29.09.15 - WÄCHTERSBACH

Mit Emma zum Spessartbogen

Touristische Erkundungstour mit historischer Kleinbahn

Mit einem „Spessart-Pentathlon“, der zugleich eine touristische Erkundungstour durch den Spessart war, weihten der Main-Kinzig-Kreis und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern kürzlich einen neuen Spessartbogen-Zubringer ein. Aber statt im Stile der alten Griechen einen Fünfkampf mit Speer- und Diskuswerfen, Springen, Laufen und Ringen auszufechten, wurden die Disziplinen touristisch interpretiert.

Zuerst setzten sich die Teilnehmer am Bahnhof Wächtersbach in die historische Kleinbahn „Emma“, um nach Bad Orb zu fahren. Die vom passionierten Sammler und Dampflok-Liebhaber Rolf Jirowetz wieder zum Rollen gebrachte Kleinbahn ist nun als neuer und wichtiger Zubringer zum Spessartbogen anerkannt. Eine entsprechende Hinweiskarte enthüllten Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Bad Orbs Bürgermeisterin Helga Uhl und IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold auf dem Bahnsteig der Kleinbahn in Wächtersbach. Anschließend folgten die Disziplinen Biken, Spazieren, Wandern und zu guter Letzt die kulinarischen Genüsse.

„Die Spessart-Region hat viel zu bieten. Einige Leuchttürme lernen wir heute beim Pentathlon kennen“, erläutert Reichhold, der viele Unternehmer und prominente Gäste aus der Politik begrüßen konnte, die Aktivitäten der IHK. Der IHK-Präsident unterstrich die hohe Bedeutung des Spessarts als Naherholungsgebiet für die Metropolregion FrankfurtRheinMain. „Wird das touristische Bewusstsein in unserer Region geschärft, profitiert davon die gesamte Region. Ein erfolgreiches Standortmarketing kann sogar dabei helfen, den grassierenden Fachkräftemangel zu lindern: Die Menschen arbeiten und leben bekanntlich lieber dort, wo es schön ist und es viel zu erleben gibt. Und mit den Einnahmen aus dem Tourismus kann die Infrastruktur verbessert werden. Im besten Fall gelingt es uns sogar, die Folgen des demografischen Wandels mit Tourismus abzumildern. Aber wenn wir das schaffen wollen, müssen wir am Image des Spessarts noch feilen.“

Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, lobte die Kleinbahn als „wunderbares Kleinod“, das dem Spessartbogen neue Wanderer zuführen werde. Simmler will mit Attraktionen wie der Kleinbahn „den Spessart als Reiseziel bekannter machen“. Damit unterstrich Simmler erneut die Bedeutung des Tourismuskonzepts des Landkreises, mit dem „touristisches Bewusstsein“ im Main-Kinzig-Kreis geweckt werden soll.

Neben der Fahrt mit der Kleinbahn und den anderen vier touristischen Disziplinen erhielten die rund 60 Teilnehmer auch viele Fachinformationen im „Jagdhaus Haselruhe“. Christine Hechler und Ute Pfaff-Hamann vom „Familienbündnis des Main-Kinzig-Kreises“ stellten Mittel und Wege vor, mit denen sich die Vereinbarkeit von Beruf, Kindererziehung und Pflege besser erzielen lässt. Ihr Überblick über vorbildliche, familienfreundliche Beispiele aus dem Mittelstand traf auf viel Applaus, wie auch ihre Erläuterungen zu den weiteren familienunterstützenden Services des Landkreises. Außerdem erläuterte Ulrich Freund, Gründer des Märchen- und Sagenkreis in Bad Orb und Initiator der nah am Jagdhaus gelegenen Waldbühne, die wechselvolle Geschichte des Steinbruchs, des Jagdhauses sowie der oberhalb liegenden Wegscheide. +++

Die erste Disziplin beim Spessart-Pentathlon ... Foto: IHK




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