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Die Redaktion meint: osthessen-news drei mal täglich lesen ... garantiert mit Nebenwirkungen...

Erstmals - ungewollt - öffentliche Anerkennung von "Osthessen-News" durch FZ-Chefredakteur Seggewiß (Archivbild) in Form eines Rausschmisses als "missliebiger Konkurrent"?

08.09.05 - Künzell

Skandalös! "Osthessen-News-Redaktion" von FZ rausgeschmissen!

Diese NACHRICHT IN EIGENER SACHE beschreibt einen Vorgang, der in der Medienlandschaft ebenso selten wie unglaublich ist. Gestern Abend um 19:58 Uhr hat der Chefredakteur der Fuldaer Zeitung, Hermann-Josef Seggewiß, demonstriert, was er unter "Pressefreiheit" versteht: auf seine persönliche Anweisung hin wurden die beiden Redakteure von Osthessen-News aus dem FZ-Forum zur Bundestagswahl im Künzeller Gemeindezentrum "rausgeschmissen". Zunächst hatten Security-Leute des Blattes - nach einer ersten Weigerung - unmissverständlich aufgefordert: "Stehen Sie auf und gehen Sie - wir wollen doch keine Gewalt anwenden". Auf Wunsch der zu Entfernenden kam dann der Chefredakteur selbst - Seggewiss sagte: "Dies ist eine private Veranstaltung und nicht öffentlich. Ich habe hier das Hausrecht und fordere Sie auf, zu gehen".

Warum sich dieser Rausschmiss nur auf die freien Journalisten Martin Angelstein und Gabriele Weigand-Angelstein bezog, begründete er nicht. Gleichzeitig konnten im Saal Journalisten von dpa, dem Hessischen Rundfunk und Berichterstatter des Offenen Kanals bleiben und weiterarbeiten.

Für die Berichterstattung in "Osthessen-News" arbeiten mehrere unabhängige Journalisten - mit bis zu 30jähriger Berufserfahrung-, Fotografen und Kameraleute. Sie verstehen sich als "mediale Ergänzung" in der Region Osthessen. Es stellt sich nun die Frage, ob dem FZ-Chefredakteur der "zensierende Charakter" seines Vorgehens überhaupt bewusst ist? Und es stellt sich auch die Frage, ob der Rauswurf nur deshalb speziell "Osthessen-News" galt, weil dieses Informationsangebot der Lokalzeitung ein "Dorn im Auge" ist?

Jedenfalls wird die Redaktion prüfen, ob das Verhalten des Chefredakteurs nicht ein Grund zur Beschwerde beim Deutschen Presserat ist.

Die Redaktion wird sich davon nicht beeindrucken lassen und unbeirrt ihren Weg fortsetzen. Der große Zuspruch für "Osthessen-News" - als regional immer stärker wahrgenommenes Organ der Berichterstattung - ist Anerkennung und Auftrag zugleich. Und ist eigentlich nicht auch die Reaktion des "mächtigen Goliath" gegen den "medialen David" das Eingeständnis eines großen Lobes? Danke, Herr Seggewiß! +++

(ma)

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