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Mit der Sanierung des Guckaisees zufrieden (v.l.): Bürgermeister helfrich, Kreisbeigeordneter Woide und Naturpark-Geschäftsführer Evers - Fotos: Landkreis Fulda

Persönlicher Badetest des Vize-Landrats Bernd Woide: "Toller Badesee"...
28.06.05 - Poppenhausen/Rhön
Freizeitanlage Guckaisee generalüberholt - touristisches Kleinod
Der in einem Talkessel unterhalb der Wasserkuppe/Rhön gelegene Guckaisee erstrahlt jetzt wieder "in neuem Glanz". Zur Wiedereröffnung der grundlegend umgestalteten und sanierten Freizeitanlage hatten sich am gestrigen Montag bei hochsommerlichen Temperaturen und bestem Badewetter zahlreiche Besucher eingefunden. Erster Kreisbeigeordneter Bernd Woide ließ es sich nicht nehmen, mit einem Sprung ins kühle Nass den besonderen Freizeitwert des höchst gelegenen Badesees in Hessen zu unterstreichen. Ihm folgten Bürgermeister Manfred Helfrich, Poppenhausen, und der Leiter der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, Heinrich Hess.
Die im Eigentum des Landkreises Fulda befindliche Erholungsanlage war in die Jahre gekommen. So mussten die Holzpalisaden am Nordufer bereits im vorletzten Winter aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Auch genügte der See nicht mehr den gestiegenen Anforderungen der Badegäste. Der Kreisausschuss stimmte daraufhin einem Konzept zu, das für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an der Uferbefestigung, im Nichtschwimmerbereich und an den Badestegen eine Gesamtinvestitionssumme von rund 100.000 Euro vorsah. Aus naturschutzfachlichen Gründen konnten die Arbeiten nur im Herbst durchgeführt werden, da hierzu der See abgelassen werden musste.
Anstelle der Holzpalisaden wurde das Ufer mit Basaltfindlingen befestigt, ein Uferrundweg und ein kleiner Kiesstrand angelegt, ein eigener Nichtschwimmerbereich geschaffen und ein direkter Zugang zu den Sanitäranlagen hergestellt. Der Attraktivitätssteigerung dienen weiterhin ein Wasserspielplatz, eine schwimmende Badeinsel sowie ein breiter Steg, der von der Liegewiese auf den See hinaus führt. Planung und Bauleitung für die Umgestaltung der Freizeitanlage Guckaisee lagen in den Händen des Büros Herget und Wienröder, Eichenzell-Büchenberg. Im Rahmen des Förderprogramms zur ländlichen Regionalentwicklung LEADER Plus übernahm die EU 50 Prozent der Kosten.
Bei der Begrüßung der Besucher zeigte sich der Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön, Otto Evers, erfreut, dass die Badegäste bereits vor der offiziellen Wiedereröffnung der Freizeitanlage Besitz vom Guckaisee ergriffen hätten. Nach den Worten des Erster Kreisbeigeordneten Bernd Woide weist der Landkreis Fulda zwar eine ganze Fülle von landschaftlichen Schönheiten auf, sei aber arm an natürlichen Wasserflächen. Mit der Umgestaltung der Freizeitanlage Guckaisee solle ein touristisches Kleinod in der Rhön weiter aufgewertet werden. Dies sei im Einklang mit der Natur geschehen und genüge somit in vorbildlicher Weise den Ansprüchen an ein Biosphärenreservat.
Neben dem Planungsbüro und den ausführenden Firmen dankte der Erste Kreisbeigeordnete insbesondere Otto Evers, den er als Triebfeder des Projekts bezeichnete, sowie Stephan Büttner, der noch in seiner alten Funktion als Leiter des früheren Amtes für den ländlichen Raum für eine zügige Abwicklung des Förderantrags gesorgt habe. Mit Zufriedenheit vermerkte Woide, dass die Sanierung und Umgestaltung der Freizeitanlage Guckaisee 90.000 Euro gekostet habe und damit um 10.000 Euro billiger ausgefallen sei als ursprünglich kalkuliert. „Ganz offensichtlich ist es gelungen, die scheinbare Zwangsläufigkeit von Kostenüberschreitungen bei Baumaßnahmen zu durchbrechen.“
Bürgermeister Helfrich nannte den Guckaisee „ein Pfund, mit dem wir wuchern können“. Hoffentlich werde es noch lange ein Geheimtipp bleiben. Der besondere Dank des Bürgermeisters galt dem Landkreis Fulda, die in finanzpolitisch nicht einfacher Zeit die Projektträgerschaft übernommen habe. Beim Ortsbeirat bedankte sich Helfrich für die Baumfällarbeiten im Uferbereich, die helfen würden, den Laubeintrag zu verringern. Dies tue der Biologie des Badesees ebenso gut wie die Selbstbeschränkung der Landwirte beim Düngen. Im zweiten Bauabschnitt werde es um die Schaffung eines Infoleitsystems und die Gestaltung des Umfelds gehen, blickte der Bürgermeister in die Zukunft. +++