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14.08.05 - Sport-News

Handball-Sparkassen-Cup: Publikumsliebling Lemgo entthronte Göppingen

Party-Stimmung heute Mittag in der Rotenburger MEIROTELS-HALLE beim Finale des 10. Handball-Sparkassen-Cups: Publikumsliebling TBV Lemgo entthronte mit einem 28:30 Endspielsieg Vorjahressieger Frischauf Göppingen, der allerdings ersatzgeschwächt ins Rennen ging und auf seinen Torjäger Jaliesky Garcia (Mittelfingerbruch) verzichten musste. Bei Lemgo überzeugten im Finale Volker Zerbe, André Tempelmeier und Filip Jicha . Florian Kehrmann wurde als bester Torjäger des gesamten Turniers geehrt, war aber wegen einer frisch zugezogenen Platzwunde in der 4. Spielminute für den weiteren Verlauf nicht mehr einsatzfähig.

Der TBV Lemgo stand bereits mehrfach bei diesem Vorbereitungsturnier im Finale und war auch schon wie die Traditionsvereine THW Kiel, SC Magdeburg, SG Flensburg-Handewitt, TUSEM Essen und Frischauf Göppingen, die sich im Vorjahr gegen den TV Großwallstadt durchgesetzt hatten, Turniersieger.

Mit rund 11.000 Zuschauern wurden die Erwartungen der Veranstalter in den vier Spielorten Bad Wildungen, Felsberg, Dutenhofen und Rotenburg a.d.Fulda übertroffen. "Das war sportlich wie organisatorisch der bisher beste Sparkassencup", erklärte Lemgos Manager Fynn Holpert in einer dem Endspiel vorausgegangenen Talk-runde. Das Turnier mitten in Hessen und damit in der Mitte Deutschlands hat sich zu einem der Top-Turniere im Rahmen der Saisonvorbereitung für Erst- und Zweitligisten entwickelt und findet inzwischen auch internationales Echo.

Die erste Hälfte des Finales wurde dominiert von herausragenden Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Sowohl Martin Galia (FA Göppingen) als auch Carsten Lichtlein (TBV Lemgo) brachten ihre Gegenspieler mit Glanzparaden ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Dennoch erwischte der TBV den besseren Start und ging bis zur 14. Minute mit 6:3 in Führung. Überzeugend agierte hier sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Rückraumspieler Volker Zerbe, der in der ersten Hälfte alleine sechs Tore für den TBV erzielte. Frischauf Göppingen kämpfte sich bis zur 23. Minute durch Tore von Michael Kraus (3), Dragos Oprea (2) und Andrius Stelmokas (2) auf 9:9 heran, verlor aber kurz danach erneut den Faden. Der TBV Lemgo konnte durch erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstöße von Filip Jicha auf 10:14 davon ziehen. Florian Kehrmann, der erfolgreichste Torschütze des gesamten Turniers, konnte den TBV in der ersten Hälfte nur zwei Minuten unterstützen, ehe er durch einen Zusammenprall mit seinem Gegenspieler außer Gefecht gesetzt wurde. In der Kabine tapte der Mannschaftsarzt die Platzwunde, trotzdem konnte Kehrmann in der zweiten Hälfte sein Team nicht unterstützen.

Frischauf Göppingen kam wie verwandelt aus der Kabine und holte mit aggressiver Abwehr und temporeich vorgetragenen Angriffen Tor um Tor auf. Nikola Manojlovic und der Litauer Andrius Stelmokas waren in dieser Phase die gefährlichsten Angreifer Göppingens. Der Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit war durch diesen Zwischensport in der 39. Minute egalisiert. In der 43. Minute ging der Titelverteidiger gar mit 19:18 in Führung. Dies sollte aber die einzige Führung in der Partie bleiben. Denn der TBV Lemgo fand ins Spiel zurück und hatte in André Tempelmeier (7 Treffer) und Filip Jicha (9 Treffer) seine Matchwinner. Über 24:22 baute Lemgo die Führung bis zur 58. Minute auf 29:26 aus. Die 1100 Zuschauer feierten beide Teams mit Standing-Ovations. Der TBV Lemgo gewann am Ende verdient den Titel mit 30:28 und entthronte damit den Vorjahressieger Göppingen.

FA Göppingen: Galia, Shejbal, Kraus (7), Schweikardt , Baumgarten, Oprea (3) , Schöne (1) , Souza, Manojlovic (8), Stelmokas (5) , Garcia, Michel (2), Walther , Knezevic (2/1).

TBV Lemgo: Lichtlein, Selke, Christophersen, Stephan (4/1), Tempelmeier (7), Preiß (2) , Schwarzer (1) , Hallgrimsson, Ramota, Zerbe (6), Zereike, Kehrmann , Binder (1) , Baur, Geirsson, Kropp, Jicha (9).

Stimmen zum Finale

Volker Mudrow, Trainer TBV Lemgo: „Wir sind super zufrieden, dass wir dieses Turnier gewinnen konnten. Unsere Vorbereitung ist optimal gelaufen, wir haben keine Langzeitverletzten und fühlen uns hier, wie in den vielen Jahren zuvor, rundum wohl. Die Zuschauer unterstützen uns ganz toll. Die Organisation des Turniers lässt keine Wünsche offen“.

Velimir Petkovic, Trainer Frischauf Göppingen: „ Wir hätten unseren Titel hier gerne verteidigt. Aber ohne die beiden Rückraumspielern Jaliesky Garcia und Bruno Souza, die ich heute nicht einsetzen konnte, hatten wir keine Chance. Zum Glück werden diese beiden Spieler uns in ca. drei Wochen wieder zur Verfügung stehen. Das Turnier hat uns aber insgesamt sehr gut gefallen und uns vor allem sportlich einen großen Schritt in Richtung Bundesligastart weitergebracht“. +++

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