- Foto: Eva Wienröder

14.03.17 - FLADUNGEN

Jahreshauptversammlung

Freiwillige Feuerwehr Fladungen stellt sich der Zukunftsfrage

Eine aktive Gemeinschaft, die viel bewerkstelligt und verlässlicher Partner der Stadt und ihrer Bürger ist, das ist die Fladunger Feuerwehr. Deutlich machten dies einmal mehr die Berichte der Vereinsführung und der Dienstverantwortlichen bei der Mitgliederversammlung, die im Berggasthof „Sennhütte“ stattfand. Auch Ehrungen standen auf dem Programm.

Vorsitzender Christian Wehner warf zunächst einen Blick in die Mitgliederstatistik. Der aktuelle Stand liegt bei 142 Mitgliedern, davon 40 Aktive, 43 passive Mitglieder und Reserve, 48 Fördermitglieder und elf Jugendliche. In seiner Rückschau rief er die Ereignisse des Vorjahres in Erinnerung, so den gut besuchten Kameradschaftsabend im Februar im Gasthaus „Goldener Adler“, den Florianstag in Leubach im Mai, das traditionelle Sommernachtsfest der Wehr mit Schauübung im Juni, das Sommerferienprogramm mit Vorführungen, Spiel und Spaß am Feuerwehrhaus und das Marktfest im September, an dem die Floriansjünger wieder mit dem Zwiebelploatzbacken beteiligt waren.

Wehner gab auch gleich die Vereinstermine für die nächsten Monate bekannt. Am 1. April 2017 trifft man sich zum Kameradschaftsabend im Museumsgasthaus, am 22. April möchte man zum „Tag des Bieres“ nach Roth wandern, am 24. Juni findet das Sommernachtsfest statt und am Marktfest im September wird man wie gewohnt mit für das leibliche Wohl der Besucher sorgen.

Der erste Kommandant Michael Schnupp nannte in seinem Jahresbericht verschiedene Übungen und gab einen Überblick über die von Kameraden der Fladunger Wehr besuchten Lehrgänge und Fortbildungen. Er berichtete von der Teilnahme an Versammlungen des Kreisverbandes und davon, dass auch das Partnerschafts-Jubiläum in Nassenfels besucht wurde.

Im vergangenen Jahr wurde wieder eine Leistungsprüfung Löscheinsatz durchgeführt, die von zwölf Floriansjüngern absolviert wurde. Für dieses Jahr ist eine Hilfeleistungs-Prüfung anberaumt, wie Schnupp schon einmal ankündigte. Ausrücken musste die Wehr 2016 zu drei kleinen Bränden und 41 technischen Hilfeleistungen. Letztere betrafen vor allem das Jahrhunderthochwasser im Juli, das in Fladungen und Umgebung große Schäden angerichtet hatte. Die Floriansjünger waren gefordert und im Dienst am Nächsten pausenlos im Einsatz. Zwölf Verkehrsabsicherungen, zu Prozessionen und anderen Anlässen, sowie zwei Sicherheitswachen machten den Jahres-Einsatzplan komplett.

Schnupp informierte seine Kameraden über diverse Änderungen und Neuerungen. Er kam auch darauf zu sprechen, dass ein Bedarfsplan erstellt werden muss. Dies ist für künftige Beschaffungen und auch in Bezug auf etwaige Fördermittel von großer Bedeutung. Jugendwart Matthias Görig zeigte sich sehr zufrieden mit seiner jungen Truppe. Die Nachwuchsfeuerwehrleute seien sehr engagiert und einige haben auch schon an der modularen Truppausbildung teilgenommen. Das stellte auch Kreisbrandmeister (KBM) Manfred Wawretschka lobend heraus.

Bertram Feulner übernahm in Vertretung von Atemschutzwart Christian Wischanowski den Bericht. Aktuell zählt man 27 Atemschutzgeräteträger. Diverse Übungen wurden absolviert und ein Ernstfalleinsatz war zu verzeichnen. Keineswegs zum alten Eisen gehört die Reservegruppe mit den immer noch recht aktiven Feuerwehr-Senioren. Wie Christof Wehner berichtete, hatten sie sich je einmal im Frühjahr und im Herbst zum Üben getroffen. Mit zehn bis 15 Mann ist die Gruppe gut besetzt.

