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16.03.05 - Hanau

Sportregion Frankfurt-RheinMain nimmt Formen an - Sportportal zur WM geplant

Vertreter aus Politik und Verwaltung der gesamten Rhein-Main-Region haben im Hanauer Landratsamt unter dem Vorsitz von Landrat Karl Eyerkaufer (Main-Kinzig-Kreis) mit dem Aufbau einer gemeinsamen Sportregion Frankfurt-RheinMain begonnen. Der neu formierte Arbeitskreis Sport der Regionalkonferenz soll an die Ergebnisse des Arbeitskreises Olympia anknüpfen, in dem sich die Region gemeinsam auf die Bewerbung um die Spiele 2012 vorbereitet hatte.

"Kein anderes Thema eignet sich besser als der Sport, Menschen und Institutionen zu verbinden", unterstrich Eyerkaufer die regionalpolitische Bedeutung der Initiative. In der Auftaktsitzung ging es um greifbare Projekte. Allen voran die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Bernd Messinger vom Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt stellte die Pläne der Stadt vor, sich als Spielort und Tor zum Gastgeberland zu präsentieren. Spektakuläre Projektionen auf die Fassaden der Skylinie, die Main-Arena mit einer Großleinwand mitten auf dem Fluss, Feste und Aktionen bilden den Höhepunkt eines Konzeptes, das schon in diesem Herbst einsetzen soll.

"Unser Arbeitskreis wird dazu beitragen, die Rolle der Region bei der WM zu stärken", kündigte Landrat Eyerkaufer an. Unbestritten sei, dass die WM als internationales Ereignis der Superlative weit in das Umland ausstrahle. Umso wichtiger sei eine Plattform, auf der man sich über die einzelnen Aktivitäten austauschen und gemeinsam planen könne.

Das Schiedsrichterzentrum wird in Neu-Isenburg liegen. Das Organisationskomitee arbeite von Frankfurt aus. Und der Flughafen biete die Chance, dass mehrere Teams ihr Quartier aus logistischen Gründen rund um Rhein-Main aufschlagen. Gefordert sei die Sportregion in Sachen Fußball schon in diesem Jahr. Der Confederations-Cup, die Generalprobe für die WM, beginnt im Juni und wird seine Eröffnung und das Finale im neuen Waldstadion erleben. "Auch dabei wollen wir als Region schon gemeinsam in Erscheinung treten", kündigte Landrat Eyerkaufer an.

Während es bei den Fußball-Großereignissen in erster Line darum ginge, Aktionen zu vernetzen, handele es sich beim Aufbau des Sportportals im Internet um ein echtes Gemeinschaftsprojekt der Städte und Gemeinden in der Regionalkonferenz. Bis Jahresende sollen alle Sportangebote der Region zusammen mit einem umfassenden Serviceangebot auf einer Internetplattform vereint werden. Das Konzept steht bereits. In der ersten Sitzung des Arbeitskreises vereinbarten die Mitglieder, in ihren Kreisen und Städten Beschlüsse zur Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft vorzubereiten.

"Das erste regionale Projekt, das nicht nur dem gemeinsamen Marketing dient, sondern für alle Beteiligten sofort einen Mehrwert in Euro und Cent bringt", urteilte der Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Dr. Manfred Fluck. Sportmarketing-Experten hätten dem Projekt ausgezeichnete Vermarktungschancen bescheinigt, so dass der kommunale Anteil an der Finanzierung für die Kreise und Städte in einem Rahmen liege, der sich weit unter dem eines eigenen Internetangebotes bewege. In der Runde herrschte Optimismus, noch im Mai einen Grundsatzbeschluss in der Regionalkonferenz möglich zu machen. +++

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