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- Fotos (21): Stefan Fleischer

05.10.11 - KÜNZELL

Auf der Rhön-Autobahn A7 zwischen den Anschlussstellen Fulda-Mitte und Fuldaer Dreieck hat sich heute früh gegen 01:15 Uhr ein schwerer Lkw-Unfall ereignet. Dabei starb ein Lkw-Fahrer eingeklemmt in seinem Fahrerhaus. Die Feuerwehr konnte nur noch die Leiche bergen. Nach ersten Informationen wollte ein Kleinlaster von der Beschleunigungsspur eines Parkplatzes auf die Autobahn einlenken, als er plötzlich von einem von hinten kommenden Lastzug gerammt wurde. Der Lastzug schleuderte, durchbrach die Mittelleitplanke und kippte um. Er blieb entgegen der Fahrtrichtung liegen. Die Feuerwehr Fulda war mit einem Großaufgebot an Kräften vor Ort. Die A7 war stundenlang in beide Richtungen vollgesperrt. Der Verkehr staute sich auf mehrere Kilometer Länge. Den entstandenen Schaden bezifferte die Polizei auf über 80.000 Euro.

Dem Polizeibericht zufolge passierte der schwere Verkehrsunfall "mit fatalen Folgen" am Mittwochmorgen gegen 01.15 Uhr. Ein 28-jähriger Kraftfahrer aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis wollte mit seinem mit Arzneimitteln beladenen Daimler Benz Sprinter vom Parkplatz auf die BAB auffahren und befand sich auf dem Beschleunigungsstreifen. Auf dem rechten Fahrstreifen näherte sich ein aus dem Landkreis Bautzen stammender 47-jähriger Fahrer mit seinem Scania LKW mit Anhänger. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr der LKW-Fahrer nach rechts und stieß gegen das Heck des Sprinters. Der Klein-LKW wurde durch den Aufprall nach rechts gegen die Leitplanke gedrückt und total beschädigt (Schaden 20.000 Euro).

Lkw-Zug durchbrach Leitplanke und kippte auf Gegenfahrbahn um

Der mit Stückgut beladene LKW-Zug geriet nach links, durchbrach die Mittelleitplanke, kippte um und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen. Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Am LKW entstand Totalschaden in Höhe von 60.000 Euro. Glücklicherweise wurde der Sprinterfahrer nur leicht verletzt und es fuhren keine weiteren Fahrzeuge in die Unfallstelle.

Zwei Tankzüge mit Kraftstoff konnten noch anhalten

Aus Sicht der Feuerwehr Fulda gab es zwei wichtige Details: zum einen musste die Feuerwehr und der Rettungsdienst wieder einmal erleben, dass Autofahrer offenbar "immer noch nicht kapieren, dass sie eine Rettungsgasse bilden müssen". Wieder einmal war die Anfahrt ein Wechsel zwischen Standstreifen und zwei Lkw-Reihen. Ein weiterer Punkt: bei diesem Unfall gab es auch eine Art "Schutzengel". Als der Lkw die Mittelleitplanke durchbrach und auf der Gegenfahrbahn stürzte, fuhren in nur etwa 50 Meter Entfernung zwei große Tankzüge mit jeweils 30.000 Liter Kraftstoff. "Nicht auszudenken, wenn diese beiden in die Unfallstelle hineingefahren wären und nicht rechtzeitig hätten bremsen können" meinte Fuldas Feuerwehrchef Thomas Hinz gegenüber "osthessen-news" an der Unfallstelle.

Schwierige Bergung bis in den Vormittag

So aber wurde "nur" der Tank des LKW aufgerissen und mehrere hundert Liter Treibstoff ergossen sich über die komplette Fahrbahn. Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Die Richtungsfahrbahn Süd - Würzburg konnte um 4:45 Uhr nach dreieinhalb Stunden freigegeben werden, während die Vollsperrung der Nordfahrbahn Richtung Kassel noch mindestens bis etwa 11:00 Uhr andauern soll. Dann soll zunächst nur eine Fahrspur geräumt sein, um die seit über sieben Stunden wartenden Lkw durchzulassen. Hinter der Unfallstelle bildeten sich teilweise bis zu zehn Kilometer Stau. (ma) +++





















- Fotos (19): Vincenzo Contini


















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