In der Pfarrversammlung gaben Kirchenpfleger Ralf Schaub (links), Pfarrer Dr. Andreas Krefft (Mitte) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alexander Klamt (rechts) einen Einblick in abgeschlossene und geplante Maßnahmen und die dazugehörigen Finanzierungen. - Fotos: Marion Eckert

BAD NEUSTADT910.000 Euro zur Pfarrhaussanierung

Pfarrversammlung: Zahlen für Investitionen wurden vorgestellt

04.05.17 - Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt steht vor großen Investitionen. Der Umbau und die Sanierung des Pfarrhauses und der Kirche sind Projekte, die zwar großzügig durch die Bischöfliche Finanzkammer bezuschusst werden, die aber auch – zumindest teilweise – Finanzmittel der Pfarrei fordern. Kirchenpfleger Ralf Schaub legte in der Pfarrversammlung die Zahlen und Planungen auf den Tisch.

Abgeschlossen wurde bereits der Umbau des Kellers des Gemeindehauses zum Kinderhort. Die Einrichtung werde sehr gut angenommen und habe Leben in das gemeindliche Gebäude gebracht. Die Gesamtkosten lagen bei 144.460 Euro, die Bischöfliche Finanzkammer finanzierte den Umbau mit 74.327 Euro, die Stadt Bad Neustadt beteiligte sich mit 43.446 Euro, so betrug der Eigenanteil der Pfarrei 28.341 Euro, an Eigenleistungen wurden 4.060 Euro erbracht. Abgeschlossen sei auch der Umbau des Pfarrbüros. Entstanden sei im Gemeindehaus ein zentrales Pfarrbüro für die Pfarreiengemeinschaft, das barrierefrei zugänglich sei. Die Kosten lagen bei 120.098 Euro, die Bischöfliche Finanzkammer übernahm 111.607 Euro, an Eigenmitteln waren 6.461 Euro notwendig, Eigenleistungen wurden in Höhe von 2.030 Euro erbracht.

Das Pfarrhaus in Bad Neustadt ...

In die pfarreieigenen Gebäude wurden also bisher rund 265.000 Euro investiert, bei einem Eigenanteil von rund 33.000 Euro. Wie der Kirchenpfleger betonte seien dies Investitionen in die Zukunft zum Erhalt der Gebäude. Auch das zentrale Pfarrbüro sei in mehr oder weniger leerstehenden Räumen untergekommen. Zu den künftigen Projekten zähle der Umbau des Pfarrhauses, der mit 915.000 Euro beziffert werde. Geschaffen werden soll im Obergeschoss eine abgeschlossene Wohnung für den Pfarrer und im Erdgeschoss weitere Büro- und Besprechungsräume. Die Höhe der Umbaukosten resultiere zum Großteil aus der energetischen Sanierung des Gebäudes, erklärte der Kirchenpfleger. Durch die Rücknahme von Anbauten soll das denkmalgeschützte Gebäude seinen ursprünglichen Charakter erhalten. Die Planungen seien abgeschlossen mit den Ausschreibungen werden in Kürze begonnen.

Erneuert werden müsse in diesem Zuge auch die Heizung im Pfarr- und Gemeindehaus. Vorgesehen sei der Anschluss an das Fernwärmenetz. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen für den Umbau des Pfarrhauses und die Erneuerung der Heizung bei 1,1 Millionen Euro. Finanziert werde das Projekt vor allem über Zuschüsse durch das Bistum und die Denkmalschutzbehörde mit knapp 1 Million Euro. Die Pfarrei plane die Aufnahme eines Kredites in Höhe von 100.000 Euro, vorrangig um den Anschluss an das Fernwärmenetz zu finanzieren. Der Umbau der Kirche werde mit 50.577 Euro beziffert, wobei 30.000 Euro über die bischöfliche Finanzkammer bereits zugesagt wurden. Der Rest müsse von der Kirchengemeinde über Spenden aufgebracht werden. Derzeit seien 12.600 Euro durch verschiedene Aktionen eingegangen. Die Heizung der Kirche sei in dieser Rechnung nicht enthalten. Hierfür müsse eine gesonderte Lösung gesucht werden, möglicherweise als Fußboden- und Sitzheizung, doch das müsse noch näher betrachtet werden.

Bei allen Bauprojekten und dem dafür notwendigen Finanzbedarf wurde dennoch auch der caritative Aspekt nicht vernachlässigt. Die syrischen Flüchtlinge konnten durch die Pfarrei mit rund 5.000 Euro unterstützt werden. Insgesamt betrug der caritative Anteil im Jahr 2016 23.267 Euro. Ein weiterer Punkt der Pfarrversammlung war die Vorstellung der Umbaumaßnahmen in der Stadtpfarrkirche und des Projektes „Ein Raum für Dich“. Seit November 2015 habe sich der eigens gegründete Arbeitskreis bereits zehn Mal getroffen. Unterstützung bekommen sie durch die Fundraising-Abteilung der Diözese Würzburg.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alexander Klamt gab einen Überblick über die geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen. Derzeit werden in der Kirche Malerarbeiten vorgenommen, um die Marienkapelle einrichten zu können. Zu den sichtbaren Veränderungen zähle die Verbreiterung des Mittelganges und der neue Teppich, die Anschaffung eines provisorischen Altars und Ambos. Wie der Altarraum künftig einmal gestaltet werde, das stehe heute noch nicht fest. Die Arbeiten in der Kirche werden je nach Eingang von Spenden und finanziellen Mitteln fortgeführt. Eigentlich war auch daran gedacht, die Bänke einzukürzen, um die Säulen freizustellen, doch dieses Projekt werde noch etwas warten müssen. Pro Bank seien 500 Euro notwendig. „Das können wir uns derzeit nicht leisten“, betonten der Kirchenpfleger und Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Aus der Versammlung wurde angeregt, eventuell Privatspender für die Bänke zu akquirieren. (me) +++


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