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Tatort Bushaltestelle "Feuerwache" - Fotograf: Martin Angelstein

Eine der sichergestellten Patronen ...

02.04.07 - Fulda

Schießerei Feuerwache - Ehefrau (45) operiert, Kurt K. (50) festgenommen

Genau sechseinhalb Stunden nach den dramatischen Schüssen im Fuldaer Stadtteil Neuenberg an einer Bushaltestelle und in den Räumen der Hauptstützpunkt-Feuerwache ist es Spezialeinsatzkräften der Polizei gemeinsam mit der Fuldaer Schutz- und Kriminalpolizei gelungen, den 50-jährigen Schützen Kurt K. in Petersberg bei Fulda festzunehmen. Vorausgegangen war eine intensive Fahndung nach dem Mann, der zu Fuß und mit einer geladenen Waffe unterwegs war. Er ließ sich heute Morgen um 01:58 Uhr in der Nähe seiner Wohnung widerstandslos festnehmen. Auch die mitgeführte Pistole - aus der mindestens vier Schüsse abgefeuert worden waren - wurde sichergestellt. Die 45-jährige Ehefrau, die durch einen Schuß in die Brust schwerverletzt worden war, ist nach einer Notoperation im Klinikum Fulda inzwischen außer Lebensgefahr.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda heute Vormittag bestätigte, wurde gegen den Mann mittlerweile ein Haftantrag wegen versuchten Mordes erlassen. Der Tatverdächtige will sich morgen in Anwesenheit seines Anwaltes zu den Vorwürfen äußern.

Im Fuldaer Stadtteil Neuenberg war es am gestrigen Sonntagabend gegen 19.35 Uhr zu einer Schießerei gekommen, bei der die 45-jährige Ehefrau von ihrem 50-jährigem Ehemann mit einem Schuß schwer verletzt wurde. Sie war - so die Information der Polizei - nach einer Notoperation im Klinikum außer Lebensgefahr (Stand 23.50 Uhr). Der Täter befand sich zu dieser Zeit weiterhin mit einem grünen Audi mit Fuldaer Kennzeichen auf der Flucht. Über dem Stadtteil, aber auch im Bereich Aueweiher sowie im Bereich Petersberg kreiste am Abend mehr als eine Stunde ein Polizeihubschrauber und leuchtete die Umgebung mit einem Suchscheinwerfer nach dem mutmaßlichen Täter ab. Zwischendurch war er auch nur zu hören, weil die Positionslichter abgeschaltet wurden.

Bis 23.00 Uhr dauerte die Spurensicherung der Kriminalpolizei. Nach ersten Ermittlungen scheint es sich um eine "Beziehungstat" (Polizei) zwischen den Ehepartnern zu handeln. An der Bushaltestelle "Feuerwache" schoss der Mann anscheinend zwei Mal auf die Frau, denn dort wurden im Umkreis von wenigen Metern zwei Patronenhülsen - vermutlich 9 mm Kaliber - sichergestellt. Zeugen sahen nach den Schüssen zwei Personen in Richtung der nahegelegenen Stützpunktfeuerwache laufen. Am oberen Beginn der Feuerwehrzufahrt wurde eine dritte Patrone sichergestellt.

Die schwerverletzte Frau flüchtete in ihrer Todesangst ins Gebäude der Feuerwehr - und der Täter vermutlich mit gezogener Waffe hinterher. Im Innenbereich der Wache (Umkleidebereich) fielen zwei, mindestens aber ein weiterer Schuss, der die Tür zur Leitfunkstelle Hessen-Ost traf. Ein Feuerwehrmann soll geistesgegenwärtig die schwerverletzte Frau in den Funkraum gezogen haben. Daraufhin flüchtete der Täter in einem Fahrzeug. Seit dieser Zeit lief die Fahndung nach dem Mann. Dabei wurde die Fuldaer Polizei auch durch Schutzpolizei aus dem Raum Lauterbach, Bad Hersfeld sowie einem speziellen Einsatzkommando unterstützt. +++


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Absperrung an der Bushaltestelle


Hier auf der Feuerwache fielen weitere Schüsse

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