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Eifrige Betriebsamkeit in der Restaurantküche der Eduard-Stieler-Schule in Fulda.

23.03.11 - REGION

Stundenlang wurde geschnippelt, hier abgeschmeckt, dort püriert und an anderer Stelle garniert - fleißig waren die jungen Köche beim länderübergreifenden Wettbewerb der Auszubildenden im Gastgewerbe am Wetteifern. In der Eduard-Stieler-Schule in Fulda standen am Dienstag jeweils drei Lehrlinge aus der Thüringischen, Hessischen und Bayerischen Rhön an den Herden, um aus regionalen Produkten Rhöner Gerichte zu kredenzen. Die Auszubildenden im Servicebereich stellten schließlich ihr Können beim Servieren unter Beweis. Schon zum dritten Mal fand das Projekt der Dachmarke Rhön in diesem Jahr statt. 26 Lehrlinge aus dem Bereich Küche und Service hatten sich für eine Teilnahme am Kochwettbewerb „So schmeckt’s in der Rhön“ beworben, sagte Brigitte Vorndran, Gastronomin aus Bischofsheim, die den Wettbewerb im Auftrag der Dachmarke Rhön organisierte. Da es nur insgesamt 18 Startplätze – jeweils drei im Bereich Küche und Service für Teilnehmer aus Hessen, Bayern und Thüringen gab – musste das Los entscheiden.

Ob "Zweierlei vom Rhönlamm", "Rhöner Hutzelklöße", "Bachforellensüppchen", Traditioneller Rhöner Lammtiegel" oder "Quarkauflauf" - unter dem Motto "So schmeckt´s in der Rhön" gab es einiges zu probieren für die Restaurant- oder Küchenmeister aus der Jury. Ebenso wie die Wettbewerbsteilnehmer, kamen auch die Juroren jeweils aus den drei Teilen der Rhön. In jedem Jahr findet der Wettbewerb abwechselnd in einem der drei Bundesländer statt, zumeist in einer Berufsschule. In der Rhön gebe es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Dachmarke Rhön, den drei Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats Rhön, den fünf Rhönlandkreisen und dem Tourismus. „Wir verfolgen nämlich alle die gleichen Ziele“, sagte die Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, Barbara Vay. Eine ganz wichtige Schnittstelle bei dieser Zusammenarbeit sei die Gastronomie – denn mit ihr komme der Gast meist zuerst in Verbindung. „Beim Essen wollen die Gäste authentische Gerichte haben, die sie woanders in dieser Form nicht bekommen. Wenn uns das gelingt, erhält die Region ein unverwechselbares Bild nach innen und außen.“

Etwa vier Stunden standen den Köchen und Köchinnen aus Bad Salzungen, Schweinfurt, Fulda, Merkers, Bad Brückenau, Lahrbach, Merkers, Fladungen und von der Wasserkuppe zur Verfügung, um ein drei Gänge Menü aus vorwiegend heimischen Rhöner Produkten wie Forelle, Lamm, Kartoffeln und Kraut zu richten. Bewertet wurde dabei auch, wie viele Produkte aus der Rhön verwendet wurden. Die Jurymitglieder Frank Vogel, Petra Saalamann und Armin Bott beobachteten ihren Koch-Nachwuchs dabei wärend des Arbeitens genau: "In die Bewertung fließen auch die Organisation der Arbeit, die Fähigkeit Ruhe zu bewahren und natürlich das handwerkliche Können ein. Dazu kommen zum Beispiel Punkte wie Geschick, Umgang mit Müll oder die Einteilung von Lebensmitteln. Aber unsere Anforderungen sind an die Fähigkeiten der Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr angepasst. Perfekt muss hier keiner sein", erklärte Küchenmeister und Lehrkraftbeauftragter Frank Vogel.

Für die Restaurantfachleute hieß es dagegen, eine Menükarte zu erstellen und Schautafeln zu regionalen Themen herzurichten. Die Auszubildenden hatten sich dabei unter anderem dem Frühlingserwachen, dem Fasching, dem Bier und sogar der Hausschlachtung angenommen. Zudem mussten auch hier aus Rhöner Produkten jeweils drei alkoholische und nichtalkoholische Cocktails gemixt werden. Obstbrände, Apfelschaumwein, Holunderblütensirup oder Eier - die Zutaten für die Cocktails ließen allerlei Platz für Kreativität. Beim Servieren an den Gästetischen für die geladenen Gäste aus den Berufsschulen, der Politik, aus dem Biospärenreservat, den ausbildenden Häusern und weiteren Einrichtungen präsentierten die Auszubildenden schließlich ihr Können im direkten Umgang mit den Gästen. Für die Auszubildenden sei dies eine ideale Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu überprüfen und sich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, so Vogel.

Schließlich wählte die Fachjury das Menü von Yvonne Kollmann vom Hotel & Restaurant „Peterchens Mondfahrt“ auf der Wasserkuppe auf Platz 1. Ihr Menü bestand aus einer Lauchcremesuppe mit Lachsforelle und Rote Beete, Zweierlei vom Rhönlamm: Lammhuft geschmort mit Perlzwiebeln, Lammrücken im Weißbrotmantel mit Karotten-Kartoffelstampf auf Bohnen weiß und grün sowie als Dessert eine Apfel-Quark-Lasagne mit Apfelgrömpel auf Holundersorbet. Platz 2 belegte Matthias Wolff vom „Kurhaus am Burgsee“ in Bad Salzungen, und Platz 3 ging an Andreas Bohl vom „Landhaus Kehl“ in Tann-Lahrbach. Im Bereich Service erhielt Pascal Kehl vom Eiscafè „Polarstern“ in Bad Liebenstein den 1. Platz, gefolgt von Anna Hörhold vom Schlosshotel Mühlbach in Bad Neustadt und Gerome Güldenpfennig vom Maritim am Schlossgarten in Fulda. Mit dem Publikumspreis seitens der geladenen Gäste wurden Florian Gerber vom Mercure-Hotel in Schweinfurt im Bereich Küche und Anna Hörhold vom Schlosshotel Mühlbach in Bad Neustadt im Bereich Service geehrt. (pakü/kal) +++


Neun Köche und Köchinnen aus dem zweiten und dritten Lehrjahr wetteiferten um das beste Menü aus Rhöner Produken. - Fotos: Patricia Kümpel

Die strengen Augen der Jury bewerten die Arbeit der jungen Leute.






Die Siegerin Yvonne Kollmann aus dem Hotel und Restaurant "Peterchens Mondfahrt" auf der Wasserkuppe unter Beobachtung des Jurymitglieds Armin Bott.

Brigitte Vorndran übernahm die Organisation des Wettbewerbs im Auftrag der Dachmarke Rhön.


Die geladenen Gäste...

... wurden von den Auszubildenden Restaurantfachkräften bedient. Schnell muss es gehen, wenn die Menüs von der Küche in den Gastraum gebarcht werden.


Hier wird noch letzte Hand angelegt.

Hier wird noch letzte Hand angelegt.


Landrat Woide und Barbara Vey von der Dachmarke Rhön...

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