11.02.16 - BAD SALZUNGEN

Schlechter Scherz

Zu Konfetti geschredderte Akten mit medizinischen Daten in Dermbach

Das Klinikum Bad Salzungen berichtet heute in einer Pressemitteilung von einem brisantem Fall mangelnden Datenschutzes. Eine Bürgerin aus Dermbach hatte sich an die Presse gewandt, nachdem sie nach dem Karnevalsumzug die Straßen von Konfetti gereinigt und dabei unter anderen geschredderte Akten mit medizinischen Daten gefunden habe. Sie sei zufälligerweise auf den Namen ihrer Schwester gestoßen, die an Krebs erkrankt und im Klinikum Bad Salzungen in Behandlung sei. Daraufhin seien die mitgeteilten Fakten, wie Größe der geschredderten Papierrückstände, Namen der Ärzte, die wohl aus einem geschredderten Dienstplan der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen hervorgingen sowie die Patientennummer im Klinikum überprüft worden. Es sei aber kein Zusammenhang zum Klinikum erkennbar gewesen.

Eine Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten bestätigte, dass keinerlei Unregelmäßigkeiten feststellbar seien. Das Klinikum habe sich angeboten, den Sachverhalt weiter mit zu verfolgen und den Datenschutzbeauftragten für weitere Recherchen zur Verfügung zu stellen. Da offensichtlich war, dass die Papierrückstände teilweise medizinische Daten enthielten, aber nicht aus dem Klinikum stammten, war anzunehmen, dass das Material aus einer Arztpraxis stammen könnte. Das Klinikum Bad Salzungen betreibt nach eigenen Angaben ein Medizinisches Versorgungszentrum mit mehreren Betriebstätten. Auch in den MVZ-Praxen gebe es strenge Regelungen zum Datenschutz, die den Schutz patientenbezogener Daten sicherstellen Dennoch waren die Hinweise der Presse Anlass, sich zu vergewissern, dass diese Regelungen umfassend eingehalten werden und hier keine Unregelmäßigkeiten stattgefunden haben. Aus diesem Grund wurde am Mittwochvormittag die Einhaltung der Regelungen in den in Betracht kommenden MVZ-Praxen geprüft. Leider sei die Feststellung gemacht worden, dass unter Missachtung der Vorschriften patientenbezogene Papiere nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden. Geschreddertes Material aus der Betriebsstätte Kaltennordheim des MVZ sei offensichtlich nicht bis auf die notwendige Endgröße zerkleinert und entgegen den Regularien aus den Praxisräumen entfernt worden. Die Vermutung liege nahe, dass dieses von dort den Weg auf die Dermbacher Straßen gefunden habe.

Bereits am Mittwoch sei durch den Datenschutzbeauftragten der Landesdatenschutzbeauftragte des Landes Thüringen schriftlich informiert worden. Die weiteren Untersuchungen des Sachverhaltes und seine Bewertung müss e abgewartet werden. Die Mitarbeiter der Praxis bedauerten den Vorfall außerordentlich. Die Geschäftsführung des MVZ Bad Salzungen wolle bei der Aufklärung des Sachverhaltes mit dem Landesdatenschutzbeauftragten vorbehaltslos kooperieren.+++




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