Ab dem kommenden Dienstag ist die Niesiger Straße dicht - Fotos: Julius Böhm

FULDAWo sollen denn die Autos hin?

Vollsperrung 1: Niesiger Straße ab Dienstag fünf Monate bis Silvester gesperrt

13.07.17 - Seit Monaten hält der Streitpunkt "Niesiger Straße" den Fuldaer Stadtteil Horas in Atem. Anwohner ärgern sich über jede Menge LKW, die die Ortsdurchfahrt nutzen, um von der A7 (Fulda Nord) ins Industriegebiet West zu gelangen. Die Stadt Fulda hatte vor gut zwei Monaten mit einer Drosselung auf Tempo 30 reagiert - in Höhe des festen Blitzers. Ab dem kommenden Dienstag wird die Niesiger Straße für fünfeinhalb Monate voll gesperrt. Autofahrer fragen sich angesichts weiterer Vollsperrungen im Stadtgebiet: wo sollen da noch Autos fahren?

Dieser Teil wird bis Silvester ...

So sieht es hier oft ...

Anwohner machen ihre Forderungen mit ...

Umfangreiche Kanal-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten seien an der vielbefahrenen Straße in Fulda-Horas nötig, wie Johannes Heller, Sprecher der Stadt Fulda, in einer Mitteilung erklärt. Anwohner und allen voran die Bürgerinitiative "Niesiger Straße" (BI) sind sauer. Sie sehen in dem übermäßigen LKW-Verkehr den Hauptgrund für die nötigen Bauarbeiten und zusätzlich eine herbe Belastung durch Lärm, Schadstoffe und Erschütterungen für die Bürger von Horas. Stefan Donath von der BI spricht von einer "unsachgemäßen Nutzung der Straße".

"30er-Zone keine Entlastung"

Die nun kürzlich eingerichtete 30er-Zone sei mehr eine "Goldgrube für die Stadt" als eine echte Entlastung. Vielmehr würden verärgerte Autofahrer, die in Blitzerfalle getappt sind, mit absichtlichem Hupen und hochtourigem Fahren in niedrigen Gängen ihrem Ärger Wind machen. "Die Anwohner sind aber die falsche Adresse für diesen Ärger. Die Stadt wollte mit dieser überhasteten Entscheidung wohl als Handelnder dastehen", vermutet Donath.

Die BI fordert eine grundsätzliche Umleitung der LKW von der Anschlussstelle Fulda Nord nach Fulda Süd. "Von dort kommt der internationale LKW-Verkehr problemlos über die Westumfahrung in das Industriegebiet", sagt Donath. Damit soll zumindest die Verkehrsbelastung für die Anwohner reduziert werden.

Wie vielerorts wird aber auch über die Finanzierung der Straßenerneuerung gestritten. Die Stadt will einen Teil der Kosten auf die Anrainer umlegen. Die BI meint, die Anwohner seien bereits gestraft genug: "Eine Straße, die so viel Gewerbesteuer mit sich bringt, muss es auch wert sein, als Zuweg zur Industrie von der Stadt in Ordnung gehalten zu werden", so Donath.

Behinderungen und Umleitungen

Gebaut wird ganz sicher - und zwar ab dem kommenden Dienstag. "Autofahrer und sonstige Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen, Umleitungen und längeren Fahrzeiten rechnen", kündigt Johannes Heller an. Ausgeschilderte Umleitungsstrecken werden großräumig über die Strecken Horaser Weg – Weimarer Straße – Leipziger Straße – Mackenrodtstraße und umgekehrt sowie kleinräumig über Wiener-Straße und die König-Konrad-Straße (also über den Aschenberg) führen. 

Die Stadtbuslinien 1 "Aschenberg" und 8 "Niesig" werden bis Ende Dezember einen Baustellenfahrplan bedienen. Dieser hängt an den Haltestellen bereits aus und ist auf https://re-fd.de/nahverkehr/fahrplaene nachzulesen. (Julius Böhm) +++


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