Fotos: Miriam Rommel

10.08.14 - EICHENZELL

Schloss Fasanerie ganz historisch

Kampf, Kanonen und Indianer: Zeitreise ins 18.Jahrhundert - an zwei Tagen

Kanonenschüsse fallen, Rauchschwaden wabern über das Gefechtsfeld. Preußische und fremdländische Soldaten liefern sich einen erbitterten Kampf. An diesem Wochenende ist es wieder soweit - auf Schloss Fasanerie bei Fulda wird zwei Tage lang die Zeit um 300 Jahre zurück gedreht. Über 400 Darsteller aus Deutschland, Europa und Übersee geben sich größte Mühe, die Epoche des Rokoko aufleben zu lassen. Farbenfrohe Gewänder, Uniformen und feine Roben geben den Laiendarstellern eine historische Gestalt. Als Bettler, Handwerker, Soldaten oder Händler aus der Zeit des 18. Jahrhunderts lassen sich während ihres Tuns und bei Vorführungen im Hof- und Obstgarten, im Schlosspark und in den Innenhöfen bewundern.

Die Veranstalter des bunten Spektakels, die Kulturstiftung des Hauses Hessen und der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte stellt hohe Anforderungen an die Laiendarsteller. Die Kleidung der Charaktere muss stilecht sein und dem Standard des 18. Jahrhunderts entsprechen. Nur von Hand gefertigte Nähte sind erlaubt, Druckknöpfe, Klett- oder Reißverschlüsse werden von der Stiftung nicht akzeptiert. Aber auch wenn die Anforderungen an die Darsteller hoch sind, kommen diese jedes Jahr gerne wieder zu Europas größten Reenactment- Veranstaltung für die Epoche des Rokoko. Natürlich darf an diesem Wochenende nicht die Möglichkeit fehlen, Waren aus dieser Zeit käuflich zu erwerben. Auch hier gelten die gleichen Vorgaben wie bei der Bekleidung der Darsteller.

Nur Dinge die zur damaligen Zeit wirklich existierten, dürfen präsentiert und verkauft werden. Ein umfangreiches Programm bietet viel Interessantes für alle Besucher. Vorträge zu historischen Themen, Vorstellungen über die Mode im 18. Jahrhundert, Informationen über die Geschichte des Fechtens und des Duells, oder Szenen zur „Kunst“ der damaligen Chirurgen im Feldlazarett gehören dazu. Einer der Höhepunkte dürfte auch am morgigen Sonntag, 16:30 Uhr das „Manöver und theaterartige Gefechtsdarstellung“ sein. (Miriam Rommel) +++




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