Am Schloss Philippsruhe begrüßte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Gäste aus Jaroslawl (von links): Baugesellschafts-Geschäftsführer Jens Gottwald, der stellvertretende Oberbürgermeister von Jaroslawl Mikhail Kuznetsov, die Direktorin der Baugesellschaft Jaroslawl Svetlana Zhilkina, Hanaus OB und Galina Mishina von der Abteilung für internationale Beziehungen in Jaroslawl. - Fotos: Privat / Baugesellschaft

HANAU Russische Delegation zu Besuch

Ausbau der Kontakte Hanaus mit Partnerstadt Jaroslawl bei Bau- und Wohnungswesen

12.07.17 - Die Kontakte zwischen Hanau und ihrer russischen Partnerstadt Jaroslawl auf dem Gebiet des Bau- und Wohnungswesens sollen ausgebaut werden. Das wurde beim Besuch des stellvertretenden Oberbürgermeisters und der Stadtbaudirektorin von Jaroslawl im Rahmen des 75-jährigen Bestehens der Baugesellschaft Hanau beschlossen.

Gemeinsam mit der in Hanau schon gut bekannten Galina Mishina, Mitarbeiterin der Abteilung für internationale Beziehungen, hatten sich Jaroslawls stellvertretender Oberbürgermeister Mikhail Kuznetsov und die Direktorin der städtischen Baugesellschaft Svetlana Zhilkina über verschiedene innovative Projekte der Baugesellschaft Hanau informiert. Geschäftsführer Jens Gottwald und Ulrich Mönch, Sachgebietsleiter Technik des Unternehmens, erläuterten diverse laufende und abgeschlossene Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Stadtgebiet. Die russischen Gäste zeigten sich dabei vor allem von den umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität, den energetischen Sanierungsmaßnahmen und innovativen Bauverfahren beeindruckt.

Herzlicher Empfang: Jens Gottwald, Geschäftsführer ...

Besonders im Innenstadtbereich konnten Gottwald und Mönch mehrere Projekte aus dem fast 100 Millionen Euro umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsprogramm präsentieren, mit denen die oft noch aus den Wiederaufbaujahren stammende Bausubstanz erhalten und die Wohnverhältnisse drastisch verbessert und den heutigen Bedürfnissen angepasst wurden. Dazu gehörten unter anderem die Gebäude in der Louise-Schröder-Straße, aber auch der barrierefreie und energieeffiziente Neubau an der Französischen Allee. Dass mit Sanierungs- und Baumaßnahmen auch neues Leben in alte Stadtteile gebracht werden kann, wurde mit der Gastronomiezeile am Altstädter Markt und den Planungen am Schlosscarré demonstriert.

Die Frage nach energiesparenden Bauweisen und Sanierungen spiele auch in Russland eine immer größere Rolle, berichtete Baugesellschafts-Direktorin Svetlana Zhilkina bei der Besichtigung des energetisch sanierten Hochhauses am Kanaltor und den Solaranlagen an der Dresdner Straße. Besonders beeindruckt zeigte sich Oberbürgermeister Mikhail Kuznetsov vom Projekt „Hafentor“ wo die Baugesellschaft günstigen Wohnraum zum Selbstausbau anbietet und zugleich Kunst und Kultur fördert.

Kinderfreundliches Russland: Bei diesem Gastronomiebetrieb ...

Auf besonderes Interesse stieß bei den Gästen auch die im Bau befindliche Wohnanlage an der Lenbachstraße. Hier entsteht in Zusammenarbeit mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig und der Johanniter Unfallhilfe ein barrierefreier Wohnungskomplex, der vor allem für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und ältere Bewohner gedacht ist. Alle Wohnungen sind den Bedürfnissen entsprechend geplant und mit einem Hausnotruf versehen, der die Bewohner im Ernstfall direkt mit der Rettungszentrale der Johanniter verbindet. Spannend am Gebäude ist auch die Bauweise: Die Wohnanlage ist das erste öffentliche „Hybridgebäude“ in Hanau, das heißt, es wird aus vorgefertigten Beton- und Holzelementen zusammengebaut.

Auch andere soziale Projekte der Baugesellschaft wurden den russischen Gästen präsentiert. So zum Beispiel das Wohnprojekt zur Wiedereingliederung von Patienten der psychiatrischen Klinik Hanau. Insbesondere der Gedanke der Vernetzung der kommunalen Baugesellschaft mit anderen Organisationen und Institutionen bei einzelnen Projekten wurde von den russischen Gästen mit großem Interesse verfolgt. Wie viel in Hanau schon geschaffen wurde, zeigte sich bei der Besichtigung der Maßnahmen im Zuge des Innenstadtumbaus und bei den vielen Sanierungsprojekten der Baugesellschaft.

Die Visite der Gäste aus Jaroslawl war Folge einer Einladung, die Baugesellschafts-Geschäftsführer Jens Gottwald bei einem Besuch in der russischen Partnerstadt im vergangenen Jahr ausgesprochen hatte. Gottwald und Sachgebietsleiter Mönch hatten sich auf Einladung der Stadtverwaltung in Jaroslawl über das dortige Bau- und Wohnungswesen informiert und sich sehr beeindruckt von diesem Besuch gezeigt - nicht zuletzt von der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Altstadt, den spektakulären öffentlichen Bauten, wie etwa dem Eisstadion und dem Gesamteindruck einer bezaubernden Großstadt am Ufer der Wolga.

An der Wohnanlage Antoniterstraße informierten ...

Ausgetauscht wurden dabei aber auch Erfahrungen aus dem „Alltag“ der Baugesellschaften. Das Schaffen von bezahlbaren Wohnraum, das Nachverdichten der Innenstädte, die Sanierung in die Jahre gekommener Bausubstanz und Energiesparmaßnahmen stehen in Jaroslawl ebenso auf der Tagesordnung wie in Hanau. Berührt gewesen sei man damals von der russischen Gastfreundschaft, mit dem die deutschen Gäste empfangen worden waren und besonders bewegend sei die Begegnung mit Kriegsveteranen gewesen, bei denen deutlich geworden sei, wie wichtig die friedliche Begegnung auch aufgrund von Städtepartnerschaften ist, hieß es dazu.

Das Lob gab es von russischer Seite für die Hanauer zurück: Man sei hier auf große Gastfreundschaft und Herzlichkeit gestoßen. Die Menschen in Hanau und in Deutschland hätten ihnen am besten gefallen, waren sich die russischen Gäste einig. Der stellvertretende Oberbürgermeister Jaroslawls, Mikhail Kuznetsov, erklärte abschließend, er nehme viele Anregungen und neue Gedanken mit nach Hause und freue sich, wenn das nächste Mal wieder Hanauer zu Gast in seiner Heimatstadt sind. (pm) +++




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