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Otto Rehhagel als "Welttrainer 2004" nimmt die Auszeichnung von Hessens Innenminister Bouffier entgegen...
14.02.05 - Friedewald
Fünf Weltehrungen der IFFHS im "Prinz von Hessen" - auch REHHAGEL da!
Fünf Weltehrungen hat die "International Federation of Football History and Statistics" (IFFHS) am gestrigen Sonntagabend in "Göbels Schlosshotel, Prinz von Hessen" im osthessischen Friedewald (Kreis Hersfeld-Rotenburg) vorgenommen. Strahlend und stolz nahm Otto Rehhagel die Trophäe als bester Nationaltrainer des Jahres 2004 entgegen. „Dieses ist eine Auszeichnung für eine langjährige Entwicklung mit der griechischen Nationalmannschaft, die in der Europameisterschaft gipfelte. Jetzt ist Fußball in Griechenland ein Renner, die Stadien sind voll und die Entwicklung zeigt eindeutig auch bei den Clubmannschaften nach oben, das macht mich stolz,“ freute sich Rehhagel über diese Ehrung königlich.
Ebenso erfreut war José Mourinho, seit gut einem halben Jahr Trainer von Chelsea FC London. Für seine Erfolge mit dem FC Porto (Champions-League Sieger) wurde der Portugiese als bester Club-Coach des Jahres 2004 ausgezeichnet. Chelsea FC London war aber nicht nur mit seinem Trainer bei dieser Gala vertreten, auch der erst 22-jährige Torhüter Petr Cech wurde geehrt. Für seine herausragenden Leistungen in der tschechischen Nationalmannschaft und bei seinem Club wurde Cech zweiter in der Kategorie der besten Torhüter 2004.
Er musste sich hier nur knapp dem Italiener Gianluigi Buffon geschlagen geben, der an der Ehrung aufgrund eines Spiels von Juventus Turin nicht teilnehmen konnte. Mourinho äußerte sich über seinen Torhüter-Schützling Petr Cech sehr positiv. „Petr hat die Fähigkeiten im kommenden Jahr die Goldtrophäe des besten Torhüters zu gewinnen. Das würde mich für ihn sehr freuen und würde auch für Chelsea einen sportlichen Erfolg nach sich ziehen.“
Emotional wurde es auf der Galaveranstaltung im Göbel´s Schlosshotel Prinz von Hessen, als es um die Ehrung der Welt-Schiedsrichter ging. Aufgrund eines Verbotes der FIFA konnten die Top-Schiedsrichter des Jahres 2004 den ersten offiziellen FIFA-Schiedsrichterlehrgang für die WM 2006 nicht verlassen und mussten so der Ehrung fernbleiben. Besonders bitter traf es hier Dr. Markus Merk, der erstmals die Schiedsrichterikone Dr. Collina vom ersten Platz verdrängen konnte.
Für die Weltmeister des Jahres 1954, Horst Eckel und Ottmar Walter, war es eine große Freude, im Namen von Dr. Markus Merk die Trophäe für den Welt-Schiedsrichter des Jahres 2004 entgegennehmen zu dürfen. Nach sechs Jahren der Dominanz durch den Italiener Dr. Pierluigi Collina konnte Dr. Markus Merk erstmals den Spitzenplatz belegen. Der deutsche Top-Schiedsrichter war durch den ersten offiziellen Lehrgang der FIFA für die WM 2006 in Frankfurt verhindert und konnte der Ehrung in „Göbels Schlosshotel“ in Friedewald leider nicht beiwohnen.
Alle Bemühungen der IFFHS waren in den letzten Stunden vor den Welt-Ehrungen gescheitert, um Dr. Markus Merk und den Drittplatzierten Schweden Anders Frisk für wenige Stunden der Ehrung eine Freigabe der FIFA zu erlangen. Durch die aktuellen internationalen Entwicklungen im Schiedsrichterwesen wurden alle Top-Referees von der FIFA angewiesen, bis zum kommenden Mittwoch keine Interviews zu geben und den Tagungsort nicht zu verlassen. Die offizielle Ehrung für Dr. Markus Merk wird in den kommenden Tagen nachgeholt.
Insgesamt war die Gala der IFFHS gestern abend im "Prinz von Hessen" trotz der kurzen Zeit der Vorbereitung ein voller Erfolg. +++