wieder auftauchen... (Julius Böhm) +++


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