Zum nunmehr vierten Mal ist heute morgen in der Alsfelder Hessenhalle die dreitägige Ausstellung Jagen-Reiten-Fischen-Sportschützen eröffnet worden. Wegen des weit über Hessens Grenzen hinaus reichenden Zuspruchs der letzten Ausstellungen, wollen die Veranstalter auch in diesem Jahr die gestiegenen Ansprüche der Aussteller und Messebesucher erfüllen. Die Ausstellungsfläche erstreckt sich in diesem Jahr über 7.000 qm und konnte somit im Vorjahresvergleich nochmals gesteigert werden. In vier Hallen inklusive dem Pferdezentrum bieten 200 Aussteller ein vielfältiges und abwechslungsreiches Warensortiment rund um die zentralen Themen dieser Messe an.
Die Veranstalter verwiesen auch auf die zahlreichen Zusagen der „ideellen“ und nicht-kommerziellen Ideenträger wie beispielsweise dem Landesjagdverband Hessen, dem Sportschützenbund, dem Verband Hessischer Sportfischer. Unter der Gesamt-Schirmherrschaft des hessischen Landwirtschaftsministers Wilhelm Dietzel würden gerade diese „ideellen“ Träger auch in diesem Jahr wieder mit einem höchst attraktiven und kurzweiligen Rahmenprogramm die Besucher erfreuen. Gesteigertes Publikumsinteresse verspricht man sich von verschiedenen sportlichen und jagdkulturellen „Events“ wie beispielsweise Darbietungen von Jagdhorn- und Alphornbläsern sowie als Highlight für alle Pferde- und Reitfreunde das Messechampionat der Kaltblüter und der Haflingerpferde (Sonntag, 13.02., im Pferdezentrum auf der Messe, Beginn ab 10.30 Uhr).
Das fachmännische Wildzerwirken, das von jägerlicher Meisterhand dem Publikum anschaulich gemacht wird, sei bereits in den letzten Jahren auf riesiges Interesse gestoßen. Die beeindruckende Führung der Falkner mit ihrem herrschaftlichen Getier und das imposante Können dieser Jagdvögel zeigen diverse Vorführungen des Ordens der Falkoniere. Für alle Petrijünger steht ein umfassendes Informationsangebot des Verbandes hessischer Sportfischer bereit. Das breitgefächerte Angebot der kommerziellen Aussteller reicht von Jagd- und Sportwaffen, Zielfernrohren und Ferngläsern, Waffentresoren, Jagdmessern, Bekleidung bis hin zu attraktiven Reiseangeboten. Ebenso finden die Reit- und Angelfreunde ein vielfältiges Angebot für ihren Sportbedarf vor.
Messebeginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 09.30 Uhr bis 18 Uhr. Informationen zur Ausstellung erhalten Interessierte bei der Hessenhalle Alsfeld unter der Rufnummer 06631-78425 oder der E-Mail Adresse [email protected]
Die hessischen Jäger können als erste Grünröcke in der Europäischen Union (EU) die besondere Qualität des heimischen Wildfleischs mit einem Gütesiegel dokumentieren. „Die EU-Kommission hat grundsätzlich grünes Licht für die Einführung einer Qualitätsmarke für Wildfleisch aus Hessen gegeben“, sagte der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dietrich Möller, heute morgen in Alsfeld. Voraussetzung sei, dass die Wildtiere in freier Wildbahn erlegt werden. „Zudem muss das Wildfleisch einen bestimmten ph-Wert aufweisen, der dem Verbraucher eine gute Fleischreifung, zarte Wildbraten und die stressfreie Erlegung der Wildtiere garantiert“, erklärte Möller zur Eröffnung der Messe „Jagen-Reiten-Fischen-Sportschießen“ in der Alsfelder Hessenhalle.
Mit dem Gütesiegel „Geprüfte Qualität für Wild aus Hessen“ wollen es die Grünröcke nach Möllers Worten den Verbrauchern erleichtern, zwischen importiertem Wild aus landwirtschaftlicher Gatterhaltung und heimischem Wild zu unterscheiden, das in der freien Natur aufgewachsen ist und sich seine natürliche Nahrung selbst gesucht hat. „Der Verbraucher ahnt zumeist nicht, dass tiefgefrorener Hirschbraten im Discounthandel oft von Tieren stammt, die in Neuseeland in Gattern eingepfercht und mit industriell hergestelltem Futter gemästet worden sind“, sagte der LJV-Präsident.
Deutschland importiere aus Neuseeland jährlich fast 9000 Tonnen Fleisch solcher „Gatter-Hirsche“. Zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen fielen dagegen nur knapp 4000 Tonnen an „natürlich erzeugtem“ Hirschfleisch an. Australien exportiere „zu Tiefstpreisen fettreiches und fades Fleisch von verwilderten Hausschweinen“, das mitunter in der Gastronomie dem Verbraucher als „echtes Wildschweinfleisch“ aufgetischt werde.
Möller forderte, dass der Handel auf verpacktem Wildfleisch nicht nur den Sitz des zumeist deutschen oder holländischen Verarbeitungsbetriebs, sondern auch das Herkunftsland des Fleischs und eine eventuelle Aufzucht der Tiere in landwirtschaftlicher Gatterhaltung deklarieren müsse. Hessisches Wildfleisch, das mit dem Gütesiegel ausgezeichnet wird, erhält nach Angaben des Jägerpräsidenten einen „Wildpass“. Möller: „Damit werden für den Käufer der Erleger des Wildes, Erlegungsort und -zeitpunkt sowie die sachgerechte Kühlung und Verarbeitung des Tieres lückenlos dokumentiert.“
Die Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“ (Friedberg) hat diese „Erzeugerrichtlinie“ und die neue Qualitätsmarke gemeinsam mit Jagdverband und dem Landesbetrieb Hessen-Forst entwickelt und über die Landesregierung der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt. Nachdem Einzelheiten der praktischem Umsetzung geklärt sind, soll die Qualitätsmarke für Wild aus Hessen im Mai zum Beginn der Bejagung des Rehwilds eingeführt werden. Zwischen Reinhardswald und Spessart haben die rund 22.000 hessischen Jägerinnen und Jäger 2003 zirka 81.500 Rehe, 61.500 Wildschweine und 4.700 Hirsche erbeutet, die rund 3.400 Tonnen Wildfleisch lieferten.
Zur Messe „Jagen-Reiten-Fischen-Schützen“ erwarten die Veranstalter in der Hessenhalle Alsfeld vom 11. bis 13. Februar bis zu 20.000 Outdoor-Freunde. Die Austellung ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. +++ +++