Wenn heute um 12.00 Uhr in Eichenzell-Lütter im Kreis Fulda vor dem Werk des Mineralwasserbetriebes und Sponsors FÖRSTINA der Startschuss zur dritten Etappe der 24. Interntionalen Hessenrundfahrt fällt, dann wird der gestrige Etappensieger und Pole Piotr Waldecki ´ganz in Gelb fahren. Auf dem heutigen Programm steht die Königsetappe von Lütter nach Gießen über 181 Kilometer mit drei Bergwertungen und drei Sprintwertungen. Als höchste Erhebung steht nach 22 Kilometern mit der 950 Meter hohen Wasserkuppe die höchste Erhebung Hessens auf dem Programm - und von dort geht es noch einmal zurück nach Lütter.
„Wir haben hier ein sehr starkes Team am Start und sind alle in Top-form“, sagte Wadecki nach der Siegerehrung. Nach der Hessen-Rundfahrt steht für sein Team Intel-Action mit der Polen-Rundfahrt ein Pro-Tour-Rennen und zudem ein Heimspiel an. Wadecki war der Mann der Stunde, doch über weite Strecken hatte sein 24jähriger Landsmann Marek Rutkiewicz zusammen mit dem Franzosen Ludovic Martin (R.A.G.T.) das Tempo bestimmt. Die Alleinfahrt währte knapp 150 Kilometer, anfangs war auch der couragierte Berliner Robert Bengsch (T-Mobile) in der kleinen Gruppe vertreten. Doch vor der zweiten Bergwertung (Kilometer 88,3) verließen den 21Jährigen die Kräfte.
Für Bengsch kam das vorzeitige Ende einer Dienstfahrt aber weitaus später als für den Rekonvaleszenten Olaf Pollack, der bereits nach 27 Kilometern vom Rad und in den Besenwagen gestiegen war. Das Team T-Mobile ist bei der Hessen-Rundfahrt also nur noch mit vier Fahrern vertreten. Für Ge-rolsteiner liegt Totschnig mit 57 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden am besten im Rennen, Titelverteidiger Sebastian Lang liegt 1:56 Minuten hinter Wadecki.
Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius hatten die Fahrer der 24. Internationalen Hessen-Rundfahrt der SparkassenVersicherung am Donnerstag eine strapaziöse zweite Etappe hinter sich gebracht. 106 Profis waren am Mittag in Klingenberg am Main gestartet, darunter der Franzose Jean-Patrick Nazon als Träger des Gelben Trikots, und nach 206 Kilometern erreichte der polnische Friedensfahrt-Sieger Piotr Wa-decki (Team Intel-Action) als Erster das Ziel in Fulda. Der 32Jährige setzte sich im Schlußspurt gegen den holländischen U 23-Europameister im Crossfahren, Lars Boom vom Team Rabobank durch. Mit 47 Sekunden Rückstand kam eine siebenköpfige Verfolgergruppe ins Ziel, darunter der Kasache Sergej Yakovlev (T-Mobile) als Fünfter und der Dritte der Deutschland-Tour, Georg Totschnig (Gerolsteiner) als Neunter. Bester deutscher Profi war Christian Knees (Team Wiesenhof) auf dem zwölften Rang mit 59 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger. Nazon, erschöpft und gezeichnet von den Anstrengungen, wurde in Fulda nur 78. (Rückstand 12:48 Minuten).
Im roten BAUHAUS-Bergtrikot wird heute der Pole Bartosz Huzarski die dritte Etappe bestreiten, ins weiße Sparkassen-Sprinttrikot schlüpfte Nazon. Prominente Aussteiger am zweiten Tag waren unter anderem der Belgier Frank Vandenbroucke (MrBookmaker) und der tschechische Stundenweltrekordhalter Ondrej Sosenka (Acqua e Sapone). Somit verblei-ben 97 Fahrer im Feld. „Die Tour de Hessen wird von der Bevölkerung begeistert angenommen. Ich freue mich für die Fahrer und ihre Teams, daß wir ihnen dieses tolle Umfeld bieten können“, sagte Christian Bergemann. Viele tausend Menschen entlang der Strecke belegten die Aussage des Tourmanagers, der über einen Gesamtetat von 450.000 Euro verfügt.
Die Hessen-Rundfahrt im hr Fernsehen:
Freitag, 2.9. von 17.15 bis 17.45 Uhr
Samstag, 3.9. von 17.30 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 4.9. von 21.30 bis 22.00 Uhr +++