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07.10.05 - Gersfeld

Wahrzeichen auf Wasserkuppe bleibt - Stadt gibt 10.000 Euro für Radom

Das seit 50 Jahren bestehende Wahrzeichen auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe, das markante und weithin sichtbare Radom bleibt erhalten. Dafür stehen EU-Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Noch mal dieselbe Summe müssen aber die Stadt Gersfeld, die Gemeinde Poppenhausen, der Kreis Fulda und die gemeinnützige Radom-Gesellschaft gemeinsam aufbringen.

Die wesentliche Voraussetzung dafür hat gestern Abend die Gersfelder Stadtverordnetenversammlung geschaffen. Mehrheitlich haben die Stadtverordneten für einen Zuschuss von 10.000 Euro für den notwendigen Umbau des Radoms gestimmt – allerdings mit bestimmten Auflagen.

Erst müssen die Grundstückverhandlungen mit dem Bundesvermögensamt, dem Noch-Besitzer der Kuppel, zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sein, so die Forderung der SPD-Fraktion. Das Regierungspräsidium muss einer Änderung des Regionalplans Nordhessen zustimmen – und besonders wichtig: die Finanzierung durch die Radom-Flug-gGmbH, den Landkreis Fulda, die Gemeinde Poppenhausen und das Leader-Plus-Förderprogramm muss gesichert und durch entsprechende Bewilligungsbescheide dokumentiert sein. Außerdem soll eine selbstschuldnerische Bürgschaft für eventuelle entstehende Kosten an Kuppel und Sockel hinterlegt werden, lautete der SPD-Antrag.

Das Konzept für das letzte verbliebene Radom sieht einen Umbau und die weitere Nutzung durch die gemeinnützige Radom-Gesellschaft vor, was die Stadt Gersfeld, auf deren Grund und Boden das Radom steht, auch befürwortet. Das Konzept sieht eine Nutzung der Erdgeschossräume durch die Drachen- und Gleitschirm-Flugsportvereine vor. Eine Aussichtsplattform soll den Besuchern das Panorama der Rhön präsentieren – und Eintrittsgelder für die Betriebskosten bringen. Wie der Innenraum der Kuppel künftig genutzt werden soll, steht noch nicht fest.

Ein noch ungelöstes Problem könnte aber die Entsorgung von eventuell in der Erde befindlichen Altlasten unter der Anlage darstellen, erklärte Bürgermeisterin Margit Trittin. Auch die Wasser- und Abwasserleitungen seien – weil schon recht alt – ein bisher unkalkuliertes Kostenrisiko. Weil alle diese noch ungeklärten Probleme finanziell nicht einschätzbar seien, könne die Stadt Gersfeld das Risiko auch nicht alleine tragen. +++

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