"Trassendiskussion“ Jakob Brähler (links) und Karl-Heinz Kaib (rechts) von der BI Kalbach im Gespräch mit Bundestagsabgeordnetem Michael Brand - Foto: privat

09.01.17 - FULDA

Michael Brand: "Wollen das Beste rausholen"

BI gegen eine Trassenführung durch den südlichen Landkreis Fulda

Die Vertreter der Bürgerinitiative (BI) gegen eine weitere Bahntrasse durch Kalbach haben zusammen mit Michael Brand (CDU) die möglichen Varianten der geplanten Schnellbahntrasse durch den südlichen Landkreis Fulda erörtert. Jakob Brähler, Sprecher, und Karl-Heinz Kaib, Vorstandsmitglied der BI, erörterten mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Brand die von der DB vorgestellten Varianten der geplanten Schnellbahntrasse von Fulda nach Gelnhausen. Dabei beschränkten sich die BI-Vertreter auf eine Bewertung der Trassenvarianten im südlichen Landkreis Fulda, soweit hiervon die Gemeinde Kalbach betroffen sein würde.

Die Bürgerinitiative erläuterte ihre Gründe, warum sie eine Trasseneinführung mittels eines Tunnels durch den Opperzer Berg ablehne und auch die Anbindung einer Schnellbahntrasse an die bestehende Trasse Würzburg - Fulda in Hoher der Brücke bei Oberkalkbach kritisch bewertet. Dabei machten sie deutlich, dass die BI nicht grundsätzlich gegen eine Schnellbahntrasse zur Verbesserung des Bahnverkehrs von Fulda nach Frankfurt sei. Sie verbrauche geringe Flächen und außerdem werde sie dem Bündelungsgebot von Verkehrswagen gerecht und sei im Übrigen durch den Regionalplan Nordhessen 2009 sogar vorgeschrieben. Der Regionalplan Nordhessen 2009 sei für alle planenden Behörden und Stellen verbindlich, so die Vertreter der BI.

Michael Brand unterstrich die große Bedeutung des Aus-/Neubaus der ICE-Verbindung Fulda-Frankfurt für die gesamte Region – für Pendler, Fernreisende, Unternehmer, Kommunen, Tourismus. Der ICE-Halt in Fulda strahle weit über die Stadt hinaus. Von der optimalen verkehrlichen Anbindung durch ICE-Halt, A66, A7 oder guter Bundesstraßen profitiere die Region spürbar – überdurchschnittliche Beschäftigung, starker Mittelstand, Wohlstand und Lebensqualität. Seit Jahren setze er sich für den Ausbau und die Verbesserung der Bahnverbindung zwischen Frankfurt/ Fulda, sowie einem besseren Lärmschutz für die Bürger ein. Dazu gehört insbesondere, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu planen.

"Bei den Planungen wollen wir natürlich das Beste rausholen für unsere Region – das gilt für Kalbach, Neuhof, Flieden und jede Kommune im Landkreis“, betonte Brand, "es ist sehr zu begrüßen, dass sich die Kommunen in der Region auf dem Laufenden halten und zusammenarbeiten. Diesen Austausch möchte ich fortsetzen und stehe dafür jederzeit zur Verfügung.“

Brand teilte mit, dass ihm die Deutsche Bahn (DB) aktuell mitgeteilt habe, dass die sieben Trassenvarianten derzeit von Umweltgutachtern noch weiter optimiert und dann in einem nächsten Schritt miteinander verglichen würden. Die Kriterien für den Variantenvergleich seien insbesondere die Auswirkungen auf den Menschen (inkl. Lärm), die Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt/Raumordnung, die verkehrliche Zielstellung/technische Bewertung und die Wirtschaftlichkeit. Bis Frühsommer 2017 solle nach Angaben der DB auf diese Weise eine Variante ermittelt werden, die von der DB in das Raumordnungsverfahren eingebracht werden könne.+++




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