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07.10.05 - Fulda

... und morgen der 2. Sieg für TTC Rhönsprudel FD-Maberzell? Gute Chancen

Nach vier Spielen als Außenseiter werden die Fans des TTC RhönSprudel Fulda Maberzell ihre Mannschaft am morgigen Samstagabend (19 Uhr) in der Fuldaer Wilmingtonhalle im Heimspiel gegen Tündern erstmals in der ungewohnten Rolle des Favoriten erleben.

"Nein", meint Spielertrainer Hansi Fischer auf die Frage, ob das die Sache schwieriger mache. "Die Aufgabe war von vornherein, dass wir gegen Tündern gewinnen wollen, ja sogar müssen. Der Druck liegt bei uns, wir sind der Favorit. Aber ich bin lieber in der Favoritenrolle als nur dann eine Chance zu haben, wenn die Mannschaft 110 Prozent spielt." Dem überraschenden Sieg Tünderns gegen Bremen kann Fischer etwas sehr positives abgewinnen. "Seitdem besteht nicht mehr die Gefahr, Tündern zu unterschätzen. Auch ein Waldner macht das nicht, für ihn wird es mit 40 Jahren auch nicht einfacher, vorne in der Bundesliga Spiele zu gewinnen."

Der Coach möchte dem Gegner gleich zu Beginn den Wind aus den Segeln nehmen. "Wir müssen vermeiden, dass sie sich in einen Rausch spielen", sagt Fischer. "Ein 1:1 nach den Doppeln und vorne ein 3:1 wäre für uns schon die halbe Miete. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wenn alles schief läuft, kann man auch gegen Tündern verlieren." Insgesamt ist der Gegner für den Fuldaer Trainer " ausrechenbar. Außer vielleicht Dimitrij Ovtcharov, der in den vergangenen Wochen unglaubliche Ergebnisse erzielt hat."

Auch beim TSV Schwalbe Tündern haben insbesondere die Siege des Jugend-Europameisters gegen Ochsenhausens Weltklasse-Spitzenpaarkreuz Chuang Chih-Yuan (bei den China Open) und Adrian Crisan (Bundesliga) alle überrascht. "Solche Leistungen hätte ich nicht für möglich gehalten. Den Sieg gegen Crisan habe ich wirklich genossen", meint auch Vater Mikhail Ovtcharov, der gleichzeitig Trainer bei den Niedersachsen ist. "Seit der Jugend-Europameisterschaft ist er sehr selbstbewusst, und er hat sich auch körperlich und muskulär weiterentwickelt", analysiert der Coach.

"Dass Dimitrij immer so spielt, kann aber keiner erwarten. Er kann noch gegen viele Spieler verlieren. Trotzdem glaube ich, dass er den Schritt zu den Herren schon geschafft hat." Nach dem Coup gegen Bremen mag Vater Ovtcharov für das Spiel gegen Fulda nicht so recht an eine Wiederholung glauben. "Natürlich würde ich mich über ein 5:5 sehr freuen, aber ich glaube nicht daran, weil Fulda viel stärker als Bremen ist – und auch viel stärker als wir. Wir sind nach wie vor die schwächere Mannschaft. Deshalb versuchen wir erst mal, ein oder zwei Spiele zu gewinnen."

Trotz der nach wie vor bescheidenen Ziele glaubt Ovtcharov inzwischen auch, dass seine Mannschaft etwas zu sehr unterschätzt worden ist: "Ich denke, es liegt daran, dass das bis auf Feth alles Spieler sind, die in der letzten Saison nicht in der Bundesliga gespielt haben. Bei Chen Hongyu ist das schon zwei Jahre her, Dimitrij und Bardon hatten gar keine Bundesliga-Erfahrung. Aber Bardon hat vor zwei Jahren gegen Werner Schlager gewonnen – er kann unten jeden schlagen."

Alle Informationen gibt’s ausführlicher noch auf den Internetseiten des Deutschen Tischtennisbundes unter www.tischtennis.de. +++

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