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"Harley fahren ist eine Weltanschauung" sagte der Director ... - Fotos: Hendrik Urbin

....des Chapter Fulda Rhön Germany über die Leidenschaft für satt brummende Motoren und "gemütliches tuckern"

26.04.09 - FULDA

"Eine Weltanschauung": 420 Harley-Anhänger lernten, feierten und "tuckerten"

Die erste HEAT in Fulda hat Motorradfahrer aus aller Welt im Jahr 2008 so begeistert, dass sie in diesem Jahr wieder zur HEAT in die Barockstadt kamen. Nun herrschen seit drei Tagen zwar warme, fast schon frühsommerliche, Temperaturen - aber HEAT steht nicht für Hitze, sondern ist die Abkürzung für H.O.G. Enthusiast Adventure Training. Und bedeutet: die Harley Davidson Owner Groups (H.O.G), also die Clubs der Besitzer der kultigen US-Motorräder, treffen sich zu Training und Theorie, zu Ausfahrten und Aussprache – und enthusiastisch sind sie dabei allemal. 420 Motorradfans aus aller Welt kamen zu dem Jahrestreffen. „Auf dem Rad gerollt“, also mit ihrer Harley nach Fulda gefahren, waren davon gut 100. „Das ist ein ganz großes Familientreffen, man kennt sich, erzählt sich von Touren und Erlebnissen. Die Leidenschaft für das gemütliche Fahren auf zwei Rädern verbindet eben“, sagt Markus Kremer über diese Großveranstaltung, die wieder im Kongress- und Kulturzentrum Esperanto stattfand.

Wie bitte - gemütlich? „Ja, Harley fahren ist wie wandern,“ lacht Kremer, der Director des „Chapter Fulda-Rhön Germany“ (CFRG) ist. Wo sich Harley Davidson Fahrer träfen, werde selten von Geschwindigkeiten gesprochen, sondern eher von den Erlebnissen und Erfahrungen bei den Touren, würden Tipps ausgetauscht und Pannen beschmunzelt. Denn auch, wenn einige Modelle über 300 Kilogramm wiegen und Höchstgeschwindigkeiten über 200 Stundenkilometern fahren – Interesse zeigen die Motorradfreunde oft mehr am Tachostand als an der Tempoangabe. „In diesen Tagen etwa waren viele von uns in der Rhön unterwegs, sind mit 60 bis 70 km/h getuckert,“ meint Kremer.

Und das internationale Festival selbst widerlegte auch mögliche Vorurteile: sahen viele Teilnehmer in ihrer Lederkluft und mit originellen Kopfbedeckungen auch wie echte Rocker oder Freaks aus - der Event war bis ins Kleinste organisiert und effizient. Es gab nicht nur Theorie und Trainings in 8 Themenbereichen, die „General sessions“ für alle wurden simultan in 5 Sprachen übersetzt. Zu den „Breakout lessons“ trafen sich dann die Tagungsteilnehmer einer Sprache gezielt. Die Ausbildungsinhalte reichten von administrativen Aufgaben für die Chapter der H.O.G. bis zu Sicherheitsfragen, Technik oder der richtigen Behandlung Verletzter. Und der Motorradhersteller schickte sein „Event-Team“, das per Lkw 25 Harley-Modelle von der letzten Großveranstaltung aus Polen brachte. Mit den kostenlos gestellten Maschinen konnten Probefahrten und Ausflüge unternommen werden.

Die blitzenden Zweiräder mit Kultstatus und die internationale Atmosphäre rund um das Kongresszentrum zogen auch viele „Zaungäste“ an. Allein die Chapter-Angaben auf den Rücken der Bikerjacken zogen mehr als einen Blick auf sich. Aus allen europäischen Ländern waren Motorradliebhaber vertreten. Den weitesten Weg hatten ein Teilnehmer aus Capetown / Südafrika und von den Lofoten. Aber auch aus dem nahen Osten, verschiedenen Ländern der Arabischen Emirate und aus Katar, hatten HD-Fans den weiten Weg auf sich genommen. Fast überschwenglich waren die Urteile über das Treffen und das Ambiente in Fulda: „Gigantisch“ oder „einfach irre“ und „It’s so wonderful“ war zu hören. Auch die große Abschlussparty, bei der die Motorradliebhaber zu den Klängen der „Mambo KingX“ so richtig swingen und rocken konnten, dürfte wieder „emotionsgeladen und enthustiastisch“ verlaufen sein – wie’s halt bei den H.O.G.s so üblich ist. Und so ist anzunehmen, dass die Harley Davidson Fahrer und Fahrerinnen mit ihren Low Ridern, Road Kings, FatBoys und Electra Glides nicht zum letzten Mal in Fulda weilten. (gw)

Die H.O.G. und das Chapter Fulda Rhön

In der Harley Owners Group sind die Besitzer und Liebhaber der „Legende auf 2 Rädern“ zusammengeschlossen. Man muss keines der Kult-Zweiräder besitzen, um da mitzumachen. 1983 wurde diese Vereinigung von der Harley Davidson Incorporated gegründet, um den Fahrern noch mehr Service zu bieten und ein Vertrauensverhältnis zwischen Produzent, Händlern und Kunden aufzubauen. Und natürlich bedeutet die Mitgliedschaft auch die Zugehörigkeit zu einem besonderen weltweit organisierten Netz von Gleichgesinnten. 1,2 Millionen Mitglieder haben die H.O.G. international und 105.000 in Europa. In Deutschland gehören der Vereinigung 19.000 Menschen an.

Auf lokaler Ebene sind die H.O.G. als „Chapter“ organisiert. Zu dem, erst im Jahr 2000 gegründeten, Chapter Fulda Rhön Germany gehören 287 Mitglieder – und die leben zwar hauptsächlich im Raum Fulda, kommen aber auch aus Bremen, Würzburg und dem Main-Kinzig-Kreis. Was alle Chapter eint, gilt auch hier: einerseits macht die Leidenschaft fürs Motorradfahren alle zu gleichberechtigten Members. Und andererseits gibt es zwar 2 Directors, 1 Secretary und einen Member Officer – aber von einer „Vereinsmeierei“ sind die Chapter weit entfernt. Dem Motorrad-Hobby frönen, gemeinsam Ausfahrten oder Touren unternehmen, sich Tipps geben und Geselligkeit pflegen stehen im Mittelpunkt. Ganz nach dem Motto: Ride and have fun. (gw). +++

































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