An diesem Wochenende ist es der Judoabteilung des TV Flieden gelungen, Annett Böhm, die Dritte der Olympischen Spiele 2004 in Athen für einen Lehrgang in das Königreich zu holen. Mit ihr war die aktuelle Junioren-Europameisterin Anja Wagner angereist, was den Lehrgang für die Teilnehmer noch lohnenswerter machte.
Rund 30 Judoka der Altersklassen U 11/ U14 und U17 des TV Flieden / JC Fulda / Satori Alsfeld / TV Hersfeld nahmen an dem hochkarätigen Lehrgang teil. Dieses überschaubare Teilnahmefeld machte es der mehrfachen Deutschen Meisterin leicht, sich mit jedem einzelnen Teilnehmer persönlich zu beschäftigen.
Im ersten Teil des Lehrgangs zeigte Annett den Nachwuchssportlern einige Möglichkeiten des Griffkampfes und kombinierte diese mit einigen Wurfvarianten. Der zweite Teil beinhaltete dann Bodentechniken, in denen den Judoka verschiedene Varianten eines Hebels näher gebracht wurden.
Nach Beendigung des Lehrgangs standen Annett Böhm und Anja Wagner noch für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Auch die zahlreiche Fragen der Kids wurden geduldig beantwortet. Mit dem Lehrgangsinhalt und ihrer offenen, herzlichen Art schaffte es Annett, allen Altersklassen gerecht zu werden, so dass jeder neue Eindrücke für sich gewinnen konnte und die Begeisterung groß war.
Auch der Bürgermeister der Gemeinde Flieden, Winfried Kress, ließ es sich nicht nehmen, die Spitzensportlerin persönlich zu begrüßen und sich für ihren Besuch im Königreich zu bedanken.
Auch im 4. Heimkampf - Ringer des RSC Fulda weiter ohne Sieg
Am gestrigen Samstag gab es den 4. Heimkampf des RSC Fulda in der Hessenliga gegen den Tabellen 6. SRV Kahl statt. Leider konnte auch hier der RSC keinen Heimsieg feiern und bleibt weiterhin Tabellenschlusslicht. Der Kampf endete mit 12:27 für den SRV Kahl. Nach der knappen Niederlage mit 20:19 gegen Dieburg in der vergangenen Woche erhoffte sich der RSC einen Überraschungssieg.
50 kg konnte nicht besetzt werden und ging kampflos an Kahl. Im Schwergewicht musste der RSC auf Leistungsträger Amir Kashani Fazel verzichten, der sich beim letzten Kampf in Dieburg bei einer Aktion eine Bänderdehnung im Fuß zuzog. Hier kämpfte Hasan Karslioglu um die Punkte, verlor aber gegen den fast 20 kg schwereren Gegner Christian Lombardi in 3 Runden knapp nach Punkten. Osman Özkul musste wegen Gewichtsproblemen eine Klasse höher in 55 kg starten und gab wegen dem Verletzungsrisiko auf. Andreas Eisfeld gelang sein erster Sieg in der Saison mit einem beeindruckenden 5 Runden Kampf. Sein Gegner gewann zunächst die ersten beiden Runden mit 1:1, wobei der gegnerische Ringer die letzte Wertung machte und somit die Runden gewann. Dann zeigte sich aber die konditionelle Stärke von Andreas Eisfeld und er konnte die folgenden Runden nach Punkten (4:1, 4:0 und 4:0) gewinnen und holte die ersten Mannschaftspunkte für den RSC.
Sein Teamkollege Eugen Ginkel in 60 kg konnte an den Erfolg nicht anknüpfen und verlor in der dritten Runde nach 0:1, 0:2 und 0:4 auf Schulter. Zacharias Vakalov 84 kg holte dann wie gewohnt die nächsten Punkte für Fulda und siegte in 3 Runden mit 3:0, 6:0 und 1:1. Den nächsten Sieg erkämpfte sich dann wieder nach nur 1.40 Minuten Vasilij Zelich in 66 kg gr.-röm. Stil mit einem Schultersieg. In einem weiteren spannenden Duell vergab dann aber Mahmut Akdogan (74 kg Freistil) seinen Sieg. Die zweite Runde konnte Mahmut Akdogan für sich klar entscheiden mit 7:0 Punkten. Sein Gegner Michael Schurr rettete nur der Zeitgong vor einer Schulterniederlage. Trotz allem holte dieser 3 Runden für Kahl mit 2:4, 1:1 und 0:3. Auch Andreas Schaubert (66 kg Freistil) gelang kein Sieg. Lediglich die dritte Runde konnte er für sich entscheiden mit 4:2 Punkten, die anderen Runden gingen an den Kahler Ringer mit 3:8, 2:5 und 0:6.
Letzter Kampf und die letzte Chance auf eine knappere Niederlage machte Ingolf Grüßner in 74 gr.-röm. Er konnte zunächst ganz souverän mit einen Schulterschwung eine Dreierwertung sichern, auch hier entging sein Gegner nur durch rausrutschen aus der Sicherheitszone einer Schulterniederlage, dieser holte aber auf 3:7 Punkte auf und schulterte Ingolf Grüßner. Für seinen ersten Kampf eine gute Leistung, jedoch ist auch er verletzungsbedingt nicht 100 %ig einsatzfähig. Kampfleiter des Abends war Herr Schwäblein aus Thüringen, der sehr souverän und fair den Kampf unter Kontrolle hatte.
Der letzte Kampf in der Vorrunde ist am kommenden Samstag auswärts gegen Neu Isenburg. Der RSC Fulda gibt nicht auf und will in der Rückrunde zumindest den Ligaerhalt schaffen. „Wir haben uns in den letzten 2 Kämpfen wesentlich verbessert“ so die sportliche Leitung, „wir werden alles tun um den Ligaerhalt zu schaffen.“ Die neuen Regelungen im Ringen machen die Mannschaftskämpfe wesentlich spannender, jedoch auch zunächst Mannschaftssiege schwieriger. +++