- Foto: Stadtverwaltung Romrod

ROMRODLeben und Wohnen im Alter

Neuer Mittelpunkt: Bau des neuen Seniorenheims für 6 Mio Euro

17.05.17 - In Romrod entsteht ein neuer Mittelpunkt: Die Stadt Romrod investiert für den Bau dieses Projektes rund 6 Mio. Euro, um inklusive öffentlicher Außenanlage im Zentrum von Romrod für ältere Menschen Leben, Wohnen und Pflege unter einem Dach zu realisieren. Unter demselben Dach wird die Begegnungsstätte Mehrgenerationenhaus Romrod einen neuen festen Ort haben, an dem Veranstaltungen und Treffen für Menschen jeden Alters stattfinden können.

Dies alles soll gleichermaßen der Unterstützung pflegender Angehöriger wie auch den neuen Bewohnern zu Gute kommen. Was dieses Projekt von anderen Senioren- und Pflegeheimen unterscheidet, ist die Absicht, die älteren Menschen in unserer Mitte zu behalten: In der Mitte von Romrod, in der Mitte der sozialen Gemeinschaft und als Menschen, die ein Teil der Geschichte ihres Ortes sind. Mit dieser Investition in die Zukunft zeigt die Stadt Romrod, dass ihr die Schaffung von guten Rahmenbedingungen für das Miteinander der Generationen und die gemeinsame Sorge um ein gutes Leben in Romrod gerade bei zunehmendem Unterstützungsbedarf ein wichtiges Anliegen ist.

Im Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ werden als zentraler Ort für das Miteinander der Generationen die Begegnungsstätte Mehrgenerationenhaus, die Tagespflege für 12 Gäste und 5 Wohngemeinschaften für 54 Bewohner entstehen. Der Außenbereich des Hauses wird als öffentlicher Garten gestaltet werden, der zu ungezwungenen Begegnungen zwischen Bewohnern, Gästen und Bürgern einlädt.


Ziel des Projektes ist es, durch Begegnung und Beratung die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit im Alter zu unterstützen und zu begleiten. Bei zunehmendem oder nur zeitweiligem Unterstützungsbedarf sollen durch die Begegnungsstätte und die Nachbarschaftshilfe, durch Tagespflege und Kurzzeitpflege bedürfnisgerechte Angebote zur Verfügung gestellt werden. Aber auch Wohnen und Pflege in den Hausgemeinschaften ist darauf ausgerichtet, möglichst lange und selbständig mitten im Leben zu stehen. Gerade dazu soll der Standort mitten in Romrod beitragen. Dort sind alle wichtigen Geschäfte und Dienstleistungen bis hin zum ÖPNV in einem Radius von 300 m steigungsfrei erreichbar.

Alle diese Komponenten haben dazu beigetragen, dass Fördermittel in erheblichem Umfang für das Projekt eingeworben werden konnten. Als Modellprojekt des Hessischen Sozialministeriums wurden per Förderbescheid 1,695 Mio. Euro sowie ein zinsfreier Kredit in Höhe von 1,58 Mio. Euro zugesagt. Hinzu kommen weitere Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm sowie dem Programm zur Förderung der ländlichen Entwicklung.

Bereits im Jahr 2014 war es gelungen, einen Betreiber für diese Einrichtung zu gewinnen, die SozioVita GmbH, eine Tochtergesellschaft der Behindertenhilfe Vogelsberg unter der Geschäftsführung von Frau Katja Diehl. Gemeinsam mit der SozioVita beabsichtigt die Stadt Romrod für die nächsten 30 Jahre dafür zu sorgen, dass Menschen jeden Alters in Romrod eine verlässliche Heimat finden – mit der Unterstützung, die sie selbst sich wünschen. Dazu bedarf es eines guten Vertrauensverhältnisses und verlässlicher vertraglicher Bindungen. Mietzahlungen können die von der Stadt Romrod eingesetzten Gelder in den städtischen Haushalt zurückgeführt werden.

Der Grundstein für das ambitionierte Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ wird am Samstag, den 20.05.2017 um 11.00 Uhr gelegt werden. Alle Weggefährten, Partner und Förderer des Projektes sind ebenso wie interessierte Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich eingeladen, ab 10.00 Uhr an der kleinen Feierstunde im Schlossmuseum und der anschließenden Grundsteinlegung an der Baustelle teilzunehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch der Name der künftigen Einrichtung bekannt gegeben werden. Es waren einige sehr gelungene Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern aus Romrod und Umgebung eingegangen, leider konnte nur ein einziger gewählt werden! Neben vielen anderen haben Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, MdL Kurt Wiegel und Landrat Manfred Görig ihre Teilnahme zugesagt.+++




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