- Foto: Polizei

FULDA / BEBRAPolizei warnt Metallhändler

Unbekannte schlagen zu: Kupferkabel und Freileitungen gestohlen

17.05.17 - Gleich zwei Mal haben Kabeldiebe an den Bahnanlagen im Bereich Fulda und Bebra zugeschlagen: In der Ortslage Bebra-Blankenheim entwendeten bislang unbekannte Täter insgesamt fünf Kupferkabel, sogenannte Masterden. In Fulda-Roges stahlen Unbekannte Freileitungen auf einer Länge von rund 400 Metern.

Ein Bautrupp der Deutschen Bahn AG hatte den Schaden in Bebra am Montag gegen 15 Uhr entdeckt und Strafanzeige bei der Bundespolizei erstattet. Die Schadenhöhe wird auf rund 1.000 Euro geschätzt. Die genaue Tatzeit muss noch ermittelt werden.

Die Kabel, um die es geht, sogenannte Masterden, sind feste Verbindungen zwischen Strommast und dem Erdreich. Werden diese entfernt, ist bei einem Spannungsüberschlag oder Kurzschluss keine sichere Spannungsableitung mehr gegeben. Dadurch können im Radius von rund zehn Metern für Personen lebensgefährliche Spannungen auftreten.

Der zweite Fall ereignete sich bei Fulda-Rodges an der Vogelsbergbahn (Gießen-Fulda). Hier stahlen Unbekannte Freileitungen (Kommunikationsleitungen) auf einer Länge von rund 400 Metern (gesamt 4.000 Meter Kupferkabel). Die Tatzeit liegt zwischen Samstag, 22.30 Uhr, bis Sonntag, 8.30 Uhr. Der angerichtete Gesamtschaden liegt hier bei etwa 6.000 Euro. Der reine Materialwert liegt deutlich darunter (circa 500 Euro).

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu den Diebstählen oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefon-Nummer (0561) 816160 beziehungsweise der kostenfreien Service-Numer der Bundespolizei (0800) 6888000 zu melden.

Hinweise der Bundespolizei für Metallhändler:

"Als Aufkäufer von Altmetall sind Sie oft erste Anlaufstelle für diejenigen, die unerlaubt Metallteile von Bahnanlagen entfernen. Schützen Sie sich vor kriminellen Machenschaften und verhindern Sie damit strafbare Handlungen.

1) Aufträge zur Verwertung von Altmetallen erteilt die Deutsche Bahn AG immer in schriftlicher Form. Lassen Sie sich den Auftrag zeigen!

2) Bestehen Sie darauf, dass der Lieferant des Altmetalls Ihnen immer einen amtlichen Ausweis (zum Beispiel Personalausweis) im Original vorzeigt. Notieren Sie sich die dort angegebenen Daten.

3) Bei angebotenem Material ab ca. 1 Tonne Gewicht haben Sie die Möglichkeit, die Deutsche Bahn AG unter der Telefonnummer (030) 29769306 zu kontaktieren.

4) Wenn Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Handelns des Lieferanten bekommen, rufen Sie die Bundespolizei unter der Kostenfreien Rufnummer: (0800) 6888000 an.

Helfen Sie mit! Schauen Sie nicht weg, sondern melden Sie Straftäter! +++




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