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Prof. Nieth mit Ehefrau Elisabeth und Oberbürgermeister Möller...

20.10.05 - Fulda

Leidenschaft fürs "Weiße Gold" - Prof. NIETH übergab Porzellansammlung

Am Anfang der Sammelleidenschaft stand eine zierliche Untertasse aus der Fuldaer Porzellanmanufaktur. Eine Patientin, die in der Innenstadt ein Antiquitätengeschäft betrieb, hatte sie dem Chefarzt der Inneren Abteilung des Klinikums Fulda, Professor Dr. Hellmuth Nieth, verehrt. Seit 1968 begann dann Nieth, von der Leidenschaft für das „Weiße Gold“ gepackt, kontinuierlich zu sammeln. Ernst Kramer bildete den Mediziner nach eigenem Bekenntnis „zum Experten fort“. Und seither hat der Pensionär und passionierte Sammler „viel Zeit, Geld und Liebe investiert“.

Längst hat Professor Nieth nicht nur die raren Exponate aus fuldischer Produktion im Blick, sondern auch das exquisite Thüringer Porzellan. Das erste Objekt aus der Produktion der Thüringer Porzellanmanufakturen, „Die Türkischen Kaufleute“ aus Closter Veilsdorf, konnte er 1970 erwerben. Inzwischen ist die Sammlung von Figuren aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus Städten wie Volkstedt, Limbach oder Wallendorf und Gera auf 193 Objekte angewachsen. Bedeutend ist die Sammlung Fuldaer Porzellan mit insgesamt 46 Einzelstücken. All diese Kostbarkeiten übergab Nieth gemeinsam mit Ehefrau Elisabeth über einen erweiterten Leihvertrag an die Stadt.

Denn ein großer Teil der Nieth’schen Sammlung befindet sich bereits seit August 1995 in den Spiegelsälen, wo auch die neuen Exponate einen angemessenen Platz bekommen sollen. Professor Nieth betonte bei der offiziellen Übergabe der Porzellansammlung, er habe sich in Fulda sehr wohl gefühlt. Mit der der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Sammlung wolle er den Bürgern, dem Oberbürgermeister und den Gremien der Stadt Fulda danken. Alle sollten an der Schönheit des Porzellans teilhaben.

Hochherzige Geste

Dass eine Kommune eine solche Sammlung zur Verfügung gestellt bekommt, sei selten. Um so mehr danke die Stadt für diese „hochherzige Leihgabe“, sagte Fuldas OB Gerhard Möller und versprach, dass die Sammelobjekte in angemessenem Ambiente präsentiert werden. Gerade die historischen Räume seien viel besucht. „Da werden viele Menschen an Ihrer Sammlung Freude haben“.

Den Anlass nutzte Möller auch, um dem verdienten Mediziner ein herzliches Dankeschön für seine ärztliche Tätigkeit zu sagen. Der besondere Dank des Fuldaer Kulturdezernenten galt Nieths Ehefrau Elisabeth, die ihren Mann in seiner Sammelleidenschaft tatkräftig begleitet. Sie besorgte u.a. aus London eine Schale der Höchster Porzellanmanufaktur mit dem Wappen des späteren Gründers der Fuldaer Porzellanmanufaktur, des Fürstbischofs Heinrich von Bibra. +++




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