(v.l.n.r.) Bernhard Lindner, Winfried Kress, Birgit Kömpel, Frank Häberle und Sabine Waschke - Fotos: Luisa Diegel

FULDAUnterbezirksparteitag der SPD

Gute Stimmung bei Sozialdemokraten - "Mit Martin Schulz in positive Zukunft"

11.02.17 - Beim Unterbezirksparteitag der SPD Fulda herrschte gute Stimmung unter den Parteigenossen. Die 122 Delegierten aus 34 SPD Ortsvereinen freuten sich über einen Zuwachs von 15 Mitgliedern, die nach der Bekanntgabe von Martin Schulz als neuer Bundeskanzlerkandidat innerhalb kurzer Zeit der Partei beigetreten sind. "Schön, dass ihr unter uns seid, wir freuen uns", begrüßte Unterbezirksvorsitzende Sabine Waschke die neuen Mitglieder.

Auch bei dieser Veranstaltung stand das Thema Martin Schulz im Vordergrund. Waschke begrüßte die Entscheidung von Sigmar Gabriel, obwohl sie nicht immer ganz unkritisch gegenüber dem alten Parteivorsitzenden war. "Vor dieser Entscheidung von Gabriel ziehe ich meinen Hut", so die Unterbezirksvorsitzende. Denn er habe der Partei mit seinem Entschluss einen großen Dienst getan - was auch die aktuellen Umfragewerte beweisen. "50 Prozent würden heute Martin Schulz bei einer Direktwahl zum Bundeskanzler wählen, bei Merkel sind es nur 34 Prozent. Das sind Ergebnisse, die sich wirklich sehen lassen können." Doch alle Anwesenden wissen, dass Umfragewerte noch lange keine Wählerstimmen sind. Deshalb ruft Birgit Kömpel (MdB) in ihrer Rede die Mitglieder dazu auf, Werbung zu machen und gerade die jungen Leute an die Wahlurne zu bringen. 

Sabine Waschke bei ihrer Begrüßungsrede

Die SPD möchte in diesem Jahr mehr denn je ein gutes Ergebnis erzielen. Mit Martin Schulz sehen sie sich in diesem Kampf gut aufgestellt. "Schulz ist ein Macher. Er kann die sozialdemokratische Geschichte nachvollziehen und führt ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Früher wollte er Fußballspieler werden, konnte dann seinen Traum durch eine Knieverletzung jedoch nicht verwirklichen. Als früherer Alkoholiker hat er vieles miterlebt. Deshalb versteht er aber auch die Menschen umso mehr", berichtet Waschke. 

Deshalb steht für sie Respekt auch an erster Stelle im Wahlkampf - und so hofft sie, dass dieser kein neuer "Trump-Wahlkampf" wird. Die SPD möchte die Wähler mit klaren Zielen gewinnen. Eines davon ist, die sachlose Befristigung abzuschaffen. "Mehr als 40 Prozent der jungen Menschen mit abgeschlossenen Studien oder Ausbildungen bekommen nur noch befristete Verträge. An Haus bauen oder eine Familie zu gründen ist dabei schlecht zu denken, denn von der Bank bekommt man so keinen Kredit." Weitere wichtige Themen im Wahlkampf von Martin Schulz und seiner Partei werden Frieden und der Kampf gegen den rechten Populismus sein. 

Das Hotel "Grillenburg" war gut ...

Birgit Kömpel bei ihrer Rede

Nach der Totenehrung sprach Birgit Kömpel über ein spannendes und aufregendes Jahr 2017. "Wir entscheiden heute für die Politik von morgen. Es gibt viele laute Schreihälse im Land, die mit Hassparolen um sich werfen. Dagegen müssen wir angehen." Sorge bereitet ihr vor allem, dass sich viele nicht an der Politik beteiligen und dadurch auch nicht zur Wahl gehen. Deshalb ruft sie alle Genossen auf, miteinander zu sprechen, zu diskutieren - denn alle sollen bei dem Thema Politik mitmachen und dazu beitragen. "Unsere Demokratie muss so bestehen bleiben." Die Bundestagsabgeordnete packt sich aber auch an ihre eigene Nase. "Wir haben in der Vergangenheit auch Fehler gemacht, aus denen müssen wir lernen." Kömpel nennt das Beispiel von der Finanzkrise im Jahr 2008, wo durch einen hohen Sparkurs die junge Generation in die Arbeitslosigkeit geschickt wurde. 

In der "Grillenburg" in Fulda-Lehnerz ...

Mit Martin Schulz sieht auch sie in eine positive Zukunft für die SPD. "Wir haben mit ihm die Chance, einen Kanzler für ein solidarisches Europa zu bekommen. Denn nur ein starkes Europa ist auch das Beste für unser Land", ist sich Kömpel sicher. Sie will vor allem für gerechte und gute Löhne kämpfen, außerdem sollen in Zukunft alle in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen. Bei all diesen Punkten sei es aber wichtig, als eine geschlossene Partei aufzutreten. "Man sieht ja bei Seehofer und Merkel wohin sowas führen kann, wenn man sich nicht geschlossen präsentiert. Ich bin überzeugt, dass das mit Martin Schulz auf unserer Seite nicht passieren wird." (Luisa Diegel) +++


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