Das Sponsoren- und Mentorentezwerk - Fotos: Helena Lemp

FULDAEine Willkommenskultur für Gründer

Hessischer Gründerpreis 2016 und Gründerförderung 2.0: Get Together im ITZ

08.06.16 - Die Förderung einer Gründerkultur sei eine der wichtigsten Aufgaben der Wirtschaftsförderung. Aus diesem Grund setzen das regionale Standortmarketing in der Region Fulda und die Wirtschaftsjunioren Fulda auf Netzwerkgedanken mit Gründerfrühstücken, Gründerabenden, Innovationsabenden und einer Gründercommunity im ITZ-Fulda. Die sinkenden Gründerzahlen seien eine Herausforderung. So habe sich die Zahl der Erstberatungen für Existenzgründer bei den IHKs deutschlandweit in den vergangenen Jahren von knapp über 400.000 auf 200.000 halbiert. Grund dafür sei - so der Fuldaer Regionalmanager Christoph Burkard - die gute Konjunktur mit der niedrigen Arbeitslosenquote.

Im hessenweiten Ranking der Gründungen pro 1.000 Einwohner nehme der IHK-Bezirk Fulda den letzten Rang ein. Da die Gründerintensität in Ballungsräumen höher sei als im ländlichen Raum, habe Fulda mit der Kombination aus ländlichem Raum und niedrigster Arbeitslosenquote einen strukturellen Nachteil. "Angstgründungen finden nicht mehr statt. Eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wenn wichtige Arbeitsplätze geschaffen werden, das ist wichtiger als große Zahlen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck. Er sehe keinen Grund zur größeren Besorgnis: "Es kommt nicht auf Quantität, sondern auf die Qualität der Gründungen an."

Regionalmanager Christoph Burkard

"Wir müssen eine Willkommenskultur für Gründer schaffen. Wir starten durch und fördern weiter", betonte Burkard im Rahmen eines Pressegespräches am heutigen Dienstagabend. Dazu stellte er Überlegungen für eine neue Qualität der Gründerförderung in der Region Fulda vor.

Barbara Sillich, KPMG (links) und ...

Gleichzeitig präsentierten sich die Verantwortlichen der Gründertage Hessen, die auch in diesem Jahr den unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Tarek-Al Wazir stehenden Hessischen Gründerpreis vergeben. Der Preis zeichnet besonders herausragende Gründungen in den Kategorien "Mutige Gründung", "Geschaffene Arbeitsplätze" und "Innovative Geschäftsidee" aus. Dabei zählen nicht nur Umsatz oder Gewinn, sondern die persönliche Leistung der Gründerinnen und Gründer. Deshalb werden auch keine Businesspläne oder Gründungsvorhaben ausgezeichnet, sondern Unternehmen, die seit längstens fünf Jahren am Markt bestehen. Ein Preisgeld gibt es nicht. Aber die mediale Aufmerksamkeit lohne sich, wie Vorjahressiegern Adina Schneider von der Textilproduktionsfirma Schneider Strick GmbH aus Fulda berichtet: "Anfangs hatten wir so viele Probleme und Sorgen, weil wir kein Fachpersonal gefunden haben, dass es gar nicht in Frage kam, uns für den Gründerpreis zu bewerben. Ich war auch der Meinung, dass wir den hohen Anforderungen nicht gerecht werden können. Mein Onkel hat mich dann dazu motiviert mich zu bewerben, um Kontakte aufzubauen. Das hat sich definitiv gelohnt, auch wenn man denkt, man schafft es nicht. Durch den Sieg bin ich immer bekannter geworden. Ohne den Hessischen Gründerpreis wäre niemand auf mich zugekommen."

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck

"Es gehört Mut dazu sich zu behaupten, aber wir helfen mit", so Burkard. So stehe in Fulda ein ganzes Sponsoren- und Mentorennetzwerk bereit, um heimische Bewerber um die höchste Hessische Gründerauszeichnung zu unterstützen. "Wir brauchen Instrumente und der Gründerpreis ist ein geeignetes Instrument, um Motivation zu schüren. Dazu gehört auch mehr Aktivität in Schulen, damit die Möglichkeit einer Gründung früher erkannt wird", so Martin Räth von der IHK Fulda. Sponsor Uwe Bergmann von der NETHINKS GmbH bewegt unter anderem, innovative Ideen voranzutreiben. Auch Barbara Sillich von KPMG, eine der weltweit größten Steuergesellschaften, sieht die Förderung des jungen Unternehmertums als einen Grundpfeiler für die Wirtschaft. Und für Moritz Bartling, dem Landesvorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Hessen, ist die Gründerkultur ein Herzensanliegen, wofür er brenne: "Man macht hier in der Region sehr viel richtig. Wir engagieren uns für die Stärkung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Eine starke Gründerszene ist dabei aus unserer Sicht ein wesentlicher Baustein."

Moritz Bartling, Landesvorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren ...

Im Zentrum stehe der Netzwerkgedanke, der den Gründern Kontakte zu Gleichgesinnten sowie zu Beratern, Förderern, Kooperationspartnern und Kunden ermögliche. Unter dem Namen "Start-in-fd" soll das bereits bestehende 500-köpfige Gründernetzwerk der Region Fulda weiter professionalisiert und virtuell ausgebaut werden. Alle Mitglieder des Gründernetzwerks sowie Gründer, Jungunternehmer, Berater und Banker können sich in die Datenbank Region Fulda kostenlos eintragen. "Wir wollen aktiv für erfahrbares Unternehmertum werben und unsere Erfahrungen an die Existenzgründer weitergeben, damit diese davon profitieren können", ergänzte Andrea Giesler von den Wirtschaftsjunioren. (pm/hl) +++

Uwe Bergmann, NETHINKS GmbH

Adina Schneider von der Schneider ...


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