12.03.14 - REGION

"Herausforderungen nur im Dialog zu bewältigen"

Wir sind Kirche zur Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz

„Herausforderungen, die nur im ehrlichen Dialog nach innen und außen bewältigt werden können". Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche gratuliert dem heute in Münster gewählten neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, und wünscht ihm Gottes Segen und ein gutes kollegiales und kollegiales Wirken. Die gewaltigen Herausforderungen, vor der die römisch-katholische Kirche in Deutschland angesichts der Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise steht, werden nur in kollegialer Gemeinschaft der Bischöfe, im konstruktiven Dialog mit Priestern, mit allen pastoralen Mitarbeitenden und mit dem Kirchenvolk sowie in enger Anbindung an den von Papst Franziskus in Rom angestoßenen Reformkurs bewältigt werden können.

Die von vielen Bischöfen erklärte Glaubenskrise ist wesentlich durch Struktur- und Leitungskrisen bedingt. Jede Krise birgt aber auch die Chance zum Wandel und zur Reform. Die von Franziskus angestrebte Dezentralisierung der Kirchenleitung gibt den Bischofskonferenzen und damit dem VOrsitzenden ein neues Gewischt. Das Kirchenvolk hat immer wieder gezeigt, dass es bereit ist, sich für eine den Menschen zugewandte und zukunftsorientierte Kirche zu engagieren. Aber nur, wenn sie die ermutigenden Impulse von Papst Franziskus jetzt aufnimmt, kann sie auch in Deutschland wieder als eine glaubwürdige Vermittlerin der jesuanischen Botschaft erlebt werden.

Dies wird aber nur gelingen, wenn die Bischöfe und Weihbischöfe ihrem neuen Vorsitzenden ihre verlässliche und tatkräftige Unterstützung gewähren. Erzbischof Zollitsch war dies zu oft versagt worden, vor allem bei dem „Dialogprozess", den er im Herbst 2010 angestoßen, der aber bis heute noch keine greifbaren Ergebnisse gebracht hat, in manchen Diözesen nicht einmal aufgegriffen wurde.Die heutige Wahl erfolgte drei Tage nach Ende der rückwärtsgewandten Ära Meisner und in einem unguten Schwebezustand angesichts der zahlreichen Bischofs-Vakanzen in mehreren Bistümern und der nach wie vor ungeklärten Zukunft des Limburger Bistums.

Die Verzögerungen im Vatikan und die zahlreichen Äußerungen gewisser römischer Amtsträger zu diesen für die deutsche Kirche so wichtigen Entscheidungen lassen auf weiterhin starke Seilschaften innerhalb des Vatikans schließen. Der neue Vorsitzende muss sich mit diesem untragbaren Zustand auseinandersetzen.Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche wird dem heute gewählten neuen Vorsitzenden in einem persönlichen Schreiben gratulieren und ihm Gottes Segen und die Begleitung der Heiligen Geistkraft für sein Wirken in Gemeinschaft mit den Bischöfen und dem Kirchenvolk wünschen.+++




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