AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs (3.v.l.) und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (4.v.l.) übergaben in Vertretung für die Auszubildenden die Spende an Ramona Luckhardt und den Malteser Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda (5.v.l.). - Foto: Frank Walzer

MAIN-KINZIG-KREISAuszubildende spenden an Kinderhospizdienst

Hilfe für unheilbar oder lebensbedrohlich erkrankte Kinder

11.09.17 - Der Malteser Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda darf sich über eine Spende von 1.000 Euro freuen. Das Geld ist der Erlös, den Auszubildende der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) an der Messe Wächtersbach erzielt hatten.

Passend zum Thema „Open air“ hatten sie in diesem Jahr selbst gefertigte Produkte angeboten, die zum Grillen oder im Freien verwendet werden können. „Für die jungen Frauen und Männer ist es in jedem Ausbildungsjahrgang ein besonderes Erlebnis, selbst Verkaufsobjekte herzustellen. Sie bereiten die Stücke vor, berechnen das Material und kalkulieren den Verkauf, um dann am Ende einen stattlichen Erlös für einen guten Zweck zu erzielen“, erläuterte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei der Übergabe der Spende.

In diesem Jahr hatten sich die Auszubildenden den Malteser Kinderhospizdienst als Spendenempfänger ausgewählt. Ramona Luckhardt, die Koordinatorin des Kinderhospizdiensts, Peter Weingärtner, der Kreisbeauftragte der Malteser, sowie Karin Uffelmann vom Referat Fundraising nahmen die Spende persönlich entgegen.

Ramona Luckhardt gab einen Überblick über das Tätigkeitsfeld des Kinderhospizdienstes. So lebten in Hessen schätzungsweise 1.500 bis 1.600 Familien, deren Kinder unheilbar oder lebensbedrohlich erkrankt sind. Jährlich würden etwa 300 Kinder an den absehbar tödlich verlaufenden Krankheiten sterben. Der Kinderhospizdienst ist 2013 mit Sitz in Gründau-Lieblos gegründet worden und berät und begleitet die Familien, in denen Kinder und Jugendliche von einem solchen Schicksal betroffen sind. Geschulte Ehrenamtliche gehen in die Familien und entwickeln gemeinsam individuelle Unterstützungs- und Entlastungsangebote. Bereits ab der Diagnose können die Ehrenamtlichen die Familien begleiten.

„Für den Main-Kinzig-Kreis kann man von mehr als 60 in unterschiedlicher Weise betroffenen Familien ausgehen“, so Luckhardt. Derzeit sind 30 Ehrenamtliche an zwei Standorten im Malteser Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda engagiert. Sie betreuen aktuell 16 Kinder und deren Familien.

Die Malteser bereiten eine Ausbildung zu Trauerbegleiterinnen und -begleitern vor, die in Kürze beginnen und für die die Spende verwendet werden soll. Susanne Simmler, Aufsichtsratsvorsitzende der AQA, sprach im Beisein von AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs und weiteren Angestellten aus dem AQA-Team ihren Dank und ihre Anerkennung für die Arbeit aus. (pm) +++


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