Die stolzen Vorleserinnen versprachen, dem Lesen treu zu bleiben -

31.12.16 - HÜNFELD

Vorlesewettbewerb der Wigbertschule

Ein Kampf mit Worten, Betonung und Aussprache

Anspannung liegt in der Luft. Eine Gruppe, bestehend aus etwa 30 Sechstklässlern, sitzt in der neuen Mediothek der Wigbertschule und lauscht gespannt einer Mitschülerin, die aus einem Buch vorliest. Aber es geht nicht um das Vorlesen allein, sondern um die Austragung eines Wettbewerbs, an dem alle Sechstklässler beteiligt sind: der Vorlesewettbewerb.

Eines steht von vornherein fest: Gewinnen wird den Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs auf jeden Fall eine Schülerin, kein Junge hat es in das Finale geschafft. Doch welche der vier, die sich zuvor auf Klassenebene durchgesetzt hatten, wird gewinnen? Maxime Ries, Emma Gerk, Amelie Hercher oder Hanna Brandenburg?

Die vier Kontrahentinnen sollen für ihre Teilnahme am Landesentscheid zwei unterschiedliche Texte vortragen: zunächst einen, den sie selbst auswählen und vorbereiten durften, dann aber auch – und das ist gar nicht so leicht – einen unbekannten Abschnitt aus einem Jugendbuch. Schnell wird klar, dass betontes Lesen sowie das Einfühlen in die unterschiedlichen Charaktere des Buches jeder der Teilnehmerinnen mit beeindruckender Souveränität gelingt. Für die Jury ist es eine große Herausforderung jene Kleinigkeiten herauszuhören, die entscheidend sein können. Für die Zuhörer hingegen – meist selbst begeisterte Leserinnen und Leser – glich der Wettkampf einer gut vorgetragenen Reise in vier verschiedene Welten, die allerdings jäh durch stilistisch bewusst gesetzte Cliffhanger unterbrochen wurden.

In der zweiten Wettbewerbsrunde begeben sich die vier Mädchen nun auf unbekanntes Terrain: „Ein Schatz in Carolina“, ein Abenteuerroman, den sie unvorbereitet lesen sollen, wird ihnen von Deutschlehrerin Aline Gros zunächst vorgestellt. Das Schwierige bei diesem Text besteht darin, dass er überwiegend aus Dialogen besteht, die, entsprechend der Dialogverteilung, in unterschiedlichen Rollen und Tonlagen gelesen werden müssen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten für alle vier Schülerinnen eine Aufgabe, die jede für sich gut meistern kann. Doch als das letzte Wort gefallen und die Bücher zugeklappt sind, beginnt die schwierige Entscheidung der Jury: Wem kommt die große Ehre zu, die Wigbertschule beim Regionalentscheid vertreten zu dürfen?

Der Jury, bestehend aus den Deutschlehrerinnen und dem -lehrer Aline Gros, Kristin Suppelt und Melanie Förster und Mathias Kopp, oblag nun die schwere Entscheidung. Während die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Lese-Maskottchen vergnügten oder aber selbst im einen oder anderen Buch schmökerten und auf die Entscheidung warteten, wird schließlich verkündet, wer die bessere unter den guten Vorleserinnen ist: Den dritten Platz belegen Maxime Ries (6a) und Hanna Brandenburg (6d), den zweiten Platz und somit auch den Titel der Stellvertreterin gewinnt Emma Gerk (6b) und die Siegerin und offizielle Vertreterin der Wigbertschule ist Amelie Hercher (6c).

Selbstverständlich darf bei einem Vorlesewettbewerb eines nicht fehlen: Ein Buchpreis. Nach ausdrücklichem Lob des Schulleiters Markus Bente und der Abnahme des Versprechens, das Lesen niemals aufzugeben, posieren die glücklichen Siegerinnen mit ihren Buchpreisen noch für ein Pressefoto. Und das natürlich vor einem Bücherregal. +++




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