Osthessen Sport
Schon seit zehn Jahren bei den Wasserfreunden: Maximilian (links) und Alexander Hartung Fotos: Tobias Herrling

16.03.2017 - WASSERBALL

Hart, härter, die Hartungs

Alexander und Maximilian Hartung haben sich bei den Wasserfreunden etabliert

Sie sind jung, ehrgeizig und haben schon einiges erreicht: Die Brüder Alexander und Maximilian Hartung sind bereits seit zehn Jahren bei den Wasserfreunden Fulda - und haben sich zuletzt zu verlässlichen Stützen entwickelt.

Alexander (18) und Maximilian (21) Hartung sind erfolgsorientierte, junge Brüder, die beide bei den Wasserfreunden Fulda aktiv sind. Sie spielen schon seit zehn Jahren in diesem Verein und haben alle Jugendmannschaften durchlaufen, bis sie es in die erste Mannschaft, die in der 2. Bundesliga spielt, geschafft haben. "Ich bin über das Schwimmen zum Wasserball gekommen", erklärt der ältere Bruder Maximilian. Ein Jahr später zog dann auch sein kleiner Bruder Alexander nach.

In der Jugend durften beide schon große Erfolge feiern. Dort wurden sie zwei Mal Süddeutscher Meister. "Ein besonderes Highlight war vor allem der Aufstieg vor zwei Jahren mit der ersten Mannschaft in die erste Bundesliga", sagt Maximilian, der die Nummer 18 auf der Badekappe trägt und im Rückraum spielt. Neben den sportlichen Erfolgen durften die Brüder schon sehr viel von Europa sehen. Unter anderem in Spanien, Ungarn oder Frankreich konnten sich beide bei Jugend-Turnieren beweisen oder haben in der Vorbereitung im Trainingslager geschwitzt.

Maximilian ist der ältere der ...

Alexander spielt auf der Center-Position ...

Die beiden Brüder leben für ...

Im Privatleben absolviert Alexander momentan eine Ausbildung als Garten- und Landschftsbauer im dritten Lehrjahr und strebt daraufhin noch die Fachhochschulreife in Richtung Wirtschaft und Verwaltung an. Maximilian studiert in Frankfurt Architektur im fünften Semester und hofft, sich damit irgendwann selbstständig machen zu können.

Alexander, der auf der Center-Position spielt, hat mit 15 Jahren in der Jugendnationalmannschaft gespielt. Bei dieser Position ist der Spieler in vorderster Front und will dem Gegner natürlich so viele Tore wie möglich einschenken. Sein Motto lautet: "Mit Kraft zum Erfolg", wie er es amüsant beschrieb. "Ich habe schon immer in der älteren Jahrgangsstufe ausgeholfen, da ich den anderen in meinem Alter körperlich überlegen war", sagte er zu seiner Situation in der Jugend.

Wasserfreunde vor Doppelspieltag

Die aus dem Dipperzer Ortsteil Armenhof stammenden Brüder durften schon jeweils mit 16 Jahren Herrenliga-Luft schnuppern, was aber nicht immer angenehm ist. "Bei fast jedem Spiel gibt es eine Aktion, die schmerzhaft ist", schildert Maximilian die Härte bei diesem Sport und fügt an: "Über die Jahre lernt man damit umzugehen und ruhig zu bleiben. Es bringt nichts sich darüber aufzuregen".

Privat pflegen sie ein gutes und angenehmes Verhältnis. Im Wettkampf kann es aber schon mal zu Auseinandersetzungen kommen. Der ältere Bruder Maximilian beschreibt das so: "Es gibt schon Duelle zwischen uns beiden. Man misst sich miteinander, wer gerade besser ist und mehr Tore erzielt hat". Das sporne sie dazu an, das Optimun aus ihrer Leistung herauszuholen. Wenn beide im Wettkampfspiel zusammen im Becken sind, dann nehmen sie den jeweils anderen nicht wirklich wahr. "Man spielt für das Team und hat die Augen nicht bei dem Bruder", erklärte Alexander und Maximilian ergänzte noch: "Man ist dann vollkommen im Wettkampfmodus". Kann der eine den anderen jedoch vom Beckenrand beobachten, dann werden sofort wieder Verbesserungsvorschläge für den jeweils anderen gemacht. Immer besser werden lautet die Devise.

Maximilian Hartung studiert in Frankfurt ...

Sein jüngerer Bruder Alexander absolviert ...

Maximilian (links) und Alexander Hartung ...

Zu den beiden Trainern, Tarek Bary und Volker Schunke, haben die beiden ein gutes Verhältnis. Tarek sei der Taktiker und Volker habe einfach die Erfahrung. Er kenne die Mannschaften in der Liga und sei auch schon seit über 30 Jahren in dem Sport dabei. "Man kann mit den beiden auch schon mal flaxen und ein, zwei Bier trinken", scherzte Maximilian. Als Zielsetzung für die laufende Saison gaben beide mindestens den vierten Tabellenplatz vor. Die nächsten Schritte dazu können die Hartungs und ihre Wasserfreunde an diesem Wochenende machen. Dann steht ein Doppelspieltag gegen Nürnberg (Samstag, 19 Uhr) und München (Sonntag, 11 Uhr) im Sportbad Ziehers auf dem Plan.

Zum Abschluss des Interviews erzählte Maximilian noch einen Anekdote aus dem Trainingslager in Barcelona im letzten Jahr: "Wir kamen vom Training und jeder wollte schnell ins Zimmer, weil es danach Essen gab. Alle haben sich in den Aufzug gequetscht und kurz nachdem wir losgefahren sind, sind wir fast mit der ganzen Mannschaft stecken geblieben. Ich war im Aufzug und Alexander wollte irgendwie die Türen öffnen. Nach einer halben Stunde haben wir das auch zum Glück geschafft und wir konnten uns befreien, bevor der Notdienst kam. Das wäre mit Sicherheit teuer geworden". (Florian Vay) +++

                    

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