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23.10.05 - Fulda

Schade! 2:6 Niederlage von Maberzell gegen Werder Bremen - Kein Waldner-Sieg

Nur einen Tag nach der unglücklichen 2:3-Niederlage im DTTB-Pokal gegen Grenzau ist die Tischtennis-Welt des Bundesligisten SV Werder Bremen wieder in Ordnung: Mit einem 6:2 im Aufsteigerduell beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell feierte die Mannschaft von Trainer Vasile Tamas gestern abend in Fulda ihren so wichtigen ersten Saisonsieg. Für Fulda bedeutet das den Verlust von zwei wichtigen, insgeheim eingeplanten Punkten im Kampf um den Klassenerhalt. Besonders bitter: Jan-Ove Waldner gewann kein einziges Spiel.

"Jetzt sind wir wieder im Geschäft um den Klassenverbleib", jubelte Werder-Teamchef Sascha Greber nach dem Erfolg gegen den direkten Mitkonkurrenten. Und nicht nur über die beiden ersten Punkte der Saison, auch über die Leistung des Teams durften sich die Bremer freuen. Schon im Doppel waren sie gegenüber den bisherigen Auftritten nicht wiederzuerkennen: Nach einer bis dato fast niederschmetternden 1:11-Bilanz schafften die Paarungen Bentsen/Cioti und Molin/Sörensen erstmals eine 2:0-Führung – und das ohne Satzverlust. Greber fand denn auch eine Erklärung für diesen Wandel: "Es hat sich ausgezahlt, dass die komplette Mannschaft eine ganze Woche zusammen trainieren konnte. Und wir haben uns von den bisherigen Ergebnissen, ganz besonders von der Niederlage gegen Tündern, nicht verrückt machen lassen und in Ruhe weitergearbeitet."

In den Einzeln traten die Bremer ebenfalls als Einheit auf: Angeführt vom herausragenden Constantin Cioti, der den vergebenen Matchball vom Freitag im Pokal gegen Keen offenbar gut verdaut hatte und sowohl Jan-Ove Waldner als auch Feng Zhe schlug, trugen auch Allan Bentsen mit seinem Triumph über Waldner und Magnus Molin (3:1 gegen Dziubanski) ihren Teil zum Auswärtssieg bei. Und auch Mads Sörensen enttäuschte beim 1:3 gegen Jörg Schlichter nicht. Greber: "Der Sieg war auf jeden Fall verdient, zumal wir auch das siebte Einzel – Molin führte gegen Schlichter schon mit 2:0 Sätzen und 8:3 – gewonnen hätten."

Fuldas Manager Stefan Frauenholz musste feststellen, dass seine Mannschaft ausgerechnet in diesem wichtigen Duell nicht ihren besten Tag erwischt hatte: "Natürlich waren wir nach dem Doppel geschockt, und als dann auch noch Waldner gegen Cioti verlor, platzte unsere Hoffnung auf den schnellen Ausgleich." Stattdessen rannten die Gastgeber stets einem Rückstand hinterher. "Waldner hat schon viele gute Spiele für uns gemacht, man muss ihm auch mal einen schwächeren Tag zugestehen. Bitter ist halt, dass es ausgerechnet gegen Bremen passiert ist", kommentierte der Manager die Leistung des Spitzenmanns.

Zwar verpasste Fulda-Maberzell mit der Niederlage die Chance, sich von den Abstiegsplätzen etwas abzusetzen, andererseits ist der TTC dank der Siege gegen Grenzau und Tündern gegenüber den Konkurrenten noch immer im Vorteil. Frauenholz: "Wir stecken jetzt zwar wieder tiefer drin im Abstiegskampf, aber wir nehmen den Kampf an."

Stenogramme:

Fulda – Bremen 2:6: Waldner/Feng – Molin/Sörensen 0:3 (8:11, 5:11, 3:11); Schlichter/Dziubanski – Bentsen/Cioti 0:3 (8:11, 11:13, 7:11); Jan-Ove Waldner – Constantin Cioti 2:3 (9:11, 7:11, 11:8, 11:8, 6:11); Feng Zhe – Allan Bentsen 3:1 (11:6, 11:3, 4:11, 14:12); Jörg Schlichter – Mads Sörensen 3:1 (11:8, 6:11, 12:10, 11:8); Michal Dziubanski – Magnus Molin 1:3 (11:8, 7:11, 6:11, 8:11); Waldner – Bentsen 1:3 (10:12, 11:6, 3:11, 8:11); Feng – Cioti 2:3 (10:12, 11:8, 12:10, 10:12, 9:11). Zuschauer: 650.

Das nächste Spiel:

Fr. 28.10. 19:30 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell +++

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