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02.09.05 - Fulda

Positive Bilanz des Kreises: 620 Vermittlungen durch Amt für Arbeit und Soziales

Eine katastrophale Bilanz muss sich die rot-grüne Bundesregierung nach Aussage von Landrat Fritz Kramer insbesondere bei der Arbeitsmarktpolitik vorhalten lassen. Entgegen ihrer vollmundigen Versprechungen sei die Arbeitslosigkeit nicht zurückgegangen, sondern weiter angestiegen. „Seit August 2002 haben wir bundesweit fast 800.000 Arbeitslose mehr.“ Die Herzstücke der sogenannten Hartz-Reformen wie Personal Service Agenturen und Ich-AGs hätten nicht gegriffen.

Landrat Kramer, der in einer konsequenten Entlastung bei den Lohnnebenkosten den erfolgversprechendsten Weg aus der Beschäftigungskrise sieht, „vermag lediglich einen Lichtblick zu entdecken“. Auch wenn die Kommunen kaum neue Arbeitsplätze schaffen könnten, seien sie viel eher als die Bundesagentur für Arbeit in der Lage, passgenaue Lösungen bei der Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zu entwickeln. „Insofern ist die kommunale Trägerschaft von Vorteil.“

Seit Jahrzehnten gehöre der Sozialbereich zu den Kernkompetenzen der Kommunen, unterstreicht der Landrat. Kramer: „Bei uns hat die Akte ein Gesicht.“ Von daher könnten die Kommunen auch ganz gezielt auf Arbeitslose mit ihren individuellen Vermittlungshindernissen und vielfachen sozialen Problemen eingehen. Anders als der schwerfällige und von Vorgaben aus Nürnberg abhängige Bundesagentur werde vor Ort schnell und zügig nach den Erfordernissen des Einzelfalls entschieden.

Auch würden, so Kramer, im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung enge Kontakte zu der regionale Wirtschaft gepflegt. Das intensive Beziehungsgeflecht zu den freien Wohlfahrtverbänden, privaten Anbietern und Gemeinden wirke sich ebenfalls positiv auf die Vermittlungstätigkeit aus. Nicht in Abrede wird von Landrat Kramer ein finanzielles Eigeninteresse der Kommunen an einer erfolgreiche und effizienten Vermittlung gestellt. „Jede Vermittlung entlastet unseren Haushalt unmittelbar.“

Ein großes Lob spricht Landrat Kramer in diesem Zusammenhang den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des zum 1. Januar 2005 eingerichteten neuen Amtes für Arbeit und Soziales aus. In der kurzen Zeit hätten nicht nur die Anträge von rund 6.500 bedürftigen Familien und Einzelpersonen bearbeitet und pünktlich zahlbar gemacht werden müssen. Auch seien im ersten halben Jahr seit Aufnahme des Dienstbetriebs gezielte Bedarfsanalysen erstellt und Förderinstrumente konzipiert worden.

Neben weiteren berufsvorbereitenden Eingliederungsmaßnahmen kann Landrat Kramer bis zum 30. Juni 2005 immerhin 620 konkrete Arbeitsaufnahmen am ersten Arbeitsmarkt vermelden. Zum Teil sei dies mit finanziellen Anreizen aus den schon länger laufenden Programmen des Landkreises Fulda zur Beschäftigungsförderung wie BASIS möglich gewesen. Künftig werde es um den massiven Einstieg in das „Fördern und Fordern“, die Entwicklung von lokalen Arbeitsmarktstrategien und den Ausbau des regionalen Netzwerks flankierender sozialer Leistungen gehen. +++

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