Zukünftige Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Landrat Erich Pipa und Landrat a. D. Karl Eyerkaufer mit der tibetischen Flagge, die vor dem Main-Kinzig-Forum gehisst wurde -

11.03.14 - MAIN-KINZIG-KREIS

Zeichen der Solidarität

MKK hisst Flagge für Tibet zur Erinnerung an den Volksaufstand

Die tibetische Flagge steht weltweit für das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes. Die beiden mythischen Schneelöwen stellen die Macht der weltlichen und geistlichen Herrschaft dar, der weiße Berg ist Sinnbild des von Schneebergen umsäumten Tibets. Die aufgehende Sonne bedeutet Freiheit und Wohlergehen. Die zwölf roten und blauen Strahlen symbolisieren die zwölf alten Stämme Tibets und der goldene Rand steht für die Verbreitung der buddhistischen Lehre.

Traditionell solidarisiert sich auch am 55. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands in Lhasa, (10. März), der Main-Kinzig-Kreis mit den Tibetern im Kampf gegen die chinesische Besatzungspolitik. Landrat Erich Pipa, die zukünftige Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Landrat a. D. Karl Eyerkaufer hissten die tibetische Flagge vor dem Main-Kinzig-Forum.

Seit dem siebten Jahrhundert war Tibet für mehrere Jahrhunderte ein einflussreiches Königreich der Region, bis 1268 chinesische Mongolen vollständig das Gebiet des heutigen Tibets eroberten. Der tibetische Aufstand gegen die Fremdherrschaft wurde blutig niedergeschlagen und mehr als 10.000 Tibeter verloren ihr Leben. Seit 1950 wird Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt. Am 10. März 1959 protestierten die Tibeter gegen die chinesische Fremdherrschaft und versuchten, den Dalai Lama vor dem Zugriff der chinesischen Besatzer zu schützen, ihm gelang die Flucht ins indische Exil. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Seither leben die Menschen in Tibet mit Folter, politischer und kultureller Unterdrückung. Durch rücksichtslose Zwangskollektivierung wurde die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden zerstört. Während der Kulturrevolution wurden die meisten Kulturgüter in Tibet zerstört, darunter 6.000 Klöster.

Trotz aller Rückschläge verfolgen die Tibeter konsequent eine Politik der Gewaltlosigkeit. Der Dalai Lama erhielt für seinen gewaltlosen Kampf gegen China für ein freies Tibet 1989 den Friedensnobelpreis. Landrat a.D. Karl Eyerkaufer hatte während seiner Amtszeit bis 2005 ein Bild in seinem Dienstzimmer hängen, das ihn und den Dalai Lama zeigt. „Heute hängt es in meinem Haus und ich fühle mich besonders den Tibetern verbunden, deshalb ist es mir wichtig, Flagge zu zeigen", so Karl Eyerkaufer.

Ob er beziehungsweise Landrat Erich Pipa deshalb auch beim Chinesischen Botschafter in Berlin einbestellt wird? Als Obama vor wenigen Wochen den Dalai Lama im Weißen Haus empfing wurde der amerikanische Botschafter in Peking einbestellt, ebenso erging es dem deutschen Botschafter in Peking Michael Pfeifer, als Bundeskanzlerin Angela Merkel 2010 den Dalai Lama empfing. „Umso wichtiger ist es Haltung zu zeigen und sich nicht einschüchtern zu lassen", erklärt Landrat Erich Pipa. Der Kreis beteiligt sich seit Beginn an der Aktion „Flagge zeigen für Tibet", welche die Tibet-Initiative Deutschland ins Leben gerufen hat. Das Projekt startete 1996 mit 21 Kommunen, auch in diesem Jahr beteiligten sich mehr als 1.200 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise an der Flaggenaktion.+++




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