Der Kommandant verteilte die Zeugnisse an die Teilnehmer der letztjährigen Leistungsprüfung und freute sich auch Beförderungen vornehmen zu können. Rüdiger Schmitt wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Stefan Feulner, Oliver Hofmann und Steffen Sauer sind jetzt Hauptfeuerwehrmänner und Christian Lintow Löschmeister.

Die gesellige Zusammenkunft bot auch einen würdigen Rahmen für Ehrungen. Gerhard Heid und Christof Wehner sind seit 40 Jahren bei der Feuerwehr dabei und Markus Dietzel seit 25 Jahren. Als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung bekam jeder Jubilar von Seiten des Vereins einen Esskorb geschenkt. Die staatlichen Ehrungen erfolgen dann beim Florianstag, der dieses Jahr in Rüdenschwinden gehalten wird.

Fladungens zweite Bürgermeisterin Eva Kalla dankte der Feuerwehr im Namen der Stadt für die Einsatzbereitschaft und lobte insbesondere auch die Jugendförderung. Sie würdigte, was ehrenamtlich alles für das Gemeinwohl geleistet und auch an Freizeit von den Feuerwehrleuten geopfert wird. Dass dieser Einsatz immens wertvoll und gerade in heutiger Zeit nicht selbstverständlich ist, unterstrich die stellvertretende Stadtchefin vortrefflich mit einem Gedicht, das die Situation der Feuerwehren schildert und bei der Versammlung auch großen Anklang fand.

Ehrenkommandant Peter Weiß und sein KBM-Kollege Manfred Wawretschka schlossen sich den lobenden Worten an und Wawretschka informierte noch über Aktuelles. Er wies zudem auf geplante Übungen hin. Ehren-KBM Edi Bambach konnte an diesem Abend nicht anwesend sein, weshalb Christian Wehner einen schriftlichen Gruß verlas.

Kommandant Michael Schnupp hatte in seinem Bericht schon die Beschaffung des neuen Löschfahrzeugs angesprochen. Dass diese sich so lange verzögert sorgt für Verdruss bei den Feuerwehrleuten. 2. Vorstand Steffen Sauer und weitere Kameraden betonten noch einmal die Dringlichkeit. Zweite Bürgermeisterin Eva Kalla zeigte Verständnis für den Unmut, und Peter Weiß als zuständiger Sachbearbeiter in der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen verwies auf die strengen Bestimmungen und das komplizierte Ausschreibungsverfahren. Das Fahrzeug kann nicht wie ursprünglich geplant zusammen mit dem der FFW Karsbach angeschafft werden, die ausgearbeiteten Unterlagen dürfen aber von der Stadt Fladungen nicht verwendet werden. Die Leistungsverzeichnisse müssen komplett neu erstellt werden und die Ausschreibung dann auch noch europaweit erfolgen. Fehler dürfe man sich da nicht erlauben, sonst laufe man Gefahr, die Förderung zu verwirken, mahnte Weiß. Er verwies auf die aktuelle Personalsituation in der VG und dass er arbeitstechnisch sehr eingespannt sei, versicherte aber sein Möglichstes zu tun, um die Beschaffung auf den Weg zu bringen.

Reinhold Sauer griff die Zukunft der Ortsteilwehren auf. Der FFW Fladungen werde mehr und mehr eine zentrale Funktion zukommen, da es im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung immer schwieriger wird in den kleinen Ortsteilen eine einsatzbereite Wehr aufrecht zu erhalten. Man sollte sich also ernsthaft Gedanken machen, wie es weiter geht, so Sauer, der bei den Fladunger Kameraden Dienst leistet und zudem Kommandant der Brüchser Wehr ist. (Eva Wienröder) +++




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