FULDA - 29.04.2019

Vandalismus, Vermüllung, Defekte: Ehemaliger Vorzeigeimmobilie droht Verfall

"Es ist einfach grässlich!" Karl Stark wohnt seit rund 30 Jahren im Fuldaer Osthessen-Center. Früher, so sagt der über 80-Jährige, wäre der auffällige Gebäudekomplex an der Heinrichstraße schön und gepflegt gewesen. Heute scheinen die Hochhäuser eher einer Großstadt-Sozialreportage zu entstammen. Der Begriff "Brennpunktviertel" kommt uns unweigerlich in den Sinn, als wir den Flur des Hauses mit der Nummer 60 betreten. Eigentlich sind wir gekommen, um uns bei den Bewohnern über die Aufzüge zu informieren. Diese sollen, wie uns ein Mieter am Telefon erzählte, nämlich demnächst abgeschaltet werden. „Einer der beiden Fahrstühle aus dem Jahr 1972 funktioniert schon seit einem Jahr nicht mehr.“ Der anderen Kabine, etwa einen Quadratmeter groß, droht nun ebenfalls das Aus. „Es gibt wohl keinen TÜV mehr, die Mängel sind zu groß.“ Abhilfe könnte eine teure Reparatur bringen. Dazu müssten die rund 200 Eigentümer jedoch ihr OK geben. „Bei den Eigentümerversammlungen sind aber regelmäßig höchstens 40 Prozent der Stimmberechtigten anwesend“, erklärt uns eine Frau aufgebracht. So sei man nie beschlussfähig, egal, ob es darum ginge, den Betrieb eines dringend benötigten Fahrstuhls sicherzustellen, oder darüber zu entscheiden, was nun mit dem seit Jahren gesperrten Parkhaus geschehen soll. „Selbst wenn hier mal eine Entscheidung fällt – spätestens eine Woche später legt ein Eigentümer sein Veto ein und alles wird hinfällig. Das macht wütend, aber auch ziemlich hilflos.“

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