Michael Schwarz vom KUZ Kreuz (links) und Kevin Winter freuen sich schon auf die Party am Samstag - Fotos: Suria Reiche

FULDAHighlight in der Schwulen- und Lesben-Szene

Die "Pride36"-Party kommt zurück: Morgen im "neidclub"

14.04.17 - Ungefähr eineinhalb Jahre lang war es ziemlich still in der Fuldaer Schwulen- und Lesben-Szene. Das ändert sich nun: Am Samstag steigt wieder eine "pride36"-Party im Fuldaer "neidclub". Und das - da sind sich alle einig - ist nicht nur etwas für Homosexuelle. 

Als Kevin Winter im Jahr 2012 gemeinsam mit dem damaligen pride36-Team zum ersten Mal eine Party für Schwule, Lesben und alle anderen in der Fuldaer "NachBar" veranstaltete, war die Begeisterung groß: Bis dato war irgendwie wenig los in der Szene. Wirkliche "Gay-Partys" gab es in der katholisch geprägten Barockstadt nicht. Die Party-Reihe, der sie den Namen "pride36" gaben, brachte Schwung in die Szene. Abendelang wurde ausgelassen gefeiert, man lernte sich kennen, nicht nur Schwule und Lesben unter sich, auch für viele Heteros waren die Partys der "Place-to-be".

Als die Veranstalter dann im Dezember 2015 das "Aus" bekanntgaben, fehlte etwas. Es wurde ruhig in der Szene. Zu ruhig, findet der 24-jährige Kevin Winter. Deswegen will er die "pride36"-Partys nun wieder aufleben lassen. Die erste steigt am morgigen Samstag unter dem Motto "reboot" im "neidclub". Hier fanden schon das eine oder andere Mal Feiern der Reihe statt. "Die Zusammenarbeit war immer super. Man kennt sich, und man kennt die Räumlichkeiten", sagt Winter.

Er und Michael Schwarz vom KUZ Kreuz, das die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, hoffen, dass sie das "Haus am Samstag voll bekommen". Aber Sorgen darum brauchen sie sich eigentlich nicht zu machen. Seitdem die Party zum ersten Mal stattgefunden hat, ist sie beliebt. Und zwar nicht nur bei Schwulen und Lesben. Auch auf der Liste vieler Heteros steht sie ganz weit oben: "Für mich haben die 'pride36'-Partys schon immer zu meinen Lieblingsveranstaltungen gezählt", sagt Michael Schwarz. Die Stimmung sei irgendwie besonders gewesen: "Es sind immer nette Menschen da, die Atmosphäre ist super, und es wird irgendwie anders gefeiert als auf anderen Partys." "Stimmt", findet auch Winter, "die Szene feiert anders." Die Stimmung sei immer schon am Anfang locker. Dass die Gäste zu Beginn nur mit ihren Drinks in der Hand an der Wand stehen, gebe es hier nicht. Außerdem würden alle miteinander feiern und nicht für sich allein.

Am Samstag gibt es allerdings eine kleine Einschränkung: Bis Mitternacht müssen die Beine wegen Ostern noch stillgehalten werden. "Aber das ist kein Problem", sagt Winter. Es gebe genug andere Attraktionen, an denen sich die Gäste vergnügen können. Zum Beispiel eine Foto-Leinwand im Eingangsbereich. "Generell wollen wir immer wechselnde DJs und Showacts zeigen", sagt Winter und lässt damit etwas anklingen, dass bei vielen für Freude sorgen wird. Die neu aufgelegte "pride36"-Party soll nämlich kein Einzel-Event sein. Die nächste startet bereits am 27. Mai. "Wir wollen gern sechs Partys im Jahr veranstalten." Das Motto der nächsten soll aber noch eine Überraschung bleiben ... (Suria Reiche) +++




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