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Am Männertag werden Hunderte radbegeisterte Gäste aus Thüringen, Hessen und Bayern erwartet - Foto: Carsten Kallenbach
24.03.05 - Tann
Radeln durch die Rhön - Stadt veranstaltet Fahrradfest zum Vatertag am 5. Mai
Das Rhönstädtchen Tann erwartet an "Christi Himmelfahrt", dem so genannten "Vatertag" oder auch "Männertag" Hunderte Radfahrer zu einem großen Fahrradfest. Die Radfahrer werden sich um 10.30 Uhr am Parkplatz an der Landesgrenze Hessen-Thüringen zwischen Motzlar und Günthers treffen, um gemeinsam in die Rhönstadt zu fahren. Dort wird sie Bürgermeister Markus Meysner eine Stunde später auf dem Marktplatz begrüßen. Bei Musik und Radlergerichten aus der Rhöner Küche können die Radfahrer bis in den Abend hinein feiern. Außerdem wird es verschiedene Darbietungen rund um das Radeln sowie spezielle Kinderbeschäftigungen geben. Höhepunkt ist um 15 Uhr die Verlosung der eigens für den neuen Radweg entworfenen Trikots unter den anwesenden Gästen. Die Besichtigung des Naturmuseums und des Museumsdorfes ist am Männertag kostenlos. Auch an den Folgetagen lohnt sich ein Ausflug nach Tann.
Vor 100 Jahren war Tann noch per Bahn zu erreichen – heute ist das auf bequemen und gut ausgebauten Radwegen möglich. „Wir haben in unserer Region die besten Voraussetzungen zum Fahrradfahren. Wenn man sich die Karte ansieht, so sind wir ein regelrechtes Fahrradkreuz“, sagt der Leiter der Touristinformation Tann, Manfred Dehler. Die Realität gibt ihm recht: Aus allen Himmelsrichtungen führen Radwege in die Rhönstadt. Ein großes Plus dabei: der Radfahrer muss sich nur bei wenigen von ihnen anstrengen. Größtenteils halten sich die Steigungen in Grenzen. Die Radwege sind so für die ganze Familie, auch für Kinder, gut geeignet.
Tann in der Rhön ist gut gerüstet, um nicht nur am Männertag Gäste zu empfangen. Das Museumsdorf zeigt 250 Jahre bäuerliches Leben in der Rhön. Im Naturmuseum wird die Geschichte lebendig, und darüber hinaus stehen Stadtführungen und Diavorträge auf dem Programm. Auch das Schloss und seit kurzem wieder das Stadttor stehen für Besucher offen. Ergänzt wird das touristische Angebot durch das Freibad und die Kegelbahn sowie durch eine gut strukturierte Gastronomie mit drei Cafès, einem Stehcafè, einer Eisdiele und zahlreichen Gaststätten mit qualitativ hochwertiger Gastronomie. Auch der „Hochrhöner“, der neue Super-Wanderweg der Rhön, verläuft mitten durch Tann. Jetzt haben die Touristiker der Stadt sogar vor, einen Klima-Terrainweg als speziellen Gesundheitsweg auszuweisen. Auch Strecken für Mountainbiking und Inliner sind rund um Tann vorhanden. Nordic Walking ist ohnehin das ganze Jahr über auf den ausgewiesenen Wegen möglich.
Von Osten, Westen, Norden und Süden ist es heute möglich, Tann mit dem Fahrrad zu erreichen. Von Fulda her gibt es den Milseburgradweg. Entgegen anderer Meinungen hat er nur maximal 3,5 Prozent Steigung, denn er verläuft auf der ehemaligen Bahnstrecke von Fulda nach Tann. Die Attraktion schlechthin ist dabei der Milseburgtunnel. „Diese Strecke ist sogar für Anfänger bestens geeignet“, sagen Manfred Dehler und der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins der Stadt, Bernd Fuß. Von Hünfeld her muss bei Ketten ein kleiner Berg überwunden werden – doch dafür wird der Radfahrer mit herrlichen Ausblicken verwöhnt. Genauso verhält es sich beim Rhön-Rennsteig-Radweg über Kaltennordheim her nach Tann.
Auch der Radweg von Bad Neustadt über die Hochrhön hat einige Schwierigkeitsgrade, belohnt aber den Radfahrer durch den einmaligen Charakter der Landschaft. Ganz einfach hingegen gestaltet sich die Radtour von Bad Hersfeld und Philippsthal über das gesamte Ulstertal nach Tann. Erst vor kurzem wurde hier der Lückenschluss zwischen Motzlar in Thüringen und Tann in Hessen hergestellt. Nach rund 20 Kilometern hat man von Philippsthal die Rhönstadt erreicht. 25 Kilometer sind es von Hünfeld, rund 35 von Fulda. Bischofsheim und Tann trennen auf dem Radweg fast 30, und von Kaltennordheim nach Tann sind es 15 Kilometer. (Karsten Kallenbach) +++