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Hatten viel Glück: Axel Plappert (links) und Hartwig Fiedler

Großes Medienaufgebot heute bei der Feuerwache

02.04.07 - Fulda

Hartwig Fiedler (42) und Axel Plappert (32) sind zwei gestandene Feuerwehrleute, genauer gesagt hauptamtliche Oberbrandmeister im Dienste der Stadt Fulda. Doch was sie am Sonntagabend im Zusammenhang mit einem Familiendrama und anschließender Schießerei erlebten, das war dann am Ende doch ein bißchen viel. Ihnen flogen buchstäblich zwei Kugeln im Aufenthaltsraum der Fuldaer Feuerwache um die Ohren, als sie sich um die schwerverletzte Birgit K. mit Steckschuss in der Brust kümmerten (siehe EXTRA-Bericht von "Osthessen-News"). Erst später wurde ihnen bewusst, in welcher Lebensgefahr sie sich befanden. "Man kriegt dann ganz schön weiche Knie" meinte Axel Plappert und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Grundsätzlich aber sind die beiden Feuerwehrleute froh, auch mit Unterstützung anderer Kameraden die schwerverletzte Frau "aus der Schusslinie" gebracht zu haben. Daraufhin lief der 50-jährige Ehemann weg und floh mit einem Fahrzeug. Erst sechs Stunden später nahm ihn ein SEK-Kommando in Petersberg bei Fulda nahe dem Sommerlad-Zentrum fest.

Die Vorgänge in den Räumlichkeiten der Fuldaer Feuerwache standen heute auch im Mittelpunkt des Medieninteresses. Mehrere Radio- und Fernsehteams, Agenturen und Zeitungen hatten sich angemeldet, um von den beiden Feuerwehrleuten haargenau die Details und den Ablauf der Bluttat geschildert zu bekommen. Klar ist, dass die Oberbrandmeister und andere Kameraden urplötzlich gegen 19.35 Uhr durch die Schüsse aufschreckten und wenig später blutüberströmt die 45-jährige Birgit K., Mutter zweier Kinder im Alter von 15 und 19 Jahren, in die Wache stürzte. Direkt dahinter der völlig durchgedrehte Ehemann mit einer Waffe in der Hand. Drei Schüsse hatte er im Freien bereits abgegeben, zwei weitere Schüsse feuerte er in der Wache ab.

Die Frau suchte sicher in der Wache Schutz, weil sie dort am ehesten Hilfe erwartetete: sie wohnt im gegenüberliegenden sogenannten "Feuerwehr-Hochhaus". Dort befand sich auch die gemeinsame Wohnung des Eheleute, bis sich das Paar vor einigen Wochen trennte und der Mann offenbar ausgezogen war.

Unglaublich, dass keine Kugel ihr Ziel traf: eine streifte das Staufach Nr. 78 und schlug dann in die Tür zur Leitstelle Hessen-Ost ein. Die zweite ging eine Treppenstufe und wurde dort erst nach intensiver Absuche von der Spurensicherung entdeckt. "Wir sind froh, dass alle Kameraden gesund geblieben sind, auf so eine Situation kann man sich nicht vorbereiten" sagte Hartwig Fiedler. Er - genauso wie Axel Plappert - beendeten sogar "ganz ordnungsgemäß" noch ihre 24-Stunden-Schicht und gingen heute Morgen um 07.00 Uhr nach Hause. So schnell wird niemand diesen 01. April 2007 vergessen. +++


Um 13 Uhr durften die Teams in die Wache ...

...und dann hieß es erst noch einmal warten


Der Einschuss in die Treppenstufe

..und dieser Streifschuß an Fach 78 ...


...landete in der Tür zur Leitstelle Hessen-Ost

...entsprechend groß das Interesse des Kameramannes






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