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01.06.05 - Fulda

352.000 Euro vom Land an Vereine für Behinderten- und Rehabilitationssport

Die Hessische Landesregierung fördert den Behinderten- und Rehabilitations-Sport in Hessen mit 352.000 Euro. Staatssekretärin Oda Scheibelhuber übergab gestern abend in der Fuldaer Gellingshalle drei Förderbescheide über jeweils 305.000 Euro, 30.000 Euro und 17.000 Euro an Karl-Hermann Müller, den Präsidenten des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes. „Sport ist für Menschen mit körperlicher Einschränkung eine Chance, ihre Lebensqualität zu fördern und das Fortschreiten ihrer Krankheit aufzuhalten. Deshalb ist es ein besonderes Anliegen der Landesregierung, den Behinderten- und Rehabilitationssport in Hessen zu unterstützen“, so Staatssekretärin Scheibelhuber.

Der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband betreut zurzeit 36.000 Behinderte, gesundheitlich Geschädigte und gesundheitsgefährdete Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen. 380 Behinderten- und Rehabilitationssport-Gemeinschaften sowie eigenständige Abteilungen in Turn- und Sportvereinen gehören ihm an.

Außer dem Freizeit-, Breiten- und Leistungssport für Körperbehinderte, Rollstuhlfahrer und Blinde spielt der Rehabilitationssport eine große Rolle. Neben den Reha-Sportgruppen für Schlaganfall-, Diabetes-, Asthma-, Parkinson- und Rheumapatienten unter anderem bildet die Herzsportgruppe mit 13.101 Teilnehmern die größte Einheit.

Für das Haushaltsjahr 2005 wird der Verband mit 305.000 Euro gefördert. Dieses Geld benötigt der Verband unter anderem für die Aus-, Weiterbildung sowie die Beschäftigung der Übungsleiter, Fahrkosten zum Transport der behinderten Menschen, sportärztliche Untersuchungskosten und Sportveranstaltungen. Für 30.000 Euro sollen Notfallgeräte für Koronarsportgruppen angeschafft werden.

In diesen Gruppen werden herzkranken Menschen unter Anleitung qualifizierter Übungsleiter ihrer Belastungsfähigkeit angepasste Bewegungsformen angeboten. Ein Arzt ist immer dabei, der in seltenen Zwischenfällen Notfallgeräte einsetzt, um zu helfen. „Diese Betreuung und Begleitung durch einen Arzt ist für die Patienten eine unverzichtbare Grundlage, um sich sportlich zu betätigen und ihrer Krankheit so ein wenig zu trotzen“, betonte die Staatssekretärin.

Der Betrag von 17.000 Euro ist zweckgebunden für die Sportveranstaltungen der behinderten Sportlerinnen und Sportler anlässlich des Hessentages 2005 in Weilburg. Über 600 Kinder freuen sich in Weilburg auf ein Kinderfest. Neben dem Frauensportfest, einem Fußballtennisturnier wird es ein Blindentorball- und ein Rollstuhlbasketballturnier geben. „Der Hessentag ist im Kalender des Behindertensports ein ganz besonderes Datum“, sagte die Staatssekretärin Scheibelhuber. Darüber hinaus überreichte die Staatssekretärin heute symbolisch den Kraftfahrzeugbrief für einen Transportbus. Der befördert bereits seit einigen Wochen schwer- und schwerstbehinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Rollstuhl-Sportvereins Lahn-Dill.

Die Staatssekretärin traf sich mit dem Präsidenten des Verbandes in der Heinrich-Gellings-Sporthalle in Fulda. Sie nahm dabei die Einladung an, sich vor Ort von der Arbeit des Verbandes zu überzeugen und verfolgte die ersten Übungen der Sportgruppe der Wirbelsäulen-Gymnastik. „Ich bewundere das Engagement des Verbandes. Es ist eine hervorragende Arbeit, die hier geleistet wird. Der Verband ist mit Leib und Seele für die Menschen da, die hier regelmäßig für ihre Gesundheit, die Gemeinschaft und aus Freude Sport treiben“, betonte Oda Scheibelhuber abschließend. +++

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