: Teilnehmer des Lutherwegtages werben in Leipzig für den „Luther 1521“, der an Luthers historischen Weg von der Wartburg nach Worms und zurück erinnert. Vlnr. Pilgerpfarrer Dr. Manfred Gerland, Vizepräsident Christian Otto, Pfarrer Hannes Georg, Hans-Werner Krug, Hartmut Ziehn und Kurdirektor Christian Mayer

31.01.14 - BAD HERSFEL/LEIPZIG

Lutherweg-Tagung 2015 in Bad Hersfeld

Lutherweg 1521 präsentierte sich auf Lutherwege-Tag in Leipzig

Die Zahl der Lutherwege in Deutschland und deren Gesamtlänge wird auch in diesem Jahr weiter wachsen. Mit den Worten: „Der Lutherweg wird weiter wachsen und ist nicht nur für Mitteldeutschland, sondern für ganz Deutschland bedeutend." zog Christian Otto, Vizepräsident der Lutherweggesellschaft und Beauftragter des Freistaates Sachsen für die Reformationsdekade als Gastgeber in Leipzig ein sehr erfreuliches Fazit. Zuvor hatten Pfarrer Dieter Stößlein für den Lutherweg im Bayern (Coburger Land) und Hans-Werner Krug für den Verein Lutherweg in Hessen e.V. und dessen „Lutherweg 1521" über den aktuellen Stand der Arbeiten und die Planungen für 2014 berichtet.

In der sächsischen Messestadt waren am vergangen Samstag über 70 Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, Kommunen, Tourismusverbänden und Unternehmen aus den sechs Bundesländern Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammengekommen, um sich über den Ausbau des Weges und gemeinsame Aktivitäten auszutauschen. Konkret geplant ist für 2014 die Eröffnung einer Wegstrecke in Bayern sowie zweier Abschnitte auf dem „Lutherweg 1521", der von der Wartburg bis nach Worms führt und damit Luthers historische Reise zum Reichstag in Worms nachvollzieht.

Eröffnet hatte das Treffen Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Er kündigte eine Beteiligung der Stadt Leipzig am Lutherweg an und betonte: „Das ist uns wichtig zum Wohle der Idee des Glaubens - und um Menschen Orte zu bieten, an denen sie zur Ruhe kommen können." In einem überaus interessanten und humorvoll gehaltenen Vortrag beleuchtete der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Stefan Rhein, das Verhältnis Luthers zu Leipzig. Die berühmte Disputation mit Johann Eck, die 1519 über drei Wochen in Leipzig stattfand, gilt nach Luthers Feststellungen zu den Aussagen zu den Thesen des Jan Hus vor dem Konstanzer Konzil als endgültiger Bruch zwischen Luther und Rom. Auch die Leipziger hat Luther oft und zum Teil mit deftigen Worten kritisiert. „Er hatte hier viele Gegner", sagte Rhein. „Doch Leipzig ist zugleich der Ort, an dem Luther zum ersten Mal weithin bekannt wurde."

Der „Lutherweg 1521", der durch Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz führt war, durch den Stellv. Vorsitzenden Hartmut Ziehn, Pfarrer Hannes Georg, Regionalmanagerin Sigrid Wetterau, Kurdirektor Christian Mayer (alle Bad Hersfeld), Hans-Werner Krug (Grebenau) und Dr. Manfred Gerland (Herleshausen) hochkarätig vertreten. Großes Lob bekamen die Hessen für ihre bisher geleistete Arbeit. Auch die für den 4. Mai in Berka/Werra geplant Eröffnung eines ersten Teilabschnitts des Lutherweg 1521, die Durchführung eines Lutherspiels in mehreren Orten am Weg, die Organisation einer Wanderausstellung und die bereits begonnene Ausbildung von Pilgerbegleitern fanden große Beachtung.

Beim Lutherwegtag in Leipzig diskutierten die Teilnehmer nachmittags in Arbeitsgruppen unter anderem über die Bedeutung des Pilgerns, über Gestaltungsmöglichkeiten für Wegstationen und die Vermarktung des Weges sowie über die Öffentlichkeitsarbeit für den Lutherweg.

Abschließend lud Kurdirektor Christian Mayer die Aktiven aus allen Bundesländern ein, am 18. April 2015 nach Bad Hersfeld zu kommen, wo der 5. Lutherwegetag stattfinden wird.+++




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