Mit einem Ergebnis von 26 zu 11 musste sich der RSC Fulda am gestrigen Samstag bei seinem ersten Kampf in der Hessenliga 2005 geschlagen geben. Noch etwas geschwächt startete der RSC Fulda die Saison. Leistungsträger Zacharias Vakalov fehlte und auch in der 55 kg und 66 kg Klasse baute der RSC auf die Bad Hersfelder Konstantin Wengerowski und Andreas Schaubert, die jedoch kurz vorher noch absagten. Wasserlos zählt zu den geheimen Favoriten in dieser Saison, da diese fast ungeschlagen den Aufstieg schafften.
Die neuen Wettkampfregeln versprachen spannende Kämpfe, bei den Zuschauern verursachten diese aber Verwirrung. Seit diesem Jahr ringen die Sportler 5 x 2 Minuten, statt den bisher üblichen 2 x 3 Minuten, wovon der Ringer, welcher 3 Runden für sich entscheiden kann, den Sieg holt. Ausnahmen bilden lediglich ein Schultersieg, Aufgabe oder Disqualifikation, womit der Kampf direkt beendet ist. Auch im direkten Wettkampf sind einige Änderungen festgelegt worden, so gibt es keine Passivität mehr, der Ringer, welcher aus der Sicherheitszone tritt, beschert seinem Gegner 1 Punkt und die Kämpfe gehen generell im Stand weiter. Die Wertungen der einzelnen Kämpfe sind auch verändert worden.
Nun zu den Kämpfen: Die Gewichtsklasse 50 kg besetzte RSC-Nachwuchs Ali-Osmann Özkan, dem allerdings noch die Erfahrung fehlt. Er verlor in der zweiten Runde auf Schulter. 60 kg Eugen Ginkel, ebenfalls Neuzugang, überraschte durch sehr gute Leistung. Die erste Runde konnte Ginkel für sich entscheiden, in der dritten Runde verlor er jedoch auch auf Schulter. Insgesamt zeigte er einen starken Kampf, welcher auf einen Leistungsträger hoffen lässt. "66 kg griechisch-römisch" wurde von Vasilij Zelich schnell beendet, er schulterte seinen Gegner in 24 Sekunden.
In 66 kg Freistil half Urim Guri aus, er komplettierte die Mannschaft, stellte sich aber nicht dem Kampf. Das Verletzungsrisiko wäre zu groß gewesen, da der Sportler untrainiert war. Dafür holte Mahmut Akdogan sich 4 Mannschaftspunkte durch Aufgabe seines Gegners in der 74 kg Freistil. Etwas enttäuschend war die Leistung von Eugen Gentner in 74 kg gr.-röm. Eugen hat bei weitem noch nicht seine Form gefunden. Er verlor gleich die ersten 3 Runden.
„Dumm gelaufen“ ist es auch in 84 kg. Hier stand Andreas Eisfeld. Er dominierte volle 2 Runden. Bei einer Aktion in der ersten Runde konnte Andreas mit einem Hüftschwung seinen Gegner direkt in die gefährliche Lage bringen, da sein Gegner aber vor Schmerz aufschrie, da er hart auf der Schulter landete, lies Andreas von ihm ab. Sein Gegner musste dann 84 Sekunden Verletztenzeit nehmen. Durch diese Aktion, auch wenn sie sportlich sehr Fair war, vermasselte er sich den Sieg. In der dritten Runde lief Andreas in eine dumme Situation und verlor noch "auf Schulter". Hätte er nicht abgelassen - der Kampf wäre wohl in der ersten Runde "auf Schulter" für ihn entschieden worden.
Hasan Karslioglu half durch das Fehlen von Zacharias Vakalov in der 96 kg aus. Doch auch er verlor seinen Kampf. Sein Gegner gewann die ersten drei Runden nach Punkten. Fast 10 kg Gewichtsunterschied machten Hasan den Kampf schwer. Dafür überzeuge aber in der 130 kg ganz klar Amir Kashani Fazel. Er holte sich den Sieg durch 3 hintereinander klar gewonnenen Runden.
So ging der erste Kampftag in der Saison zuende mit einer Niederlage. Doch es lässt hoffen, da sich der RSC Fulda kontinuierlich steigern wird. Spätestens beim dritten Saisonkampf könnte er wieder stark und gut besetzt angreifen. Saisonziel ist für diese Saison maximal der 4 oder 5 Platz. "Wir verstärken unsere Mannschaft durch eigenen Nachwuchs und nicht durch gekaufte Leistungsträger" erklärte Pressesprecherin Doris Krüger gegenüber "Osthessen-News" heute. Die Vereinsstruktur müsse durch Fuldaer wachsen und nicht durch „Söldner“.
Nächsten Samstag, den 27.08.2005 steigt der erste Heimkampf in der Athanasius-Kircher-Schule und der RSC Fulda ahofft auf kräftige Unterstützung aller Ringerfans aus Fulda. +++