19.07.08 - Alheim

SPD-MdB ROTH in Biogasanlage - "Heimische Energieversorgung sichern"

Die Auswirkungen des jüngst vom Bundestag beschlossenen neuen Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) auf die Situation vor Ort standen im Mittelpunkt eines Informationsbesuchs des heimischen Bundestagsabgeordneten in der Biogasanlage Alheim. Im Rahmen seiner Sommertour war sich Michael Roth mit dem Mitgesellschafter der Anlage, Jörg Becker, und dem Alheimer Bürgermeister Georg Lüdte einig, dass der Ausbau erneuerbarer Energien einen wichtigen Beitrag sowohl für eine ökologisch nachhaltige Energiegewinnung als auch für die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe leistet. (Auf dem Foto von links nach rechts: Jörg Becker, Michael Roth, Georg Lüdtke).

Die Alheimer Biogasanlage wird genossenschaftlich von neun Landwirten gemeinsam betrieben. Dabei werden pro Tag über 20 Tonnen Biomasse, wie Gülle, Mais, Mist und Gras verarbeitet. Die gewonnene Energie und Wärme kommt dabei sowohl privaten Haushalten als auch Betrieben im angrenzenden Gewerbegebiet zugute. Der Wirkungsgrad liegt mittlerweile bei 40% und soll bei einer stärkeren Nutzung der Abwärme auf über 80% ansteigen, erläuterte Becker. „In der Kraftwärmekopplung hat das Gewerbegebiet in Alheim-Heinebach einen klaren Standortvorteil, schließlich bietet die Gemeinde Betrieben nicht nur günstige Flächen, sondern auch günstige Energie“, so Michael Roth.

Bürgermeister Georg Lüdtke fügte an, dass bereits jetzt 74% des Stromverbrauchs in Alheim aus erneuerbarer Energie produziert werde. Damit sei man dem ehrgeizigen Ziel, die Versorgung von mindestens 80% der Haushalte bis zum Jahr 2015 abzudecken, schon sehr nah gekommen.

Besondere Bedeutung kommt der Förderung erneuerbarer Energien im Hinblick auf die ökologische Sicherung der Energieversorgung zu. „Die deutschen Klimaschutzziele wären ohne die Energieproduktion aus Biomasse nicht zu erreichen“, betonte Roth. Gleichzeitig bedauerte er, dass in diesem Bereich gerade Hessen im Bundesvergleich immer noch hinterhinke: „Gerade in unserer Region sehe ich da noch viel Potenzial.“

Allerdings müsse auch für den nachhaltigen Anbau der Rohstoffe Sorge getragen werden. Um eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und Monokulturen zu vermeiden, sei die Nutzung vieler verschiedener landwirtschaftlicher Erzeugnisse wichtig, so Roth. Hier leiste die kürzlich vom Bundestag beschlossene Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen wertvollen Beitrag, indem sie Standards zur nachhaltigen Gewinnung der Rohstoffe setzt. „Auch die gestiegene Vergütung für aus Biomasse gewonnenen Strom und der Bonus für besonders umweltschonende moderne Biogasanlagen sind das richtige Signal für unsere Energieproduktion“, lobte Jörg Becker das neue Gesetz.

In Alheim beliefern insgesamt 20 Landwirte die Anlagenbetreiber, die dann ihrerseits die Reststoffe aus dem Verarbeitungsprozess als hochwertigen Dünger wieder an die Landwirtschaft abgeben. „Auf diese Weise entsteht eine effektive regionale Wertschöpfungskette“, erläuterte Georg Lüdtke. Angesichts weltweit steigender Energiepreise biete der Ausbau erneuerbarer Energien darüber hinaus eine kostengünstige und berechenbare Alternative sowohl für private als auch für gewerbliche Verbraucher, erläuterte Michael Roth. „Alheim ist Spitze bei den erneuerbaren Energien und Vorbild für andere Kommunen in der Region “, so der SPD-Politiker abschließend. +++

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