16.06.13 - HAVELBERG

Osthessische DRK-Hochwasserhelfer - Lage auf "sehr kritisch" angehoben

Die Lage in und um Havelberg wurde in den gestrigen Abendstunden (15/06/13 - 21:55 Uhr) von "Kritisch" auf "sehr Kritisch" angehoben. Das teilte das Land Sachsen-Anhalt mit. So wurden zwei weitere Ortschaften evakuiert und die ganze Truppe des DRK KV Fulda in Alarm versetzt. Alle Helfer auch die, die zu diesem Zeitpunkt nicht im Schichtdienst waren, waren in 3 Minuten Einsatzbereit und es wurden Vorbereitungen getroffen. Nicht nur die eigenen Kräfte sondern auch die Einwohner und Menschen aus der Umgebung bieten Unmengen an Hilfe an und erleichtern unseren Helfern die Arbeit ungemein. Die KV Fulda Helfer haben in den letzten Stunden noch Unterstützung von einem Helfer aus Wismar und einem aus Frankfurt a.d.O. bekommen, welche auf eigenen Wunsch und ohne Einsatzbefehl Vorort mithelfen.

Aktuell werden vom DRK KV Fulda 103 Betroffene versorgt und für deren Wohlbefinden gesorgt. Die Hansestadt Havelberg ist nur noch über einen Weg befahrbar und somit müssen sehr große Umwege in Kauf genommen werden um an die Basis heran zu kommen. Kreisbereitschaftsleiter Christian Erwin beschreibt die Situation vor Ort wie folgt: "Zu Zeiten, in denen Bundeswehr Hubschreiber mit BigPacks über unsere Kopfe fliegen und man in der Entfernung Explosionen von den Deich Sprengungen hört kommt man sich schon vor wie in einem schlechten Kriegsfilm." Im Laufe des Nachmittages machten sich einzelne Trupps auf den Weg um die Gegend zu erkunden und durchquerten den Ort Schönau welcher einer Geisterstadt gleicht (siehe Bilder).

Auch das Umspannwerk in Sandau wurde Erkundet und auch hier gibt es einzelne Bilder im Album. Die Lage am Umspannwerk war in den letzten Nächten sehr angespannt weil Grundwasser nach oben drückte und drohte das Werk lahm zu legen und somit im Umkreis von mehreren Kilometer allen Haushalten sowie der Basis in Havelberg vom Stromnetz trennen würde. Neben Erkundungen wurden auch einzelne Versorgungstransporte gemacht um weiter Lebensmittel zu Verfügung zu haben.

Auch gestern lobte Christian Erwin (KBL) seine Truppe in den höchsten Tönen und nicht nur die vor Ort sondern auch allen Kräften, die aktuell von Fulda aus die Informationen verarbeiten, den Kontakt zur Presse halten und für eine saubere Kommunikationen zwischen Helfern, Führung und Öffentlichkeit sorgen. Ein großer Dank geht auch an alle Menschen die auf Facebook unserem Live-Ticker folgen und den Entkräften zweigen, dass Ihre Arbeit in der Bevölkerung gut ankommt. [DMK]  +++

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