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14.10.05 - Fulda

SPD-Kritik an Ausstattung und Nutzen des neuen "Stadtbad Esperanto"

Die Fuldaer SPD-Stadtverordnetenfraktion teilt "im Großen und Ganzen" die Kritik die bisher an dem neuen Stadtbad, wie sie von verschiedenen Seiten geäußert wurde. Für die von der Stadt investierte Summe von 12 Mio € hätte man etwas mehr als ein doch „recht karges Bad“ erwarten dürfen. Sowohl vom Äußeren als auch im Inneren hätte mit mehr Kreativität, und auch vielleicht Willen, ein Objekt entstehen können, das die Bevölkerung und Nutzer etwas mehr anspricht, so Fraktionssprecher Tritschler gegenüber der Presse.

So mangele es beispielsweise an gemütlichen Ruhzonen mit Liegestühlen, die die Aufenthaltsqualität im Bad verbessern könnten. Dass Fehlen von Handtuchhaltern und Ablagemöglichkeiten im Duschbereich sei ärgerlich, aber man hoffe, dass dieser Missstand bald behoben sein.

Das doch recht sterile Ambiente des Bades bräuchte gerade bei einem Neubau nicht zu sein. Man habe das Gefühl, dass die Gestaltung des Wellness-Bereiches höhere Priorität hatte und möglicherweise ein Teil der Baukostenzuschüsse dort eingeflos-sen sein. Dabei sollte gerade beim Bau des neuen Bades der Focus auf die Nutzer des Schwimmbades gerichtet sein und nicht die Hotelgäste oder der Wellness-Bereich im Vordergrund stehen.

Ein „erheblicher Kritikpunkt“ sei das Fehlen einer vernünftigen Cafeteria. Die paar Stühle und Tische vor Getränke- und Eisautomaten stellten „schlicht und ergreifend ein Armutszeugnis dar“. Auch wenn es Kaffee an der Kasse gebe, so sei das noch lange kein Ersatz für eine Cafeteria, in der man sich nach dem Badbesuch noch ge-mütlich aufhalten könne. Es sei ihm kein Hallenbad bekannt, bei dem eine Cafeteria fehle, betont der Fraktionssprecher.

Des Weiteren sei es „absolut ärgerlich“, dass die Vereine, die das Zentralbad genutzt hatten, das neue Stadtbad nicht mehr nutzen können. Dies widerspreche den Zusa-gen, die seinerzeit hinsichtlich des neuen Bades gegeben wurden, nämlich ein wett-kampfähiges Becken mit der Nutzungsmöglichkeit für alle Vereine. Aber weder das große noch das kleine Becken seien dafür ausgerichtet.

Es sei auch „unmöglich“ dass im Stadtbad keine Schwimmabzeichen durchgeführt werden könnten, weil weder ein Ein-Meter- noch ein Drei-Meter-Brett vorhanden sei. Somit könnten diese nur noch in den Sommermonaten im Rosenbad erworben wer-den, ein „trauriger Zustand“ meint die SPD-Fraktion.

Im Nachhinein könne man feststellen, dass die Kritiker Recht hatten und die anderen Varianten eines neuen Hallenbades, entweder an Stelle des alten Zentralbades oder auf dem Gelände des Rosenbades, wohl sinnvoller gewesen wären. Dabei wären die Wünsche der städtischen Gremien mit Sicherheit realisiert worden, weil die Verant-wortlichkeit des Baus bei der Stadt gelegen hätte. so das Fazit der SPD-Fraktion.

Trotzdem erhoffe man sich die Einsicht, dass in diesem Bad Verbesserungen getätigt werden müssen und diese auch Verwirkliche. Das Bad sei nun mal da und nun müs-se man das Beste daraus machen damit es auch eine entsprechende Akzeptanz er-fahre, so die SPD-Fraktion zum Schluss der Pressemitteilung. +++

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