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Die Wanderfreunde vor der Rasdorfer Stiftskirche - Foto: Rhönklub

08.06.05 - Mansbach

Erfolgreiche KULT-Tour des Rhönklub e. V. - 200 Wanderer unterwegs

Exakt 16 Kilometer legten 200 Wanderfreunde bei der 2. KULT-Tour des Rhönclubs in Mansbach zurück. Der Weg führte von Mansbach nach Rasdorf. Dabei ging es den Wanderfreunden nicht nur um die Bewegung, sondern auch um die kulturellen Highlights, die es links und rechts des Wegesrandes zu sehen gab. So zum Beispiel der Ort Mansbach selbst. Er gehört zu den ältesten Siedlungen der Rhön und verdankt seine Entstehung wahrscheinlich seiner Lage an der alten Handelsstraße „Antsanvia“, die vom Rhein zur Elbe führte. Die Dorfkirche von Mansbach gilt als die schönste von ganz Hessen. Außerdem erkundeten die Wanderer den 25 Meter hohen Soisberg-Turm, den es seit drei Jahren auf dem Soisberg (630 Meter hoch) gibt. Über 100 Stufen führen hinauf in luftige Höhe, wo Rhön und Knüllgebirge dem Betrachter zu Füßen liegen.

Soisdorf war das nächstes Ziel der Wanderer. Der Ort wurde bereits um 815/816 urkundlich erwähnt. Über Treischfeld ging es zur Wallfahrtsjkapelle auf den Gehilfersberg. Die Kapelle, die den 14 Nothelfern geweiht ist, war der bedeutendste Wallfahrtsort im ehemaligen Hochstift Fulda. Im Jahr 1996 fiel sie einem Brandanschlag zum Opfer, konnte aber aus Spendengeldern der Bevölkerung originalgetreu wieder errichtet werden. Auf einem Stationsweg gelangten die Wanderer vom Gehilfersberg nach Rasdorf, dem Ziel der Wanderung. Auf Hessens größtem Dorfanger war Endstation der 2. Rhönklub-KULT-Tour erreicht. Das Areal des Angers misst 170 mal 70 Meter. Eine kulturelle Kostbarkeit: die altehrwürdige Rasdorfer Stiftskirche. Die dreischiffige Basilika mit romanischen und gotischen Bauelementen sowie einer wertvollen Innenausstattung stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Tierkapitelle an den wuchtigen Säulen sind Zeugnisse aus dem 9. Jahrhundert. Beeindruckend auch: der alte Wehrfriedhof mit seinen vier bis sechs Meter hohen Mauern, der zu Hessens ältesten und besterhaltenen Wehrfriedhöfen gehört.

Organisiert wurde die Wanderung durch Hauptwanderwart Gerhard Schäfer und sein Team aus den Zweigvereinen Eiterfeld, Burghaun, Hünfeld und Nüsttal. Trotz des kühlen Wetters beteiligten sich Wanderer aus 29 Rhönklub-Zweigvereinen. Die stärkste Gruppe stellte Hünfeld und Nüsttal, gefolgt von den Wanderfreunden aus Hausen, fränkische Rhön. Sogar aus Kassel und auch aus Schmalkalden waren Teilnehmer angereist. Die hessische Rhön war mit 20, die bayerische mit 4 und die thüringische mit 5 Vereinen vertreten. Ein Shuttlebus brachte die Wanderer zu ihren in Mansbach geparkten Autos zurück. +++

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