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29.12.04 - Fulda

"Quo vadis Zentralbad?" Schließung im Sommer 2005 - Künftig Turnhalle?

Die Tage des Zentralbads mitten in Fulda (Heinrich-von-Bibra-Platz) sind gezählt: "Definitiv im kommenden Sommer" werde die mittlerweile 36 Jahre alte Institution schließen, sagte auf Anfrage von Osthessen-News heute Bademeisterin Sigrid Achterling. Sie und fünf Kollegen brauchen aber nicht um ihren Arbeitsplatz bangen, denn sie sind bei der "Bäder Betriebs GmbH" , einer hundertprozentigen Tochter der "Gas und Wasser Versorgung GWV" angestellt und können dann in Ziehers-Nord oder dem Rosenbad eingesetzt werden.

"Wer´s gern etwas überschaubarer mag, ist im Klassiker unter Fuldas Bädern zweifellos am richtigen Ort", wirbt der Betreiber im Internet noch für das 25-Meter-Becken mit Sprungturm, Lehrschwimmbecken und Kinderrutsche. Alles sei da, was man für das "ganz persönliche Badevergnügen" brauche - nur eben "einfach einen Tick unspektakulärer und familiärer als andere". Genau darin liege der besonder Charme des Zentralbads, auf den nicht nur die zahlreichen Stammgäste schwörten.

Von einem Besucherrückgang könne keine Rede sein, sagt die Schwimmeisterin: "Im Gegenteil". Im zu Ende gehenden Jahr seien "eher mehr" Gäste ins Zentralbad gekommen. Immerhin 78.000 Badegäste kamen im letzten Jahr, die Vereine und Schulsportler inbegriffen. Besonders beliebt bei den "nicht ganz so Sportlichen" seien nach wie vor die Warmbadetage.

Nicht weit entfernt vom wirklich zentral gelegenen "Winterbad" - wie es bei der Einweihung 1968 auch liebevoll genannt wurde, wächst zur Zeit mit dem "Hotel- Kongress und Kulturzentrum Esperanto" die künftige Alternative zum Schwimmen bei jedem Wetter. Das funkelnagelneue Hallenbad neben der Multifunktionshalle im Großprojekt soll mit einem attraktiven Wellnessbereich aufgepeppt werden und wird ganz sicher nicht "unspektakulär".

Was aber wird aus dem altehrwürdigen und dringend sanierungsbedürftigen Zentralbad? Hieß es schon vor Jahren, der Bau könne nur komplett abgerissen werden, weil eine Modernisierung viel zu teuer käme, ist jetzt von "diversen ernsthaften Interessenten" die Rede. Das bestätigte heute Stadtbaurätin Cornelia Zuschke auf unsere Nachfrage. Auch die Marienschule hat für das Bad ein mögliches Interesse angemeldet. In gut erreichbarer Nachbarschaft zur Schule in der Lindenstraße könnte der Bau den Marienschülerinnen und -schülern als Sporthalle dienen. "Das liege durchaus im Bereich des Möglichen", sagt Cornelia Zuschke, "wenn das wirtschaftlich darstellbar ist".

Derzeit werde der bauliche Zustand und eine Nutzung als Turnhalle auf Machbarkeit geprüft. Bis spätestens zum Februar 2005 werde über das weitere Schicksal des Zentralbades entschieden.+++




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