GREBENHAINPachtverträge laufen aus

Wie gehts weiter mit dem Skilift auf der Herchenhainer Höhe ?

14.01.17 - Endlich mal ein Winter, der seinen Namen auch verdient mit Eis und Schnee satt. Die Herzen aller Wintersportler hüpfen derzeit hoch. Doch die Freude der Skifahrer in der Region ist etwas getrübt, denn die Versorgung mit Skiliften an geeigneten Pisten ist noch nicht wirklich befriedigend. Der Skilift am Feuerberg, der einzigen Sesselbahn in der bayrischen Rhön stellt ihren Betrieb ein. Davon betroffen sind auch die Schlepplifte, wie der Wurzelbrunnenlift, Kreuzhanglift und der Kinderlift an der Talstation. Der Grund: Die Sesselbahn und die damit verbundenen Schlepplifte am Feuerberg sind für das Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden.

Die Talstation des Lifts

Drei Generationen am Lift

Talstation

Von derselben Problematik ist offenbar auch der Skilift an der schönen Herchenhainer Höhe bei Grebenhain im Vogelsberg betroffen. Der bisherige Betreiber, die Firma Wiegand in Rasdorf will den Betrieb aufgeben. Aber nicht, weil er sich nicht rentiert, wie vielfach gemutmaßt wurde. "Nein, das ist definitiv nicht der Grund", betont Wiegand- Geschäftsführerin Susanne Möller auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS. Aber die Pachtverträge dort laufen aus und der Betriebsleiter Heinz Schneider ist immerhin stolze 79 Jahre alt. "Wenn ich wüsste, der der sehr vitale Herr Schneider noch 20 Jahre weiter seinen Dienst versehen kann, würde ich auch gern den Pachtvertrag verlängern". Da das aber niemand vorhersagen könne, sieht sich die Firma Wiegand zur Aufgabe des Lifts gezwungen. 

Doch zum Glück haben sich tatkräftige Vogelsberger zusammengetan und eine Idee geboren: "Wir, das sind Bürger der Ortsteile Herchenhain, Hartmannshain und die Gemeinde Grebenhain, zu der wir gehören, möchten, dass weiterhin ein Skibetrieb auf der Herchenhainer Höhe möglich ist. Wir haben hier das Skilaufen gelernt und sind mit dem Lift groß geworden. Vor allem den Kindern soll es weiterhin ermöglicht werden sich für den Skisport zu begeistern und im Winter aktiv draußen zu sein."  

Heinz Schneider ist mit 79 ...

Inzwischen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die die verschiedenen Möglichkeiten prüft, den Skilift langfristig zu erhalten, erforderliche Reparaturarbeiten finanziell zu stemmen und möglichst viele Skifreunde dafür zu begeistern. Ein Verein, der diese Zielsetzung verfolgen will, befindet sich gerade in der Gründungsphase.

Otto Adolph und Heinz Schneider ...

Die erforderlichen finanziellen Mittel sind dabei allerdings die größte Hürde. Rund 12.000 Euro kostet das allein das notwendige neue Seil, 10.000 Euro die TÜV-konforme Sanierung der elektrischen Anlage und noch mal soviel für sonstige erforderliche Reparaturen. Auch eine öffentliche Toilette am Lift ist erforderlich und die Piste muss gepflegt werden. Insgesamt wird der Ehalt des Lifts also eine ordentliche Stange Geld kosten. Der Kauf von der Firma Wiegand wird dabei das kleinste Problem, die wäre nach eigenen Worten mit einem symbolischen Kaufpreis zufrieden.

Ein gemeinnütziger Verein könnte Mitglieder zu werben und entsprechende Mitgliedsbeiträge zu erheben. Und ohne großzügige Spenden von Unternehmen und Privatpersonen wird es kaum klappen. Die "Saison" für den Lift dauert durchschnittlich 10 bis 20 Tage, da ist an Kostendeckung nicht zu denken.

Doch die Arbeitsgruppe bestehend aus Axel Adolph, Florian Appel, Manfred Dickert, Kai Oechler, Uwe Papsch, Jürgen Sill, Sebastian Stang und Marco Straßberger sind bis in die Skispitzen motiviert und überzeugt davon, den Skilift erhalten zu können. 

Am Sonntag soll am Herschenhainer Liftvon 11 bis 15 Uhr dazu eine Infoveranstaltung mit Glühwein und heißem Orangensaft stattfinden. Hoffentlich finden sich viele weitere Unterstützer, damit der Herchenhainer Lift auch den Enkelkindern noch Spaß macht.+++


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