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Stephan und Jürgen Mölig mit ihren Partnerinnen (hinten), vorne Ernst Krug mit Ehefrau und Udo Baumann vom Landesamt für Denkmalpflege. - Vogelsbergkreis
29.07.04 - Vogelsberg
Für Denkmalschutz geehrt: Brüder MÖLIG, FEICK und Ehepaar KRUG
"Das große Engagement im Denkmalschutz hat eine verdiente Ehrung erfahren." So kommentiert Heinz Geißel (FWG), Dezernent für das Kreisbauamt, die Überreichung des Hessischen Denkmalschutzpreises an die Brüder Stephan und Jürgen Mölig aus Lauterbach-Frischborn. Hans Feick aus Schlitz-Fraurombach und das Ehepaar Krug aus Homberg-Erbenhausen erhielten darüber hinaus Ehrenurkunden des Wissenschaftsministeriums.
Von vier Vorschlägen aus dem Vogelsbergkreis wurden somit drei Teilnehmer mit Urkunden geehrt. Vor kurzem fand im Schlockerhof/Nassauer Hof in Hattersheim am Main die Preisverleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises durch den Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts und Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen statt.
Zu den Preisträgern des Hessischen Denkmalschutzpreise 2004 aus dem Vogelsbergkreis gehören die Brüder Stephan und Jürgen Mölig. Sie erhielten für die vorbildliche Sanierung des ehemaligen Bahnhofs Frischborn mit Umbau zur "Zentralstation", ein Ausflugslokal am neuen Vulkanradweg, eine Urkunde mit Anerkennung. Hier wurde die historische Bausubstanz des Bahnhofs erhalten, das Nebengebäude ergänzt und unter touristischen Aspekten wieder belebt.
Zudem wurden für ihr vorbildliches denkmalpflegerisches Engagement Hans Feick aus Schlitz-Fraurombach und Ernst Krug aus Homberg-Erbenhausen mit einer Ehrenurkunde für Kultur und Kunst vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
Hans Feick präsentiert in dem wieder instandgesetzten Bauernhaus von 1766 in Ortsmitte von Fraurombach ländliches Kulturgut. Neben Einrichtungsgegenständen des bäuerlichen Alltags bilden zwei barocke Webstühle mit Zubehör die konzeptionelle Grundlage des Museums. Die Besonderheit liegt in der eindrucksvollen Präsentation der Flachsverarbeitung und der Leinweberei des 18. und 19. Jahrhunderts im Schlitzerland.
Das Dorfmuseum in Homberg-Erbenhausen ist in den vergangenen Jahren durch engagierte Initiative der Familie Ernst Krug entstanden. Die Eheleute Krug bieten der Öffentlichkeit in der winkelförmigen Scheune mit Stallteil bäuerliches Gut dar, vermitteln Lebens- und Arbeitskultur der Vergangenheit in traditioneller Hülle und stellen im Besonderen einen reichen Querschnitt landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte kenntnisreich aus (Besichtigung nur nach Anmeldung).
Dieses gute Ergebnis im Vogelsbergkreis mache Denkmaleigentümern Mut. Es verdeutliche, dass bei Wertschätzung des historischen Ortes und unter Berücksichtigung des Überlieferten mit neuen Ideen für zeitgemäße Nutzungen Kulturdenkmale sinnvoll erhalten und zukunftsfähig gemacht werden können, hebt Urte Kelm, Leiterin des Kreisbauamtes, hervor. Hier seien Abstimmungen mit und Tipps von der Denkmalbehörde gefragt. "Der diesjährige Denkmalschutzpreis würdigt herausragende Leistungen Einzelner. Zu danken ist aber auch all denen, die im Besonderen als Privatpersonen, bürgerschaftliche Initiative oder Gruppe, nicht berücksichtigt wurden, aber sich ebenso mit großem persönlichem Einsatz für den Erhalt von Kulturdenkmalen in der Vergangenheit engagiert haben," betont Urte Kelm abschließend. +++