VORBEMERKUNG: Die folgenden Gedenk- und/oder Jahrestage beziehen sich fast ausschliesslich auf Ereignisse im und im Zusammenhang mit dem Bundesland Hessen. Eine "bundesweite" Auflistung würde den möglichen Rahmen sprengen. Sollten besondere nationale wie internationale Ereignisse oder auch wichtige historische Vorgänge hier nicht genannt sein, so ist das keine Absicht oder "Unterschlagung", sondern nur Ergebnis von notwendigen Einschränkungen.
Geburtstag von Theodor Haubach 109 Jahre 15.09.1896
Geburtstag Theodor Haubach (gest. 23.01.1945), Frankfurt / Darmstadt / Hamburg / Berlin, Geisteswissenschaftler, Journalist, auf dem Darmstädter Gymnasium Freundschaft mit Carlo Mierendorff, später mit diesem zusammen Redakteur des Reichsbanners, SPD-Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, Pressesprecher des Berliner Polizeipräsidiums, NS-Häftling, Mitglied des Widerstands im Kreisauer Kreis, als Mitverschwörer des 20. Juli hingerichtet.
Geburtstag Helmut Schön 90 Jahre 15.09.1915
Geburtstag Helmut Schön, Dresden/Berlin/Saarbrücken/ Wiesbaden/Frankfurt, Banklehrling, Fußballer in Dresden, Nationalspieler, deutscher Meister 1943/44, Fußballtrainer beim SV Wiesbaden und der Nationalmannschaft des autonomen Saarlandes, Assistent von Sepp Herberger, Bundestrainer, Trainer der deutschen Fußball-Europameistermannschaft 1972 und der Weltmeistermannschaft 1974, Wahl-Wiesbadener (gest. 23.02.1996).
Geburtstag Erika Köth, Sängerin 80 Jahre 15.09.1925
Geburtstag Erika Köth, Darmstadt/Karlsruhe/München/ Neustadt (Weinstraße), Sängerin, Koloratursopranistin von Weltformat und Gesangspädagogin; nach Gesangsstudium in Darmstadt 1947 bei einem Wettbewerb von Radio Frankfurt (Vorläufer des HR) entdeckt, Zusammenarbeit mit Rudolf Schock, Hermann Prey, Dietrich Fischer-Diskau, Herbert von Karajan, Karl Böhm, Lorin Maazel u.a.; seit Ende der 60er Jahre regelmäßige Fernsehauftritte im hessischen Rundfunk (gest. 20.02.1989).
„Christlich Demokratische Partei“ meldet sich an 60 Jahre 15.09.1945
Die „Christlich Demokratische Partei“, eine neue, interkonfessionelle, gleichwohl betont christliche und unterschiedliche bürgerliche Parteirichtungen der Weimarer Zeit integrierende politische Gruppierung, die sich auf örtlicher Ebene in Frankfurt unter Leitsätzen eines „christlichen Sozialismus“ formiert hat, meldet sich bei der Militärregierung an. Am gleichen Tag stellt die CDP Wiesbaden bei der Militärregierung der Stadt den Antrag auf Lizenzierung. Die Frankfurter Christdemokraten fanden unter dem Einfluss von linkskatholischen ehemaligen Zentrumsleuten, sozialreformerischen Intellektuellen und Gewerkschaftern – wie Werner Hilpert, Walter Dirks, Eugen Kogon, Josef Arndgen - zu einer betont sozialen bis christlich-sozialistisch orientierten Programmatik, die bald auch auf Landesebene und eine Zeit lang über Hessen hinaus Bedeutung erlangen wird. Bei den Wiesbadener Christdemokraten dominieren bürgerlich-konservative Positionen. Bis November 1945 folgen weitere örtliche, nach politischer Herkunft und Intention differierende CDP- bzw. CDU-Gründungen (Sept.: Rheingau; Okt.: Wetzlar, Fulda, Darmstadt, Obertaunus; Nov.: Hanau, Gießen, Offenbach, Bergstraße, Friedberg), in Nordhessen finden die Gründungen noch bis Frühjahr 1946 statt. Insgesamt überwiegt bei der neu entstehenden CDU in Hessen strukturell das katholische Element.
Absolute Mehrheit für die CDU 48 Jahre 15.09.1957
Die CDU erhält bei der Bundestagswahl die absolute Mehrheit und ist in Hessen erstmals stärker als die SPD. CDU: 40,9 Prozent (+ 7,7 Punkte), SPD: 38,0 Prozent (+ 4,3 Punkte), FDP: 8,5 Prozent (- 11,2 Punkte), Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (DB/BHE): 5,6 Prozent, Deutsche Partei (DP): 5,5 Prozent. Jüngster Abgeordneter im Bundestag wird mit 26 Jahren Holger Börner (SPD) aus Kassel.
Konjunkturförderungsgesetz in Hessen 38 Jahre 15.09.1967
Im Zuge der ersten Rezession im Wirtschaftswunderland wird das "Gesetz zur Förderung der allgemeinen Wirtschaftstätigkeit im Lande Hessen (Konjunkturförderungsgesetz)" mit einem Finanzvolumen von 150 Millionen DM mit den Stimmen von SPD und CDU vom hessischen Landtag verabschiedet. +++